Babysitter Kapitel 12
Keanu stellte seine Norton in die Garage und öffnete die Verbindungstür zum grossen Flur im Haus. Tim, Robby und Mason liefen ihm entgegen.
„Hi Daddy!“ Rief der Kleine freudig.
„Hallo Mason!“ Er hob ihn hoch und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Mason hat mir gesagt dass du jetzt sein Dad bist!“ Meinte Tim darauf.
„Das find ich gut. Dann können wir jetzt auch hier oft spielen!“ Meinte Robbie.
„Stimmt, das ist tatsächlich ein weiterer Grund warum das gut so ist!“ Pflichtete Keanu den Jungs bei und amüsierte sich dabei köstlich.
Rob war nun ebenfalls im Gang erschienen, während Keanu seine Lederjacke auf einen Bügel in der Garderobe hing. Die Jungs waren Richtung Terrasse verschwunden.
„Hi Keanu!…… Na was macht mein nachts schwer arbeitender Freund!“
„Rob, hallo!“ Sagte Keanu nur, weil er die zweideutige Bemerkung zwar schon verstand aber trotzdem irgendwie merkwürdig fand.
Langsam gingen sie ins Wohnzimmer. Becky war in ein Gespräch mit Kim vertieft und Christine deckte den langen Tisch der direkt vor dem grossen Schiebeglasfenster stand.
Alle begrüssten ihn freudig. Kim zwinkerte ihrem Bruder zu.
„Na du, ich finde dein Vatersein steht dir wirklich gut!“
„Danke!“ Sagte er nur trocken. Auch das war merkwürdig, für sie war Mason doch auch schon längst zum Familienmitglied geworden.
Rob drückte ihm ein Glas Weisswein in die Hand und sagte:
„Na dann rück mal raus, wann kommts denn?“
Von was zum Kuckuck reden die denn? Fragte er sich und langsam dämmerte es ihm.
War Kathy tatsächlich schon schwanger, aber wenn ja, warum wissen denn das alle schon, nur er noch nicht. Konnte es sein, dass sie es allen gesagt hatte?
Er stellte wütend sein Glas auf den Tisch und schrie:
„Verdammt nochmal, kann mir einer hier mal sagen von was ihr sprecht!“
Erschrocken sahen alle Keanu an.
Einen Moment lang sagte keiner was. Patrizia drehte sich in der Küche um und sah durch die Tür in das Wohnzimmer.
„Wo ist Kathy?“ Fragte Keanu wütend.
„Sie schläft!“ Sagte Patrizia.
Keanu schritt schurstracks in den Flur und wollte schon die Tür zum Schlafzimmer öffnen als Christine ihn zurück hielt.
„Offensichtlich redet meine Freundin mit allen, nur mit mir nicht!“Sagte er barsch.
„Nein Keanu, ich hab nur dummerweise meine Vermutung ausgesprochen.“
Und Kim die nun auch hinter ihm stand sagte:
„ Und Mom hat dann weitergemischt, du kennst sie doch! Bitte sei nicht sauer, hei, das war wirklich doof, wir dachten alle, ihr beide wüsstet es doch schon länger?“
Keanu schaute erst Christine, dann Kim an und dann sagte er:
„Es kann nicht länger sein, wenn überhaupt!“
„Bitte Keanu beruhige dich, ich bin mir ziemlich sicher dass Kathy eine derartige Auseinandersetzung jetzt nicht ertragen würde!“
„Woher willst du das den wissen?“ Konnterte er immer noch böse.
„Weil ich sie kenne, damals bei Mason war sie nahe dran am Anfang der Schwangerschaft zusammenzubrechen. Adrienne liess mich deswegen kommen. Diesmal hat sie zwar keinen solchen Schicksalsschlag zusätzlich zu verdauen, aber es ist dir bestimmt auch aufgefallen, dass sie wirklich schlecht aussieht!“
Keanu verschränkte die Arme und stand immer noch vor der Schlafzimmertür.
Wenn er ehrlich war, ja er hatte seit ein paar Tagen auch bemerkt, dass sie oft aufstand und ins Bad ging. Und abends mochte sie zwar kuscheln aber mehr nicht, weil sie einfach extrem müde war.
Kim schaute ihren Bruder unentwegt an und sagte dann:
„Ich denke, wir werden heute alleine im Wohnzimmer essen und danach ziemlich rasch verschwinden. Du solltest jetzt mir ihr alleine sein!“
Becky die die Unterhaltung im Flur mitbekam weil sie gerade aus der Gästetoilette kam sagte darauf:
„Falls es euch recht ist, Mason kann gut heute bei uns übernachten! Die Jungs würde das sicher auch freuen!“
Da öffnete sich die Schlafzimmertür und Kathy schaute vorsichtig heraus.
„Warum wollt ihr denn alle gleich nach dem Essen schon weg!“ Fragte sie und schaute wirklich bleich in die Runde.
Keanu nahm sie in den Arm und sagte leise: „Weil man dir ansieht, dass es dir nicht gut geht!“
Er schubbste sie zurück ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich.
„Du kannst doch nicht alle Gäste da draussen einfach so stehen lassen!“
„Doch das kann ich, ich muss sogar!“
„Ja aber warum denn!“
„Weil die da draussen durchaus selber für ihr Essen sorgen können und Kim ganz recht hat, wir müssen jetzt unbedingt miteinander alleine sein und reden! Hast du Hunger, Liebling?“
„Nicht viel! Ein Joghurt vielleicht!“
„Gut!“ Keanu drehte öffnete wieder die Tür und sagte zu Christine, die immernoch im Flur stand.
„Sie will ein Joghurt!“
„Kriegt sie….bin gleich zurück, wusste ich es doch, derjenige der Kathy bekommt muss ein vernünftiger Mann sein!“
Christine hatte das Joghurt noch mit frischen Früchten ergänzt und hatte für ihn einen Teller mit Braten auf eine Tablett gestellt als sie an die Schlafzimmertür klopfte. Keanu hatte Kathy sanft in den Sessel neben dem Kamin gedrückt. Er öffnete die Tür und nahm Christine das Tablett ab.
Am langen Tisch assen alle nun den gebackenen Schweinshals den Christine und Patrizia gekocht hatten und danach verschwanden alle der Reihe nach. Mason wollte wider erwarten nicht zu den Mailhouses nachhause weil er instinktiv die Spannung spürte die seit dem späten Nachmittag im Haus war. So kümmerte sich Christine um ihn und Mason versprach ihr, dass er heute seine Eltern nicht stören würde.
Kathy ass ihr Joghurt ganz langsam und Keanu sah ihr dabei zu.
„Und du dachtest also, ich würde erst mit deiner Mutter und Christine darüber reden?“
„Ja! Obwohl, ich konnte es mir eigentlich nicht so recht vorstellen!….. Aber nun, ich würde es doch gerne jetzt wissen wollen!“
„Und was soll ich dir dann zu Weihnachten schenken?“
„Herz, bitte sag es doch endlich!“
„Ja, doch Liebling!“
Einen Moment konnte Keanu gar nichts sagen. Obwohl er doch eigentlich jetzt auf diese Antwort vorbereitet gewesen war, traf es ihn doch mit voller Wucht mitten ins Herz.
„Danke mein Herz!“ Sagt er ganz leise mit zittriger Stimme in ihr Ohr. „Ich werde dafür sorgen, dass du gut isst, viel schläfst und ab sofort mit der Arbeiterei aufhörst, ich werde selber mit Bill reden und nach dem Weihnachtsfest schenken wir uns Ferien. Mason und wir beide fliegen in die Schweiz in einen tollen Wellnesstempel und lassen es uns dort gut gehen.“
Mason war aufgeregt. Er hatte schon das dritte mal „Vier Gewinnt“ gegen Christine gewonnen. Er jolte und schrie herum. Er streckte ihr die Zunge heraus und sagte lachend:
„Also Tante Chris, du kannst das Spiel wirklich gar nicht!“
„Stimmt, Dad kanns bestimmt besser!“
„Geh mal jetzt dich fürs Bett zurechtmachen, ja, danach schauen wir uns noch einen Film an!“
Langsam schlurfte er in sein Zimmer.
Ins Wohnzimmer durfte er schon seit gestern nicht mehr. Dad hatte es verboten. Mom war oft am schlafen und hatte aber trotzdem viel mehr Zeit als vorher. Dieses Brüderchen oder Schwesterchen da in Moms Bauch hatte als trotzallem auch was gutes. Mom ging nicht mehr ins Büro.
Aber eigentlich war ihm der ganze Wirbel um das Baby lästig. Alle redeten andauernd davon. Dad wollte das andere Zimmer umbauen lassen, weil dort eine Tür direkt ins Schlafzimmer von Mom und Dad hin musste. Mom musste schon zweimal zu diesem Doktor und der wollte dass sie mehr liegen als stehen sollte und dann hatte Patrizia plötzlich nicht mehr so oft Zeit; sie näht sagte Kim. Für Mom und das Baby weil Mom bald nicht mehr in die Jeans passen würde und weil das Baby sonst nichts anzuziehen hätte.
Doofe Erwachsene, nur bei Chris hatte sich nichts geändert, für sie war er immer noch die Hauptperson.
Mason zog sich seinen Pyjama an. Und da sah er einen blauen Flecken am Bein. Wo hatte er den diesen her. Er hatte sich nicht im Kindergarten gerauft, nein bestimmt nicht. Und gestossen hatte er sich auch nicht. Aber da war ja nicht nur der eine, da hatte es ja noch einer am anderen Bein und an der Wade war nochmals einer. Komisch.
Christine stand in der Tür.
„Na, warum geht denn das heute so langsam?“
„Kuck mal, Chris, ich bin ganz blau, aber ich weiss nicht warum?“
Christine schaute sich seine Beine an. Ihr Krankenschwesterblick sah sofort, das waren keine normalen blauen Flecken. Sie berührte ihn am Kopf.
„Schlingel, lass uns mal Fiebermessen, ja!“
„Bin ich krank?“
„Ich weiss es nicht, Mason. Aber ich glaube du hast Fieber!“
Sie holte den Fiebermesser aus dem Bad und hielt ihm die Sonde ins Ohr.
„38.1…. Na da müssen wir wohl den Doktor haben!“ Meinte sie trocken und begann sich zu sorgen.
Christine ging hinüber in Keanus Büro und klopfte an und schob Mason vor sich her. Kathy und Keanu waren am diskutieren.
„Kathy hör mal, Mason hat Fieber und er ist am ganzen Körper mit blauen Flecken übersäht! Ich denke wir benötigen sofort einen Arzt!“
„Ach, denkst du wirklich…. ich geb ihm ein Fieberzäpfchen und dann gehen wir morgen zu Dr. Austin!“ Mason hielt ihr den Arm hin. “Schau mal hier hat es auch welche!”
Keanu stand auf und schaute entgeistert zu Christine.
„Blaue Flecken und Fieber!“ Sagte er wie weggetreten.
„Ja Keanu, aber denk jetzt nicht gleich das schlimmste, ich möchte nur das …… nun das wir das ausschliessen können!“
„Von was sprecht ihr denn, ich kapier nichts!“ Sagte Kathy.
„Blutkrebs!“ Kam es aus dem Mund von Keanu und Christine gemeinsam.
Kim sass neben Patrizia und Christine nun schon seit drei Stunden auf dem unbequemen Stuhl in der St. James Childrenklinik. Keanu hielt Kathy’s Hand und versuchte sie zu beruhigen, was ihm jedoch nur schlecht gelang, denn seine Gefühle fuhren selbst Achterbahn. Diese Angst, die er nur zu gut kannte hatte ihn erneut gepackt. Seit Kim so krank war begleitete sie ihn immer wieder. Nein eigentlich war das falsch, diese Angst begleitete ihn schon seit Dad weg ging. Die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren.
Mason war dort im Operationssaal. Dr. Spencer der Kinderonkologe machte eine Rückenmarkbiobsie. Leider hatte sich gestern abend herausgestellt, dass Mason wirklich an Leukemie erkrankt war seine Blutwerte waren katastrophal, allerdings hofften die Ärzte nun darauf, dass es sich nicht um eine aggressive Form handelt. Dann hätte Mason eine gute Heilungschance. Darüber war Keanu nun wirklich sehr gut informiert, wenn noch ein Rückenmarkspender gefunden würde, dann würde Mason bald wieder ganz gesund.
Um Kathy machte er sich auch Sorgen. Sie wurde gestern wortkarg, reagierte kaum auf ihre Umgebung, hielt nur krampfhaft seine Hand und schaute starr auf den Boden. Sie ass kaum was und war kreidebleich. Nur wenn sie bei Mason sein konnte, riss sie sich zusammen und wollte ihm die Sichterheit geben, die er in dieser ungewohnten Umgebung brauchte. Der kleine Mann verstand zu erst nicht warum er so schnell von Dr. Austin der am Abend noch gekommen war ins Spital gebracht wurde. Er schrieh als er die Infusion gesteckt bekam, dann jedoch schaute er Kathy und Kim an die sich inzwischen zu ihnen gesellt hatte und sagte: „Das ist wie bei dir?“
Kim nickte nur und strich ihm übers Haar. „Mason, wir bleiben alle da!“ Er schaute sich um und meinte nur: „Gut!“ Von da an liess er alle Untersuchungen ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen.
Vierunzwanzigster Dezember. Gott so hatte sich keiner den Heiligen Abend vorgestellt.
Dr. Spencer kam durch die Schwenktür in den Wartesaal. Er hatte noch die grüne Haube auf und hielt ein geheftetes Papier in der Hand.
„Mrs. Miller!“ sagte er zu Kathy. Sie stand auf und ging ihm entgegen.
„Mason hat die Untersuchung gut überstanden, wir konnten sein Fieber senken“
„Wie geht es ihm denn und wissen sie schon mehr!“
„Nun, wir wissen das er zum Glück wirklich nicht eine aggressive Form hat, aber ich kann ihnen jetzt noch nicht viel mehr sagen. Wir werden aber bestimmt sofort eine Chemotherapie beginnen und hoffen das er gut darauf anspricht. Dann wäre ein abklären aller Blutsverwandter nötig. Wenn wir grosses Glück haben, könnte Mason mit einer Rückenmarktransplantation sehr schnell ganz gesund sein! Andernfalls, würde es eine langwierige Angelegenheit!“
Kim drehte sich um schlug mit der Faust auf die Wand und begann zu weinen.
„Scheisse! Es reicht doch schon bei mir!“
Dr. Spencer schaute verunsichert in die Runde. Patrizia nahm Kim in den Arm und Keanu sagte mit trockener Stimme. „Meine Schwester kennt das Prozedere am eigenen Leib! Wir konnten bis jetzt bei ihr keinen Spender finden!“
„Tut mir wirklich Leid! …… Ist Mason ihr Sohn?“ Fragte er dann vorsichtig. „Nein!“ Sagte nun Kathy. „Sein Vater ist tot, ich bin die einzige Verwandte ausser…… da wäre noch seine Grossmutter!“ „Dann werden wir sie Mr. Miller zuerst testen!“
„Sie ist schwanger!“ Meinte nun Kim.
Dr. Spencer griff sich ans Kinn. „Kontaktieren sie bitte die Grossmutter! Je schneller desto besser, denn eine Untersuchung in der Schwangerschaft geht nicht, das ist zu gefählich für Mutter und Embrio.“
Keanu schüttelte den Kopf. „Hoffentlich macht sie mit!“
Kathy schaute ihn an: „Bestimmt, sie liebt Mason bestimmt noch immer!“
„Kann ich meinen Sohn sehen?“ Fragte sie nun.
„Ja aber nur kurz und nur in steriler Kleidung!“
Man brachte Kathy und Keanu die grünen Schürzen und den Mundschutz und führte sie ins Aufwachzimmer. Mason lag bleich auf dem mit Geländer geschützten Bett und war noch nicht ansprechbar.
Eine halbe Stunde verbrachten sie in dem Zimmer. Mason wachte nur kurz aus der Narkose auf, lächelte sie beide an und wollte einen Schluck Wasser trinken.
Während Kathy im den Becher mit dem Röhrchen hinhielt, dachte Keanu kurz nach.
„Mason, möchtest du bald nach Hause?“
„Ja Daddy!“Sagte er leise nachdem er nicht mehr trinken wollte.
„Ich werde mit dem Doktor reden!“
Kathy schaute ihn fragend an, sagte aber nichts. Dann schlief der Junge wieder ein.
Draussen warteten noch immer Christine, Kim und Patrizia. Keanu brauchte nicht viel Überzeugungskraft. Christine war sofort bereit als Kinderkrankenschwester die Chemo zu begleiten. Kim und Patrizia fuhren darauf müde nach Hause während Keanu zusammen mit Christine und Kathy mit Dr. Spencer sprachen.
„Nun, das wäre eine Möglichkeit, sobald wir sehen, ob Mason auf die Therapie anspricht!“
„Wann wissen wir das!“ Wollte Christine wissen.
„Morgen abend! Er bekommt soeben die erste Dosis. Wenn die Leukozyten bis morgen abend um die hälfte gesunken sind, dann kann die Behandlung mit Ihnen Mrs Wasmer auch zu Hause weitergeführt werden. Ich müsste dann Hausbesuche machen, was eine Frage der Finanzen wäre, aber wie gesagt, wir wissen das es eine akute lymphatische Leukämie ist und die hat wirklich gute Heilungschancen!“
„Geld spielt keine Rolle Mr. Spencer!“
„Gut, dann sehe ich sie morgen um vier hier, bis dann wissen wir ob eine Entlassung möglich ist!“
„Vielen Dank und bis Morgen!“ Sagte Kathy leise.
„Ja bis Morgen! Aufwiedersehen!“
Zu Hause war alles noch so, wie sie es gestern in der Eile verlassen hatten. Im Wohnzimmer stand der Christbaum, weswegen Mason ja nicht dort hinein durfte. In seinem Zimmer stand der Schrank noch offen, weil Kathy in grosser Eile ein paar Kleidungstücke eingepackt hatte und in der Küche standen noch die Pfannen auf dem Herd, weil Christine nur den Herd abgeschaltet hatte als sie alle zusammen ins Spital gefahren waren.
Kathy begann aufzuräumen doch Keanu hielt sie an der Schulter zurück.
„Herz, lass das mich machen, du musst etwas essen und danach schlafen!“
„Ich kann nicht, ich bin zu nervös!“
„Ich mach uns allen einen Baldriantee! Der hilft! Und dann solltest Du wirklich schlafen gehen!“Sagte darauf Christine.
Draussen auf der Treasse rauchte Keanu eine Zigarette. Er griff in seine Hosentasche, noch immer war er dort. Aber die Umstände lassen es jetzt nicht zu, dachte er bei sich, das muss warten. Kathy kam mit zwei Tassen zu ihm hinaus.
„Hier Liebling.“ Sagte sie und reichte ihm eine.
„Danke!……… „ Er drückte seine Zigarette im Aschenbecher auf dem Gartentisch aus.
„Morgen früh werde ich Adrienne anrufen.“ Sagte er und schaute Kathy in die Augen.
„Das macht mir Angst, was wenn sie wieder anfängt zu manipulieren!“
„Ich weiss nicht Herz, aber was bleibt uns denn anderes übrig.“
Er nahm sie in den Arm und strich ihr leicht über den Bauch.
„Wie geht es euch denn!“Fragte er ganz sanft.
Kathy lächelte trotz der grossen Sorgen und sagte:
„Es geht uns gut……… Und weisst du was?“
„Nein!“
„Wir werden das alles durchstehen und dann möchte ich………“
„Was möchtest du?“
„Entschuldige ich….. das ist mir jetzt einfach herausgerutscht!“
„Komm schon, was möchtest du? Das will ich jetzt sofort wissen!“
Kathy senkte ihren Kopf und schaute auf das Lichtermeer vor ihnen.
„Ich möchte ein grosses Fest feiern und heiraten!“
Er griff erneut in seine Hosentasche aber diesmal zog er ihn heraus.
„Ich wollte dich eigentlich gestern am Heiligabend fragen aber alles kam anders.“
Er schaute sie fragend an und sie schaute auf den Brilliantring und hatte Tränen in den Augen.
„ Möchtest du meine Frau werden, egal was kommt? Ich kann dir leider nicht versprechen, das wir es einfach haben werden!“
„Hmm!“ Mehr konnte Kathy nicht sagen, sie weinte nun hemmungslos.
Er hielt sie fest umschlossen und nach einer Weile, als sie sich etwas beruhigt hatte sagte sie:
„Keanu ich liebe dich, ich …….. ich weiss gar nicht, was wäre wenn……“
„Du brauchst auch nicht darüber nachzudenken was wäre wenn es anders wäre, ich liebe dich auch mein Herz und wir werden gemeinsam weitermachen, das alleine zählt!“
Sie tranken den Tee und dann brachte er sie ins Bett.
Keanu und Christine räumten die Küche noch zusammen auf. Dabei machte Christine eine Liste der Sachen, die sie in der Apotheke holen mussten, so dass sie Masons Zimmer für seine Rückkehr einrichten konnte.
„Ich danke dir Christine dass du hier bleibst; ohne dich, würde das nicht gehen!“
„Er ist sowas wie mein Enkel, dafür gebe ich gerne meinen Job im Kinderspital Zürich auf!“
„Was wenn das eine längere Sache werden sollte?“
„Dann habe ich einiges gespart und wenn ich meine Eigentumswohnung verkaufe, kann ich gut davon leben!“
„Ich kann dich bezahlen!“
„Nun, das glaub ich dir, aber das würde ich niemals annehmen! Es reicht durchaus, wenn ich mit essen darf und hier einen Platz zum schlafen habe.“
Keanu drückte Christine einen Kuss auf die Stirn und meinte:
„Du bist hier zu Hause Christine, das solltest du wissen und vielen Dank!“
Am frühen Morgen wachte Kathy auf, Keanu war offensichtlich schon wieder aufgestanden jedenfalls war der Platz neben ihr zwar noch warm aber leer. Sie stand auf und fand ihn Kaffee trinkend in der Küche.
„Guten Morgen mein Herz!“ Sagte er und lächelte sie an.
„Hallo!“
Er öffnete den Kühlschrank.
„Christine hat Birchermüsli gemacht, magst du?“
„Ja gerne!“
Beide setzten sie sich an den Tisch und assen schweigend. Der Telefonhörer lag auf dem Tisch.
„Du hast schon mit ihr gesprochen?“ Fragte Kathy.
„Ja!“
„Und?“
„Nun sie war zuerst ziemlich aufgebracht, dass ich mich bei ihr gemeldet hatte. Ich bekam die gefürchtete kalte Dusche! Aber dann liess sie mich doch erzählen. Sie war genau so schockiert wie wir alle und ja sie wird noch heute in die Klinik fahren und sich testen lassen.!….. Irgendwann fragte sie noch ob dein Testergebnis denn nicht passe, nun ich sagte ihr, dass wir ein Baby erwarten. Darauf hatte sie lange kein Wort gesagt. Sie will nicht mit dir reden und sie will uns alle auch nicht sehen. Jedenfalls nicht jetzt und sie hat von sich auch versprochen nur mit Mason Kontakt aufzunehmen wenn sie uns davor informiert hat.“
„Du nimmst ihr das ab?“
„Ja mein Herz, sie war wirklich sehr schockiert und macht sich Sorgen. Ich glaube nicht dass sie etwas anderes als nur Mason Bestes will. Sie hat sogar akzeptiert, dass ich ihn adoptieren will!“
„Was willst du?“
„Na ich möchte dass wir alle bald den gleichen Namen tragen, so geht das doch am einfachsten!“
„Schön dass ich das auch noch wissen darf!“ Sagte sie und gab ihm einen leichten Puff in den Oberarm. Er fasste sie am Handgelenk zog sie an sich und küsste sie. Kathy fühlte es wieder,dieses unbeschreibliche Kribbeln und die weichen Knie.
„Oh hallo und fröhliche Weihnacht!“ Sagte Christine und liess sich einen Kaffee aus der Maschine laufen. Keanu liess von Kathy ab und sagte:
„Morgen und ja fröhliche Weihnacht auch dir!“
Sie setzte sich an den Tisch und bemerkte gleich den Ring an Kathys Hand.
„Ich… oh, ja …. ich gratuliere euch beiden, das ist ja wunderbar!“ Sagte sie und lächelte.
„Danke…… „ meinte Kathy und Keanu meinte:
„Irgendwie passt es nicht ganz in die Situation aber…. „
„Du willst Nägel mit Köpfen, kann ich verstehen und ich finde das auch absolut richtig! Es ist für Euch richtig, es ist für das Baby richtig und es ist auch das Beste für Mason! Ein stabiles Elternhaus ist für ihn gerade jetzt enorm wichtig!“ Meinte Christine.
Eine halbe Stunde später setzte Keanu Kathy im Spital ab und fuhr danach mit Christine in die Apotheke und den Sanitätsshop. Trotz Weihnachtstag waren beide für Notfälle geöffnet. Man Versprach alles noch heute zu liefern.
Am frühen Nachmittag war Keanu unterwegs in die Klinik, er rief Keanu Janey Bergam, seine Assistentin an.
„Hi Janey!“
„Hallo Keanu, fröhliche Weihnachten!“
„Danke!“
„Was ist los? Du hörst dich merkwürdig an!“
„Hm ja, ich würde dich an einem solchen Feiertag nicht anrufen, wenn es nicht dringend wäre!“
„Weiss ich doch, hör auf mit dem Gefasel, was ist los!“
„Mason ist schwer erkrankt!“
„Gott, was hat er denn?“
„Leukemie!“
Einen Moment lang war es ganz ruhig am Telefon.
„Gott Keanu! Ich weiss gar nicht was ich sagen soll!“
„Schon ok. Janey. Ich habe eine Bitte. Rufe doch die Leukemiafondation an. Du weisst ich bin dort Gönner. Ich möchte einen Aufruf zur Spenderbank lancieren. Vielleicht melden sich doch noch viel mehr Leute. Jetzt wo der erste Schnelltest mit einem Wattestäbchen gemacht werden kann.“
„Werde ich tun! Bitte grüss mir Kathy und Mason, ja und ich melde mich dann, wenn ich was höre!“
„Danke!“
Kathy sass bei Mason am Bett. Er schlief weil die Schwestern ihm ein Beruhigungsmittel gaben noch immer tröpfelte das Gift, dass die Krebszellen vernichten sollte in seine Vene.
Dr. Spencer erklärte ihr, dass die Blutsverwandten als erste den genauen Eignungstest wo Blut abgenommen wird machen. Danach würde die Spenderbank abgesucht. Die dortigen DNA Tests würden eine mögliche Eignung anzeigen, sicher ob das Mark passen würde, wären sie aber erst, wenn neben dem dann folgenden Bluttest auch das Mark punktiert und getestet worden ist. Das machte die Suche ziemlich aufwändig. Weil die aufgeforderten Spender oft beim zweiten oder dann dritten Test doch nicht passten.
Adrienne’s Blut wurde an dem Morgen getestet und dieser war positiv ausgefallen, aber eben, ob ihr Mark passte, würden sie erst in drei Wochen wissen. Wenn Mason die Chemotherapie hinter sich hatte und hoffentlich seine Blutwerte so gut waren, dass man den Eingriff wagen konnte.
Es blieb also alles offen.
Keanu kam und hörte sich ebenfalls die Neuigkeiten an. Dann Unterschrieb Dr. Spencer die Krankenhausentlassung und liess von Kathy gleich einen Pflegevertrag unterschreiben. So konnten sie Mason mit einer Ambulanz nach Hause fahren lassen. Christine hatte zusammen mit Juanita, die extra an diesem Feiertag gekommen war, das Zimmer bereit gemacht. Die Medikamente waren eingeräumt und das Bett frisch bezogen.
Kurze Zeit später fuhr der Krankenwagen in die Einfahrt und gleich dahinter Keanu mit dem Porsche. Er stieg aus und hob Mason selber von der Britsche hoch, Christine trug die Infusionsflasche und Kathy den kleinen gepackten Koffer. Die beiden Pfleger folgten ihnen in Masons Zimmer.
Der kleine lächelte, obwohl es ihm übel war. Er sagte:
„Daddy ich möchte nicht wieder in das Krankenhaus!“
„Das wird leider nicht gehen, mein Lieber, aber ich verspreche dir, du musst dort nur zu den Untersuchungen hin!“
„Und wenn sie oprieren müssen, das hat Dr. Spencer gesagt!“
„Genau!“ Sagte Kathy und musste gegen die Tränen kämpfen.
„Aber heute feiern wir hier Weihnachten! Ok!“ Fuhr sie fort.
„Mommy! Darf ich denn jetzt ins Wohnzimmer!“
„Sobald Christine dir die Spritze gegeben hat fahren wir dich hin!“
„Fahren?“
„Du kannst nicht gehen jetzt!“ Sagte Christine.
„Du würdest umfallen! Und darum haben wir da einen Rollstuhl!“
Der Abend verlief trotz der gedrückten Stimmung gut. Kim und Patrizia trafen ein und Karina die aus Seattle über die Festtage da war. Patrizia kochte zusammen mit Kathy Lammfilet und viel Gemüse und dann sangen sie und packten all die Geschenke aus.
Mason freute sich besonders an dem Geschenk von Kim. Es war ein kleiner Affe in einem Pjama. Sie erzählte ihm, dass sie diesen immer dabei gehabt hatte, wenn sie all die schmerzhaften Untersuchungen hatte über sich ergehen lassen müssen und jetzt würde er einfach mit ihm dabei sein.
Fünf mal war Christine in der Nacht durch die Überwachungsanlage, die Keanu mit Hilfe eines Babyfunkes und einer Kamera in Masons Zimmer eingerichtet hatte aufgeweckt worden. Mason schlief unruhig. Einmal musste er sich gar übergeben und jetzt begannen seine blonden Haare auszufallen. Sie war nicht überrascht. Meist war der Anfang einer Chemotherapie so hart für die Kranken. Sie konnte ihm ein klein wenig mit Medikamenten helfen. Dann las sie ihm auch vor bis er wieder einschlafen konnte.
Kathy hatte ihn brechen gehört und stand einmal auch im Zimmer. Fasste nach einem Büschel Haare und drückte die Tränen tapfer hinunter. Draussen im Flur nahm sie Christine in den Arm und schickte sie danach wieder ins Bett.
„Du kannst ihn morgen den ganzen Tag hüten, ich mach die Nachtschicht.“
Dann kam um vier Uhr morgens Keanu in Masons Zimmer, auch er hatte bemerkt dass Mason litt.
Der Kleine döste vor sich hin und er fasste nach seiner Hand und sass so über eine Stunde auf dem Stuhl neben dem Bett. Dann wachte Mason auf, schaute ihn an und sagte:
„Ich habe Durst!“
Christine war nun auch ins Zimmer gekommen und schaute zu wie Keanu ihm den Becher mit dem Röhrchen hinhielt.
„So geht das nicht Keanu, wir müssen morgen genau abmachen, wer wann zu Mason sieht, ansonsten sind wir, falls es weiterhin so läuft alle innerhalb einer Woche komplett fix und fertig!“ Sagte sie draussen im Flur zu ihm.
Er nickte nur.
Die nächsten Nächte jedoch schlief Mason ruhig und an den Tagen war er manchmal sogar recht fröhlich. Die Übelkeit verschwand bis auf die frühen Morgenstunden.
Langsam kam eine gewisse Normalität in die Situation und jeder der Familie hoffte, dass es nun doch gut kommen würde.
Zwei Wochen nach Masons Heimkehr, kamen Tim und Robbie zu Besuch. Mason hatte einen sehr guten Tag. Er konnte nun wieder ohne Infusion im ganzen Haus herumlaufen und so hatten die drei sich mit der Carrerabahn die er von seinen Eltern zu Weihnachten erhalten hatte, in seinem Zimmer vergnügt.
In einer Woche war der Transplantationseingriff geplant, sofern das Mark von Adrienne wirklich passte.
Becky sah sofort, dass Christine auch mal ausspannen musste und Kathy einfach einen Nachmittag mit Ablenkung nötig hatte. Sie ging in die Küche und räumte das Geschirr vom Mittagessen in die Spühlmaschine und liess Kathy und sich einen Kaffee aus der Maschine.
„Wie wärs, wenn wir zusammen das goldene Dreieck überfallen und uns neu einkleiden? Du musst ja sowieso bald was Schickes für den Bauch haben!“
Keanu der gerade zu Rob auf die Terasse wollte, hörte das ging in die Küche zog sein Portemonnaie aus der Hosentasche und drückte Kathy eine Kreditkarte in die Hand.
„Du hast recht Becky, ihr beiden solltet das gleich jetzt tun und ich und Rob werden auf die Jungs aufpassen!“
Kathy war nicht sehr begeistert aber dann ging sie doch.
Dieses Kapitel ist ab 18:
Becky hatte kein Erbarmen mit Kathy. Sie klapperten zusammen alle tollen Maternitygeschäfte ab obwohl Kathy einen müden und auch sorgenvollen Eindruck machte. Zuerst schauten sie sich Hosen, Blusen, Röcke und Kleider an und einiges davon landete dann auch an der Kasse, dann aber fand Becky sie müsse unbedingt einen Tick grössere BH Cups haben. Als sich Kathy darauf in der Umkleidekabine im Spiegel anschaute, musste sie ihr Recht geben. Ihre Brüste hatten sich verändert. Die Körbchen drückten und zeichneten sich unschön ab. Sie kauften darauf in einem Dessousgeschäft beide neue Wäschesets und als Kathy diese zur Kasse trug lief sie auch an einem wunderschönen Babydoll vorbei. Eisblau mit echter St. Galler Spitze, etwas das sie seit sie ihre Heimat verlassen hatte nicht mehr gesehen hatte. Den musste sie haben weil er fabelhaft zu ihren Augen passte und in dem würde sie auch mit Bäuchlein noch sexy aussehen. Sie begann schelmisch zu lächeln und zeigte Becky ihre Entdeckung. Ihre Freundin war begeistert, sie hatte ihr Ziel erreicht, endlich war Kathy aus ihrer Letargie erwacht.
Am Abend kam Kathy nachdem sie mit Becky in einem Bistro etwas gegessen hatte alleine mit dem Taxi nach Hause. Rob war mit den Jungs bereits gegangen und Christine und Keanu hatten mit Mason bereits gegessen.
Sie stellte ihre Taschen auf den Boden im Schlafzimmer und zog sich aus. Obwohl sie eigentlich ziemlich geschafft war,wollte sie ihr neuestes Nachtoutfit anziehen und danach räumte sie mit Freude ihre neuen Habseligkeiten im Schrankzimmer ein. Sie zog ihren Kymono über und ging in Masons Zimmer.
„Mommy! Schau mal, wir haben heute das Schloss aufgebaut!“
„Toll, dann habt ihr auch Robin Hood gespielt?“
„Ja Mommy, wir haben alle Playmofiguren herausgeholt, dann war sogar Rob der Sheriff von Nottingham und ich war Robin und Daddy der Maure, Tim wollte unbedingt John Liddle sein und Robbie der musste Mary-Ann spielen! Daddy hat sich fast in die Hose vor Lachen gepinkelt, weil Mary-Ann mich nicht küssen wollte.
„Das kann ich mir vorstellen!“ Sagte sie lachend.
Keanu kam herein und strahlte richtig. Der Nachmittag hatte allen so gut getan, es war fast so, wie wenn alles ganz normal wäre.
„Hi, Herzchen! Hallo Mason!“ Sagte er und dann
„Was war denn heute das Schönste und was das Schlechteste, Mason?“
„Schön war dass wir so viel Spass hatten beim Spielen, und …. „ er schaute ganz ernst seine Eltern abwechslungweise an; „schlecht ist, dass ihr alle so viel Angst habt!“
„Hast du denn keine?“ Fragte nun Keanu.
„Nein, ich glaub ich werde wieder ganz gesund!“
Kathy gab ihm einen Kuss auf die Wange und sagte:
„Na dann glaub ich das mit dir! Gute Nacht Mason!“
Keanu gab ihm auch einen Kuss auf die Stirn und zusammen verliessen sie das Kinderzimmer.
Kathy löste bewusst den Gürtel ihres Kymonos. Seit Wochen hatten Sie beide nicht mehr miteinander geschlafen. Zuerst, weil sie mit beginnender Schwangerschaft es ihr einfach nicht gut ging, dann, weil die Sorge um Mason alle Lust bei Beiden vertrieben hatte. Aber heute, heute würde sie sich nicht wieder einfach nur mit einem, wenn auch liebevollen Gutenachtkuss zufrieden geben.
Keanu hatte sich das Hemd ausgezogen und ging ins Bad. Sie stellte sich in die Tür und hielt sich weit oben an der Kante fest. So rutschte ihr der Hausmantel von der Schulter und gab den Blick frei auf die hauchzarte durchscheindende eisblaue Spitze die ihre Siluette umschmeichelte und alles wie durch einen Filter sehen liess.
Er hatte sich schon die Zahnbürste in den Mund gesteckt als er sie plötzlich im Spiegel sah. Er putzte sich die Zähne und schaute sie unentwegt im Spiegel an.
Endlich spülte er den Schaum heraus drehte sich langsam um und ging auf sie zu.
Ohne ein Wort zu sagen fasste er nach ihrem Arm und küsste sie zart auf den Mund. Dann streifte er ihr den Kymono ganz ab und liess ihn achtlos auf den Boden fallen. Er löste ihre Haarklammer, glitt mit der Hand durch ihre schwarzen Haare während er sie am Nacken küsste und dann sagte er:
„Du solltest öfters mit Becky einkaufen gehen, wenn das Resultat dann so aussieht!“
„Gefällt es dir?“
„Hm, es ist wunderschön, aber……“
„Was?“
„Nun du bist sonst schon so schön dass sogar eins meiner Lochshirts an dir noch heiß aussehen!“
„Dann soll ich also keine schöne Spitzenwäsche mehr tragen?“
„Das hab ich nicht gesagt!“
„Soll ich, oder soll ich nicht?“
„Du sollst natürlich!“
„Ok, dann ziehe ich mich jetzt also nicht vor dir aus. So schön langsam meine ich und ich dreh dann auch meinen Hintern nicht zu dir und ich lasse auch nicht aufreizend auf deinen Schoss fallen und ich werde……….“
Weiter kam sie nicht. Denn er hatte sie sanft gepackt und ihr den Spaghettiträger herunter geschoben während er sie fordernd küsste, dann sagte er:
„Dreh mir meine Worte nicht im Mund herum Herz!“
„Was soll ich denn dann jetzt tun!“
„Dich ausziehen natürlich, genau so wie du es vorhin nicht tun wolltest!“
„Aha, jetzt plötzlich?!“
„Jawohl, ein bisschen plötzlicher!“
„Erst will ich dir deine Jeans ausziehen!“
„Bitte!“ Sagte er und hielt ihr demonstrativ den Bauch hin.
Sie öffnete ihm den Knopf und fuhr dann mit der Hand gleich auch in seine Pants.
„Ui, kann das sein dass er heute tatsächlich aktiv ist?“
„Was soll denn das jetzt heissen?“
„Na da war in der letzten Zeit nicht viel los!“
„Stimmt, war ja auch schwierig aber du warst ja auch nicht in der Stimmung!….. Dafür möchte er jetzt gerne zeigen wie sehr er meine Freundin mag!“
„Ehrlich!“
Er grinste. „Er mag sie unermesslich!“
„Was! Unermesslich, werde ich das überleben?“
„Herz, du wirst deine reine Freude daran haben!“
„Wirklich?“
„Klar doch!“
„Zeigs mir!“
„Gerne!“
Er drückte sie an sich und begann schwer zu atmen.
„Lass mich jetzt deine Hosen ausziehen!“
Sagte sie und zerrte an dem offenen Hosenbund. Er rückte etwas von ihr ab und half ihr dabei die Jeans und gleich auch die Pants los zu werden.
Dann drückte sie ihn aufs Bett und zog sich aufreizend den Slip aus.
„Schöne Vorstellung mein Herz, ich wusste gar nicht, dass du sowas kannst!“
„Ich ehrlich gesagt auch nicht, aber es mach mir Spass, deinen ‘giggerigen’ Blick dabei zu sehen!“
„Meinen was?“
„Giggerigen Blick!“ Sagte sie nochmals lachend und zog sich das Babydoll über den Kopf.
„Das ist schweizerdeutsch und das kann ich gar nicht richtig übersetzen, am ehesten mit, gierig, erregend, aufreizend, lusthabend!“
„Ok, also ich bin dann jetzt sehr ‘giggerig’!“
„Fein! Ich auch!“
Dann begann sie lächelnd zu singen und tanzte aufreizend um das Bett herum:
Du dudu du dudu du dudu du du machsch mi giggerig
(Du du du….machst mich gierig heiss)
Gäng, wenn i di gseh oder du i myre Nöchi bisch
(Immer, wenn ich dich seh oder du in meiner Nähe bist)
Gspüren i’s vo Chopf bis Fuess du machsch mi früsch
(Spür ich von Kopf bis zu den Füssen, du machst mich frisch)
I flippen uus scho wen i nume stah vor dir
(Ich flipp aus wenn ich nur vor dir sehe)
I gspüre my Natur, i cha doch nüt derfür
(Ich sprüre meine Natur, ich kann doch nichts dafür)
Du dudu du du machsch mi giggerig
(du…du machst mich heiß)
Sie stellte sich aufs Bett und setzte sich splitternackt auf seinen Bauch und sang weiter:
Ich gspüren überall total physischi Symptom
(Ich spüre überall total physische Symtome)
Es chunnt mer vor, als wär i ständig under Strom
(Es kommt mir vor, als wäre ich ständig unter Strom)
I han e Vogel im Buuch, myni Ohre sy heiss
(Ich hab nen Vogel im Bauch und meine Ohren sind heiss)
Mir gumpet ds Härz, mir louft der Schweiss
(Mein Herz hüpft und mir läuft der Schweiss)
Du dudu du du machsch mi giggerig
(du…du machst mich heiss)
Du dudu du dudu du dudu du du machsch mi giggerig (2x)
Gäng, we du mir aachunnsch erwachet myni Libido
(Immer, wenn du mich berührst erwacht meine Libido)
I bechume Hüenerhuut und es gramselet mi so
(Ich bekkomme Hünerhaut und es kribbelt mich so)
Mir schiesst ds Adrenalin i’s Bluet
(Mir schiesst das Adrenalin ins Blut)
Myni Hormon rüefe: ’s isch so guet
(Meine Hormone rufen: Es ist so gut)
Du dudu du du machsch mi giggerig
(Du machst mich heiss)
Dyni Wort sy wi Musig I gspüre’s bis zu de Chnöi
(Deine Worte sind wie Musik ich spühre es bis zu den Knie)
I ghören ängel singen, es lütet mer zwüsche de Bei
Ich höre Engel singen, es läutet zwischen meinen Beinen)
I gspüre der Puls ganz töif i mir
(Ich spühre den Puls ganz tief in mir)
’s isch myni Natur, i cha doch nüt derfür
Du dudu du du machsch mi giggerig
Du dudu du dudu du dudu du du machsch mi giggerig (2x)
’s isch myni Natur, i cha doch nüt derfür
(Es ist meine Natur, ich kann doch nicht dafür)
Du dudu du du machsch mi giggerig
(Du machst mich heiß)
Immer wieder strich sie mit den Haaren über seine Brust und übersetzte den Text.
Dann wurde sie ruhig und legte ihre Kopf auf seine Brust.
„Du erstaunst mich immer mehr, woher kennst du denn so heisse Texte oder sind alle schweizer Mädchen so durchtrieben?“
„Ich bin nicht durchtrieben, hei und das war ein richtiger Hit am Radio als ich noch ziemlich jung war.“
„Hm, aber deine Vorstellung vorhin war auch unglaublich ‘giggerig’!“
Dabei griff er an ihre Brust und schob sie mit der anderen Hand vorsichtig etwas höher.
Er massierte sie leicht und sog an ihrer Knospe.
Kathy bog erwartungsvoll ihren Rücken durch und spürte, wie es zwischen ihren Schenkeln genau so zu kribbeln begann, wie sie vorher gesungen hatte.
Sie begann zu zittern und wimmerte leise.
Er war erstaunt, dass nur schon diese leichte Berührung sie so erregte. Langsam schob er seine rechte Hand zu ihrem Schoss und streichelte ihre intimste Stelle. Wieder begann sie zu zittern und sie bekam eine Gänsehaut. Ihr Atem ging stockend. Sie hob ihre Hüften und liess sich langsam immernoch zitternd auf ihm nieder und nahm ihn dabei ganz in sich auf. Er küsste sie fordernd und hielt ihren Kopf. Sie liebten sich langsam und trotzdem aufreizend. Strudelten zusammen in dem Ozean der Lust. Kathy kam mehrmals hintereinander. Er staunte und freute sich dabei. Endlich viel auch Keanu in diesen ungestümen Taumel und hielt ihren Oberkörper so fest umschlungen, dass Sie fast keine Luft mehr bekam.
Lange hielten sie einander fest. Kathy öffnete ihre Augen wieder und sah in seine, die sie schon eine Weile betrachteten. Es war heisser Sex ja, aber da war noch viel mehr, etwas neues.
Sie sagten beide nichts, aber sie fühlten es. Nichts war stärker, als diese Liebe die sie in diesem Augenblick verband.
Kathy legte ihren Kopf auf seine Brust.
„Ich hab sowas noch nie gefühlt!“ Sagte sie leise und er sah dass sie Tränen in den Augen hatte.
Zärtlich strich er ihr übers Haar. „Ich auch nicht!“
Mehr konnte er nicht sagen, denn in Worte liess es sich einfach nicht fassen. Aber es war auch überhaupt nicht nötig. Beide verstanden auch ohne Worte.
Irgendwie war es jetzt einfach gut. Auch wenn sie beide natürlich immernoch Sorgen um Mason hatten, es erfüllte sie nun einen tiefen Frieden . Etwas, das tröstete und auch den Mut gab, alles auf sich kommen zu lassen, dass da noch in der Zukunft auf sie wartete. Etwas dass sie stark machte und ihnen tief im Innern die Gewissheit gab dass es Gut war.
Er drehte sich mit ihr langsam zur Seite und liess sie dabei nicht aus seinen Armen. Weil sie nun frohr zog er die Decke vom Fussende hoch und beide schliefen in dieser Nacht ruhig ein.
Am frühen morgen wachte Kathy als erste auf. Sie fühlte Keanus Hand auf ihrem noch flachen Bauch und musste lächeln. Wenn sie es nicht schon wäre, sie würde sicher jetzt von diesem wunderbaren Mann schwanger werden wollen. Langsam schob sie seinen Arm von sich herunter und stand auf. Heute war der Tag, wo Mason operiert werden sollte. Aber anders als gestern blieb sie bei diesem Gedanken ganz ruhig.
Sie ging unter die Dusche, zog sich an und ging leise in Masons Zimmer. Er schlief tief und fest und hatte Kims kleinen Affen im Arm. Sein haarloser Kopf steckte in Keanus Lieblingmütze die ihm viel zu gross natürlich in den Nacken gerutscht war. Trotzdem, er wollte Daddies Mütze tragen, obwohl er eine ganze Anzahl toller Käppies und Mützen in den letzten Tagen geschenkt bekommen hatte.
Sie strich im über die Wange und verliess das Zimmer wieder. Er war ja noch genügend Zeit, sie mussten erst gegen zehn Uhr in der Klinik sein.
Sie lag im Schwesternzimmer auf einer Liege, Keanu sass neben ihr, Kim und Patrizia warteten draussen.. Kathy spürte wieder, dass ihr Körper anfällig war. Seit Stunden warteten sie alle auf das Resultat der OP. Nachdem sie Mason in die Klinik gebracht hatten, tauchte auch Adrienne auf. Schweigend ging sie an ihnen vorbei und wurde von zwei Schwestern in Empfang genommen.
Zuerst kam die eine Schwester und erklärte erfreut, dass das Mark passen würde. Natürlich war sie alle darauf erleichtert. Dann geschah lange nichts. Irgendwann kam dann wieder die Schwester und rannte ohne etwas zu sagen den Flur hinunter. Dann erschien ein Assistenzarzt und berichtete, dass Mason ein Anestesiemittel nicht vertragen würde und er kurz einen Herzstillstand hatte, er jedoch jetzt wieder stabil sei. Darauf hin wurde es Kathy schlecht. Keanu hielt sie und als eine weitere Schwester kam, offerierte diese, dass Kathy sich im Schwesternzimmer hinlegen konnte. Und seither waren drei Stunden vergangen, ohne dass sie nochmals etwas gehört hatten.
Keanu knetete seine Hände und schaute aus dem Fenster. Er war genau so angespannt, wie sie.
Dann endlich kam Dr. Spencer im Schwesternzimmer. Kathy setzte sich auf.
„Mrs. Miller, bleiben sie doch bitte liegen!“
„Wie geht es ihm?“ Fragte sie.
„Er ist sehr geschwächt, aber er wird durchkommen. Ich will ganz ehrlich sein, die Medikamentenunverträglichkeit konnten wir nicht voraussehen. Er hatte einen kurzen Herzstillstand und als wir ihn dann zurückholen konnten und das Anestesiemittel wechselten, ging es besser aber nicht unbedingt gut. Sein Kreislauf war instabil und wir mussten bis vor zwanzig Minuten hart um ihn kämpfen! Wie gesagt, jetzt ist er stabil aber sehr geschwächt, wir haben ihn auf die Intensivstation verlegt!“
„Was heisst das denn nun genau?“ Fragte Keanu besorgt.
„Es bedeutet, dass das Mark passt, dass wir hoffen, dass er sich gut erholt und dass sein Körper das Implantat nicht abstösst! Er ist über dem Berg! Und es bedeutet, dass er sehr viel Glück hatte, wir hätten ihn um ein Haar fast verloren!“
Jeden Tag besuchte Kathy ihren Sohn. Erst, als er noch im künstlichen Komma war, hielt sie einfach nur seine Hand. Dann als er aufwachte aber noch zu schwach war etwas zu sagen, las sie ihm Geschichten vor. Dann jedoch musste sie nach einem weiteren Schwächeanfall einsehen, sie musste dem Rat ihres Gynäkologen endlich folge leisten und sich schonen. Sie lag nun oft bei geöffnetem Fenster im Bett und Keanu übernahm die Krankenhausbesuche.
Nach einer Woche hatte Christine mit Dr. Spencer die Rückkehr von Mason besprochen. Er war zwar noch nicht in der Lage das Bett zu verlassen, aber dank den Vorkehrungen zu Hause konnte er auch zu Hause zu Kräften kommen.
Jeden Tag kam Dr. Spencer vorbei, liess sich von Christine alle Einzelheiten erzählen und brachte die neuesten Testergebnisse mit. Langsam, sehr langsam ging es besser. Masons Blutwerte wurden von Tag zu Tag besser. Er begann wieder normale Portionen zu essen. Kräftig genug um das Bett zu verlassen war er aber noch lange nicht. Trotzdem, alle waren erleichtert, es schien so zu sein, dass Masons Körper die Krankheit überwunden hatte.
Kathy hingegen ging es überhaupt nicht gut, sie hatte andauernd Schwindelanfälle, musste sich zum Essen zwingen und war die ganze Zeit hundemüde. Sie versuchte krampfhaft ihren Zustand zu verbergen. Wenn Keanu in der Nähe war, lachte sie, machte Witze, ass und trank und ging in schnellem Tempo durchs Haus. Weil er sich nun, nachdem er die kleinen Fortschritte bei Mason gesehen hatte, wieder intensiv mit der Rolle von Johnny Stompanato auseinandersetzte, bemerkte er lange nichts. Sie spielte gut, und nachts war sie zugegebenermassen ausserordentlich anhänglich, darum schöpfte er weiter keinen Verdacht.
Christine hingegen konnte sie nichts vormachen. Sie beobachtete sie aber statt etwas zu sagen, ging sie dazu über, ihr besondere Frühstücksmenüs zu machen und liess sie nichts im Haushalt machen.
Juanita wurde von ihr angewiesen und den Rest erledigte sie so, dass immer alles gemacht war, wenn Kathy sich um etwas kümmern wollte.
Anfangs Februar war wieder ein Termin bei Dr. Lonegan dem Gynäkologen angesagt. Kathy ging zusammen mit Keanu hin. Er war aufgeregt, denn nun sollte man doch schon einiges auf den Ultraschallbild sehen können.
Mr. Lonegan untersuchte Kathy erst wie üblich. Tastete ihren Bauch ab, mass den Blutdruck überprüfte ihre Beine auf neue Krampfadern und dann machte er die Bilder.
Die ganze Zeit über sagte er aber nichts. Kathy schaute ihm zu, wie er den Bildkopf durch den Gel über den Bauch zog. Keanu beobachtete den Bildschirm.
Lonegan hob die Augenbraue und sagte:
„Das hier ist die Wirbelsäule, hier das Köpfchen und da die Beine. Ich werde nun den Oberschenkel messen dann können wir sehen, ob der errechnete Termin mit der Reifung des Kindes überrein stimmt!“
Keanu nickte und schaute auch auf das schlagende Herzchen. Die ganze Zeit hielt er Kathys Hand und sie konnte es sehen, er hatte glänzig feuchte Augen.
„Ja ich denke es bleibt beim zwölften Juli!“ Sagte Lonegan weiter und wischte mit einem Papiertuch Kathys Bauch sauber.
Als sie sich wieder angezogen hatte und sich neben Kenau auf den freien Stuhl vor dem Schreibtisch des Arztes setzte, schaute dieser sie mit hochgezoenen Augenbrauen an.
„Mrs. Miller , dem Kind geht es gut, ich muss präzisieren, noch gut! Sie sind immer noch untergewichtig, essen sie wirklich genügend und liegen sie auch oft, wie ich es ihnen schonmal geraten hatte!“
Kathy senkte den Blick und sagte: „Es war so viel Aufregung!“
„Hören sie, ich muss es ihnen nochmals sagen, sie sind eine sogenannte Risikoschwangere. Die Plazenta hat sich genau über dem Muttermund gebildet, das bedeutet, dass eine normale Geburt nicht möglich ist und es bedeutet zusätzlich, dass eine solche Konstellation dazu führen kann, dass sie eine Frühgeburt haben könnten, wobei das Kind durch die so platzierte Plazenta nicht mehr mit Blut versorgt werden würde. Eine Frühgeburt in diesem Fall würde automatisch den sicheren Tod für das Kind bedeuten!“
Kathy begann zu zittern.
„Was können wir tun?“ Fragte nun Keanu.
„Sie müssen mir versprechen, dass sie brav liegen werden, genügend und gesund essen und sich in jeder Hinsicht schonen! Keine Aufregung mehr! Und was sie angeht Mr. Reeves, seien sie sehr zart beim Geschlechtsverkehr, lassen sie ihre Partnerin spüren was sie fühlen, ja!“
„Wäre es nicht besser, ganz darauf zu verzichten?“
„Das muss nicht sein, die Gefahr für das Kind erhöht sich nicht, im Gegenteil, wenn die Mutter sich geliebt und wohl in ihrer Haut fühlt hilft es eher. Erst in den letzten Wochen nimmt man an dass das Sperma Wehen auslösen kann! Wie gesagt, noch ist alles in Ordung, aber sie müssen unbedingt besser essen und sie kommen von jetzt an jede Woche zur Kontrolle. Kopf hoch, das wird schon!
Ausserdem hab ich mitbekommen das Schlimmste mit ihrem Sohn nun ja Gott sei dank vorbei ist. Zusammen werden wir das Kleine da bestimmt gut auf dieser Welt empfangen!“
Keanu schaute zu Kathy und drückte ihre Hand die er die ganze Zeit gehalten hatte.
Sie schaute den Arzt an und fühlte wieder diese Angst, die sie seit Masons Erkrankung ständig begleitete.
Kathy sass stumm neben ihm im Porsche. Sie hatte Tränen in den Augen und fühlte sich nur noch schlecht. Keanu bemerkte es und legte seine Hand auf ihren Oberschenkel.
„Herz, komm schon, es wird schon gut gehen!“
Sie schluckte, schaute auf den Scheibenwischer der ununterbrochen gegen das Regenwasser kämpfte und dachte; dem geht’s genau wie mir!“
Er fuhr den Wagen zuhause direkt in die Garage, half ihr wie immer aus dem Auto und schloss die Verbindungstür zum Flur auf. Christine hatte sie schon gehört, stand vom Tisch auf wo sie gerade mit Mason ‘vier gewinnt’ gespielt hatte und wie üblich am verlieren war.
„Wie geht es?“ Wollte sie wissen und wurde augenblicklich ruhig als sie in das Gesicht von Kathy blickte. Diese sagte kein Wort, bog gleich ins Schlafzimmer zog sich aus und schlüpfte ins Bett.
Keanu setzte sich neben sie und strich ihr über die Wange. Ihre Augen füllten sich wieder mit Tränen, aber diesesmal konnte sie sie nicht mehr unterdrücken, sie drehte sich mit dem Gesicht zum Kissen und heulte hemmungslos. Keanu beugte sich über sie küsste ihre freiliegende Wange, streichelte sie.
„Kathy, es ist alles gut, es ist nichts mit dem Baby, bitte Liebes, glaub mir doch……. !“
Christine kam nun mit einer Tasse Baldriantee und sagte:
„Keanu, lass sie den trinken und dann komm hier raus, wir müssen miteinander dringend reden!“
Er nickte, fasste nach der Tasse und hielt sie Kathy hin.
„Trink das Herz, danach kannst Du vielleicht schlafen!“
Sie tat wie geheissen. Keanu küsste sie, strich ihr nochmals über die Wange und stellte die halbleere Tasse auf den Nachtisch, dann verliess er und Christine das Zimmer.
Mason hatte sich inzwischen den für heute versprochenen Kuchen selber aus der Küche geholt und schaute sich eine Folge von ‘vier Freunde’ im Fernsehen an.
„Lass uns ins Büro gehen!“ Meinte Keanu und Christine nickte.
Christine setzte sich in den Sessel der am Fenster stand während Keanu sich auf den Schreibtisch setzte.
Er erzählte ihr was der Arzt ihnen gesagt hatte. Sie nickte nur und fasste sich dabei an das Kinn.
„Keanu, ich glaube fast Kathy taumelt an einer Erschöpfungsdepression!“
„Meinst Du wirklich?“
„Ich bin kein Arzt! Aber ich mache mir nicht erst seit heute Sorgen um sie!“
Keanus Gedanken gingen zu seinem neuen Film. Es war jetzt Februar, im März wollten sie mit den Aufnahmen beginnen.
„Ich muss mit Erwin reden, ich werde absagen oder wir werden Stompanato ein weiteres mal verschieben, erstens kann ich nicht Arbeiten, wenn ich nicht weiss wie es ihr geht……“
„und zweitens braucht sie Dich jetzt! Danke, das werde ich Dir nie vergessen!“ Sagte Christine stand auf und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Er lächelte und sagte dann:
„Aber etwas anderes möchte ich jetzt tun!“
„Was denn?“
„Warts ab, ich brauche deine Hilfe, nein, nicht nur deine, ich brauche jede Menge Hilfe. Ich werde wohl jeden aufbieten müssen!“
Christine war gespannt, was wollte er denn jetzt?
Kim klopfte an die Tür.
„Mom, bist Du hier?“
„Ja Schatz, komm doch rein!“
Sie öffnete die Tür zu Patrizias Nähzimmer; ihre Mutter stand an der Nähbüster und steckte einen winterweissen Seidensatin zu einem Wasserfallwickelkleid. Kim schaute ihr zu wie sie den wunderschön weich fallenden Stoff geschickt über ein kleines Kissen dass sie offenbar vorher auf den Büstenbauch geheftet hatte, drappierte.
„Ein Hochzeitskleid! Mom, für eine deiner Kundinnen die schwanger ist?“
„Nicht ganz!“ Sagte sie mit einem wissenden Lächeln im Gesicht.
„Ein Hochzeitskleid für Keanus schwangere Braut!“
Kim setzte sich auf den Drehstuhl, der vor der Nähmaschine stand.
„Keanu?“
„Ja, Kim! Endlich!! Und schon in zwei Wochen!“
„Aber Mum, sie muss doch liegen und Mason ist ja auch noch nicht ganz gesund! Was haben die beiden sich denn da bloss gedacht!“
„Ja das dachte ich erst auch, aber was dein Bruder da im Geheimen plant, liegt glaube ich sicher drin. Kathy weiss davon nichts!“
Kim begann zu lächeln, das war so typisch Keanu. Wenn er sein Herz auftat und jemanden beschenken wollte, dann richtig!
„Also dürfte ich das jetzt auch nicht wissen?“
„Sagen wir mal so halb, ich denke er wird dir sicher heute oder morgen Bescheid geben, denn du sollst da auch was zu tun haben!“
Und dann erzählte Patritzia Kim in allen Einzelheiten, was Keanu sich in den Kopf gesetzt hatte.
Es war noch recht früh am Morgen an diesem ersten März. Kathy wachte auf. Keanu war offenbar schon aufgestanden und an der Tür klopfte es.
„Schon gut Christine, ich bin wach!“ Sagte sie. Die Tür öffnete sich und Dr. Lonegan trat ein, er trug eine weisse Arztschürze aber darunter einen Smoking. Kathy schüttelte den Kopf.
„Guten Tag Mrs. Miller!“
„Hallo Mr. Lonegan, was tun sie denn hier?“
„Schnell mal nachgucken wie es ihnen geht!“ Sagte er und öffnete seien Arzttasche, holte das Stetoskop heraus und hörte sie ab, dann mass er den Blutdruck und zu guter letzt stülpte er sich die Einweghandschuhe über und untersuchte sie noch Vaginal.
„Aber warum denn hier, ich habe doch um elf einen Termin bei ihnen!“
„Ja den muss ich leider absagen! Ich habe heute die Pflicht an einer sicherlich wunderschönen Feier dabei zu sein! Leider, darum bin ich so früh schon zu ihnen gekommen!“
Kathy schüttelte den Kopf, da stimmte etwas nicht!
Christine kam nun ins Zimmer. Sie hielt etwas hinter ihrem Rücken versteckt.
„Hallo Kathy, wie geht es dir denn heute!“
„Ganz gut!“ Christine schlüpfte zur Tür die in das Schrankzimmer führte und verschwand darin.
Inzwischen war Lonegan mit der Untersuchung fertig und bat Kathy aufzustehen und sich im Bad zu wiegen. Sie hatte diese Woche tatsächlich ein Kilo zugenommen.
„Na also, das ist wunderbar!“ Sagte er zufrieden.
Jetzt kam Patritzia ins Zimmer und fragte:
„Also kann es losgehen Dr. Lonegan?“
„Ich hab nichts einzuwenden! Es geht ihr gut und dem Baby auch!“
Mason schob nun seine Nase zur Tür herein und sagte:
„Tante Chris! Kannst du mir diese Fliege binden, ich schaff das nicht!“
Christine schob den Kleinen aus dem Zimmer und sagte lachend, „Gerne Mason, aber…..“ Mehr verstand sie nicht.
„Also kann mir jetzt jemand endlich sagen was dieser ganze Zirkus hier soll?“ Fragte Kathy inszwischen mehr als nur ein wenig verwundert.
Patrizia holte das Kleid aus dem Schrank heraus und hielt es ihr hin. „Ich hoffe, ich hab einigermassen deinen Geschmack getroffen!“
Kathy konnte nichts darauf sagen, so überrascht war sie. Keanus Mutter hielt ihr einen Traum aus Seide und Spitze vor die Nase und lächelte sie fröhlich an.
„Na komm, jetzt husch unter die Dusche, Christine bringt gleich alles was Du brauchst ins Bad! Der Hubschrauber kommt in einer Stunde! Und ich will dir doch noch helfen, dich zurecht zu machen!“
Eine Stunde später hatte Kim, Kathys Haare kunstvoll hinaufgesteckt, so wie Kathy das selber am liebsten mochte, sie hatte einen Hauch Blauen Lidschatten von Patrizia aufgelegt bekommen und sie tuschte ihre Wimpern vorsichtig mit wasserfester Wimperntusche. Die Lippen bekamen einen leichten korallenroten Gloss und dann hielt Kim Kathy das Kleid so hin, dass sie hineinsteigen konnten. „Das Kleid ist wirklich toll, Mom aber eigentlich ist es schade, dass nur Keanu heute Nacht das Darunter zu sehen bekommt. Kathy, wenn er dich heute nicht augenblicklich haben will, dann weiss ich auch nicht….!“ Meinte Kim lachend.
Der Hubschrauber landete vor dem Haus, welches von der Polizei abgeschirmt worden war und als Kathy mit Christine und Mason eingestiegen waren flogen sie in östlicher Richtung davon. Kim und Patrizia warteten auf den zweiten Hubschrauber.
Sie landeten an einem Bergsee im Yosemite Nationalpark. Es waren nur eine handvoll Menschen dort. Becky und Rob mit ihren Jungs, Erwin und seine Frau Joanna, Karina, Isabelle mit ihrer Mutter Brenda, Jeany und Toby, Laurence Fishburn und Carry-Anne Moss waren auch da und Sandra Bullock mit Jesse James.Aber damit hatte es sich schon. Am See stand ein Pavillion und gleich dahinter waren Liegestühle und Stühle platziert worden. Hinter ihnen ladete der zweite Hubschrauber.
Kathy bekam von Christine ein Brautstrauss mit roten Rosen in die Hand gedrückt und dann sagte sie:
„Los Mädchen, steig aus, viel Glück!“
„Danke!“ Sagte sie leise und setzte ihren Fuss auf den Teppich der vor ihr ausgerollt worden war.
Sie schritt Richtung Pavillion und im Hintergrund spielte eine Band den Hochzeitswalzer.
Keanu stand dort wo der Pavillion zum See hin offen war und ein Standesbeamter von L.A. wartete auf seinen Einsatz.
Kathy sah Keanu wie er in genau dem selben Smoking wie Mason gekleidet da vorne stand und wie Mason schnell an ihr vorbei huschte und sich neben ihn stellte. Sein braunen Augen hatten sie fixiert und es schien als würde er nur sie sehen.
Ihr Herz klopfte bis zum Hals als sie ihn erreichte. Jemand rückte von hinten dem Brautpaar Stühle zurecht. Sie setzten sich und die Gäste taten dasselbe. Von da an bekamen sowohl Kathy wie auch Keanu kaum mehr etwas mit was der Beamte der die Zeremonie begann sagte. Irgendwann räusperte sich Keanu und sagte laut: „Ja“ und dann tat das Kathy ebenfalls wobei sie es nicht laut sagen konnte. Mason hielt das Ringkissen hoch und als sie sich diese an den jeweiligen Ringfinger des anderen geschoben hatten, stand Keanu auf und kniete vor seine immernoch sitzende Braut und küsste sie hob sie hoch und sagte: „Falls es jetzt noch jemand nicht wissen sollte, meine Frau sollte eigentlich liegen, also werde ich sie jetzt zu den Liegestühlen da drüben bringen. Ihr dürft Ihr ausnahmsweise auch dort gratulieren!“
Alle applaudierten und lachten.
Das Fest war für die Gäste in vollem Gange. Es wurde an den Tischen die am Waldrand aufgestellt waren gegessen und daneben auch getanzt. Einen einzigen hatte sich das Paar gegönnt, aber mehr wäre unverantwortlich gewesen. Trotzdem es nur eine ganz kleine Feier war, liess es sich offensichtlich nicht verhindern, dass die Presse davon Wind bekam. Es war plötzlich während des Essens ein lärmender Helikkoper da und man konnte gut erkennen dass von dort aus gefilmt und Fotos geschossen wurden.
Kathy lag auf dem Liegestuhl und Kanu sass daneben und hatte Mason auf seinem Schoss der sich an ihn kuschelte. Vor einer Stunde hatten sie beide die Adoptionsurkunde unterschrieben. Mason war nun ganz offiziell auch sein Sohn. Seine kleine Familie hatte nun den Namen, den er trug! Das war es was er seit dem Geburtstag von Kathy unbedingt hatte haben wollen. Und Kathy, sie war ganz ruhig, aber er kannte sie inzwischen gut genug um zu wissen, dass sie ebenso gerührt war wie er.
Gegen fünf Uhr fuhr auf dem Feldweg eine Limusine vor. Keanu stand drehte sich zu Kathy, gab ihr einen zärtlichen Kuss und sagte:
„Herz, jetzt werden wir verschwinden!“
„Wohin?“
„Warts ab!“
„Und Mason?“
„Er wird mit Mom, Kim und Christine nach Hause fliegen!“
Keanu wollte sie wieder tragen, aber Kathy fühlte sich so gut, dass sie sich wehrte und neben ihm langsam zum Wagen lief.
Vier Stunden später landete ein Wasserflugzeug an einem gösseren Steg. Keanu hob Kathy auf und trug sie zu einem wunderschönen Blockhaus das an einem See in Kanada stand und hob sie über die Schwelle der offenstehenden Türe die von der grossen Veranda ins innerer führte. Sie war total überrascht und brachte kein Wort heraus. Das Haus sah aussen sehr einfach und gemütlich aus, aber innen war es zwar rustikal eingerichtet doch mit allem modernen Luxus ausgestattet.
„Das hier ist unser Reich, das habe ich letzte Woche gekauft!“
„Was hast Du?“
„Das ist mein Hochzeitsgeschenk, Herz! Ich dachte, dass wir einen Ort zum Ausspannen brauchen, irgendwo, wo wir alleine sind, auch wenn wir dann hier Ferien mit den Kindern machen werden. Und hierher kommt sicher kein Fotograf!“
Das war sicher richtig, schliesslich führte ja auch keine Strasse hierher. Dachte sich Kathy.
„Und was ist, wenn ich hier Probleme mit dem Baby bekommen sollte?“ Fragte sie.
„Keine Sorge, Schatz, Lonegan wird die drei Wochen, wo wir hier sind, auch hier sein, drüben, auf der anderen Seite des Sees.“ Er hielt sein Handy ihr unter die Nase und sagte: „Wann immer du seine Hilfe brauchen solltest, wir könne ihn rufen! Abgesehen davon, wir sind mit dem Boot da in nur zehn Minuten in Winnipeg.“
„Wie hast du denn das angestellt?“ Fragte sie ihn und lächelte.
„Was meinst du denn?“
„Na Lonegan hier her zu lotsen!“
„Ganz einfach, ich hab seine Frau davon überzeugt, dass er unbedingt mal Ferien machen sollte und ich da eine prima Idee hätte! Und sie hatte ihn schnell überzeugt, dass ich so gut zu dir schauen werde, wie ich nur kann, da glaubte er auch, dass dies für ihn Ferien sein werden und er wohl kaum Gelegenheit zur Arbeit bekommen wird.“ Sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht und küsste sie auf die Nasenspitze.
„Und übrigens, in zehn Tagen wird Mason dann auch zu uns kommen! Dann werde ich mit ihm eine kleine Tour mit dem Kanu machen! Das hab ich ihm versprochen und Dr. Spencer hatte auch keine Einwände dagegen, nachdem er ihn das letzte mal untersucht hatte.“ Sagte er inzwischen ziemlich käuchend.
Kathy schüttelte den Kopf . Er hatte sie inzwischen die fünf Stufen in den hinteren Teil des Hauses getragen und öffnete die letzte Tür des Ganges.
Ein grosses Bett mit gedrechselten Pfosten und apricotfarbener Seidenwäsche stand darin. Im Kamin brannte ein Feuer und auf einem Beistelltisch stand eine Bowle mit Früchen und eine Platte mit Lachshäppchen. „Ich darf doch keinen Alkohol trinken, Liebling!“
„Da ist auch keiner drin, Herz! Diane, die Haushälterin die uns verköstigt, weiss was du darfst und was nicht!“ Sagte er und legte sie sanft aufs Bett.
„Entschuldige bitte, ich….. also ich brauche erst eine Dusche, ich bin verschwitzt!“
„Hm! Glaub ich dir…… wenn du mir hilfst mich aus dem Kleid zu befreien, dann könnte ich dich doch begleiten!“ Sie drehte sich aufreizend auf die Seite. Er öffnete ihr den Reisverschluss und küsste ihren Nacken dabei.
„Es gibt hier einen Wirlpool Herz, den könnten wir einweihen?!“
„Einverstanden….“ Hauchte sie mit zittriger Stimme.
Das Kapitel ist ab 18:
Keanu drehte sie zu sich und half ihr aufzustehen während sie seine Fliege aufzog und langsam die Hemdenknöpfe öffnete. Er streifte ihr das Kleid von den Schultern. Raschelnd viel es auf den Boden. Sein Blick viel auf ihre weisse Spitzencorsage deren Schnürung über ihrem inzwischen kleinen Bäuchlein locker war. Er sagte nichts, aber sein verhangener Blick sagte alles. Sie öffnete ihm nun die Hosen und streifte ihm den Sacko ab, dann viel sein Hemd zu den anderen Kleidern. Er nahm sie an der Hand, lief mit ihr den Gang nach vorne und die Treppe hinunter. Dort öffnete er eine Tür und dahinter befand sich ein kleiner Wellnesstempel. Eine Sauna mit Kältebecken rechts, links der Wirlpool und ganz vorne ein Schwimmbecken an dessen Rand eine Fensterfront war wo man direkt auf den im Mondlicht spiegelnden See blicken konnte. Kathy lief dahin und stellte fest, die Fenster liessen sich öffnen. Im Sommer konnte man direkt ins Freie.
„Gott das ist ja wundervoll hier! Man vermutet niemals sowas wenn man oben ist!“ Sagte sie ganz erstaunt.
„Ja, du hast recht, genau so ist es mir auch ergangen als ich letzte Woche mit Rob hier war! Das Haus wurde von einem Baulöwen von Winnipeg gebaut. Als es fertig war, ist er gestorben! Es stand über drei Jahre zum Verkauf!“
„Es hat nie jemand hier gelebt?“
„Nein!“ Hauchte er ihr zärtlich von hinten ins Ohr und fasste an den Bändel ihres Corsetts um ihn zu lösen. Dann drehte er sie um und schob es über ihre Hüften nach unten.
„Keine Angst Herz, hier kann uns niemand sehen!“ Sagte er als sie ihn unsicher anschaute.
Er streichelte ihre Brust und blickte auf ihren kleinen Bauch. Langsam ging er in die Hocke und küsste sie dorthin streichelte ihn und sagte:
„Hallo, Schätzchen, ich sehe, du wächst unglaublich schnell! Ich bin wahnsinnig gespannt darauf, wie du aussiehst!“
Kathy lächelte. „Du wirst wunderschön sein, das weiss ich! Und ich verspreche dir, wir werden Mommy zusammen mit Mason ganz schön viel Spass machen und hie und da werden wir sie auch ärgern, ok!“ Sagte er weiter. Jetzt musste Kathy laut lachen.
Er stand wieder auf und drehte sie um so dass sie in die Spiegelwand auf der anderen Seite des Schwimmbeckens sehen konnte.
“ Bald werde ich wie eine wandelde Tonne aussehen!“ Sagte sie als sie sich dort betrachtete.
„Nein, mein Herz, du bist die schönste und heisseste schwangere Frau, die es gibt! Das wird auch mit einem grossen Bauch noch so sein!“
„Wirklich?“
„Ja wirklich, ich sollte unbedingt Aktfotos von dir machen, Herz, du bist wunderschön!“
„Du spinnst, ich will nicht in dem Zustand herumgezeigt werden!“
„Na hör mal, die sind nur für mich, wo denkst du denn hin?“
Und dann zog er ihr das Höschen runter.
Sie stand nun nackt vor ihm, nur die Haare waren noch hinaufgesteckt.
Er führte sie zum Wirlpool und liess sie hineinsteigen. Sie löste ihre Haarklammer und setzte sich in die eine Ecke und schloss geniesserisch die Augen.
„Ich wusste, dass es dir hier gefallen wird!“ Sagte er während er sich die Unterhosen auszog und sich zu ihr ins warme Wasser setzte.
„Ja es ist phantasisch ich liebe diesen Pool!“
Keanu grinste und dann küsste er sie. Erst ganz zart, dann als sie seiner einladenden Zunge gierig Antwort gab mit einem unbändigen Feuer.
Mit beiden Händen griff er nun an ihren Po und drehte sie, so dass sie ihre Unterarme am Wannenrand aufstützte und er begann mit der einen Hand sie an ihrer intimsten Stelle zu streicheln. Mit der anderen Hand fasste er an ihre Brust und begann diese zu massieren und die Konspe zu reizen.
Kathy zitterte und stöhnte und dann drang er sanft in sie ein.
Er legte seinen Oberkörper auf ihren Rücken und bewegte sich langsam in ihr.
„Bitte!“ Hörte er sie sagen.
„Ich will dir nicht weh tun!“
„Das tust du nicht, bitte Keanu!“
Er steigerte das Tempo und sie kam laut. Ihr ganzer Körper schüttelte. Dann war er am Höhepunkt angelangt. Langsam, ganz langsam löste er sich von ihr und legte sich neben sie in die Ecke. Sie drehte sich um und kuschelte sich in seine Armbeuge. Sie hatte einen so glücklichen Ausdruck im Gesicht; stellte er fest.
„Keanu, das war heute einfach unbeschreiblich schön, vom ersten Moment an am Morgen früh bis eben jetzt! Ich glaube ich war noch nie so ……. !“
„Glücklich vielleicht?“
„Ja, noch nie so glücklich, so verliebt, so liebevoll verheiratet und jemandem so nah wie heute! Ich danke dir!“
„Und ich danke dir, mein Herz. Ich liebe dich, weist du das! Es gibt nichts was ich mehr will als bei dir sein!“
Sie schaute ihn an, seine braunen Augen glänzten. Dann gähnte sie.
„Wir sollten wohl langsam schlafen gehen!“
„Geh schon vor, du findest deine Kleider oben im Schrank, ich schalte hier nur noch den Pool aus.“ Meinte er.
Kathy stieg aus der Wanne, zog sich den bereit liegenden Bademantel über packte ihre und seine verstreuten Kleider und ging hinauf.
Als er kurz darauf ins Schlafzimmer kam, lag sie im Bett und schlief.
Und als er nach dem er die Zähne geputzt hatte und in einen Shorty geschlüpft war, zu ihr unter die Decke kroch sah er, dass sie ihren süssen Babydoll an hatte und er begann sich schon auf den Morgen zu freuen.
Kurze Zusammenfassung: Keanu führt Kathy in den eigenen Wellnestempel der im Kellergeschoss ist. Dort lieben sie sich im Wirlpool und anschliessend gehen sie schlafen.
Kathy war wach und schaute auf ihren schlafenden Ehemann. Er sah gelöst und zufrieden aus. Nein sie würde ihn jetzt nicht wecken. Langsam kroch sie aus dem Bett ging auf die Toilette schlüpfte in ihre Pantoffeln die sie im Wandschrank gefunden hatte und verliess das Zimmer.
Sie öffnete die nächste Türe. Ein Gästezimmer oder vielleicht wenn sie es ein klein wenig umstellen würden ein Kinderzimmer? Das Fenster ebenfalls zum See. Sie schaute hinaus und sah, es hatte Schnee im Garten und ein paar apere Stellen, Schneeglöcken waren dort gewachsen und die Sonne strahlte an einem stahlblauen Himmel.
Die nächsten beiden Zimmer, rechts und links des Ganges sahen eins wie das andere aus. Doppelbett, Nachtische, Schrank und immer ein dazugehöriges kleines Bad mit Dusche und WC.
Dann kam sie an ein kleines Zimmer. Darin war ein Schreibtisch und eine grosse Bückerwand in der allerdings noch nicht viel Literatur gesammelt war. In der Ecke stand ein Computer mit Internetanschluss und Drucker. Telefon und ein Rollkasten der verschlossen war machten das Büro komplett. Sie schloss die Türe wieder und ging am Treppenhaus vorbei die fünf Stufen hinunter in das Wohn-Esszimmer. Lederpolstergruppe, Clubtisch, Kamin, ja das hatte sie gestern Abend schon gesehen. Der gosse lange Esstisch stand direkt vor dem Schiebefenster von wo man direkt auf die wirklich grosszügige Veranda gelangen konnte. Dann fand sie in die Küche. Diese war wie die in L A gross und gut ausgerüstet. Steamer, Backofen, Glaskeramikfeld waren nur der Anfang. Da hatte es eine neue Esspressomaschine und einen grossen Foodcenter und sogar ein Tepanjacki und ein Induktionswookfeld machte sie auf der Kochinsel aus.
Sie öffnete den Kühlschrankteil des Foodcenters und nahm Eier, Speck, Butter, Früchte und Milch heraus dann schaute sie in alle Kästen bis sie die Brotbox, Müsli und Marmelade fand und dann begann sie ein tolles Frühstück vorzubereiten und deckte den Esstisch für sie beide.
Noch immer schien Keanu zu schlafen. Also setzte sie ihre Erkundungtour fort. Sie ging in das Treppenhaus und schaute sich im oberen Stockwerk um. Dort hatte es nochmals zwei Zimmer. Diese waren etwas grösser und wären für Gäste noch idealer, denn dort hätten sie ihre Ruhe. Bestimmt würde Keanu einverstanden sein, dass die Kinder bei ihnen im unteren Stockwerk ihre Zimmer bekamen! Dann hatte es noch eine Türe und dahinter befand sie der Estrich. Dieser war leer. Ja man sah, hier hatte tatsächlich noch niemand gewohnt!
„Guten Morgen Kathy.Was machst du denn hier oben?“ Sagte Keanu als er sie im hintersten Teil des Dachgeschosses fand.
„Ich hab mir das Haus angeschaut und bin nun im Estrich gelandet.“Sagte sie und lächelte ihn an.
„Und?“
„Es ist wunderschön, Liebling. Fast schon zu gross für ein Ferienhaus!“
„Wir werden viel Ferien hier verbringen, das ist ganz sicher. Ich habe mir das so gedacht, wir werden in L A sein, wenn ich dort arbeite und wenn nicht, dann sind wir hier!“
Langsam gingen sie zusammen hinunter und setzten sich an den Tisch.
„Kathy, du solltest eigentlich liegen und nicht Frühstück machen!“
Sie lachte; „Ich fühl mich wunderbar und ich verspreche hoch und heilig, nach dem Frühstück leg ich mich wieder hin!“
Er drückte ihr einen Kuss auf den Mund und sagte:
„Bitte zieh dich nicht an ja!“
„Ah, warum denn nicht?“
„Ich dachte du weist dass wir in den Flitterwochen sind!“ Sagte er mit einem zwinkernden Auge.
Sie lachte und dann begann sie ihre Eier zu essen. Nachdenklich kaute sie und sagte dann:
„Und wie wird das mit Christine und mit Mason, er muss bald in die Schule?“
„Christine will bei uns bleiben, ich hab mit ihr gesprochen, sie wird mal hier, mal da sein, gerade so wie es ihr gefällt, auf jeden Fall wird sie eines der grossen Zimmer oben bekommen!…..
Und was Mason betrifft, ich dachte mir, dass wir ihn in L A in die Prinwoodschule einschreiben, die haben ein ganz ausgezeichnetes System, wir können für die Monate, die wir nicht in L A sind, eine Lehrkraft anfordern die ihn privat unterrichtet und er hat dann immer den Stand, wie die anderen Schüler seiner Klasse.“
„Prinwood ist sauteuer, Keanu und die Kids dort sind fast alle aus der reichen Ecke der Stadt!“
„Herz, wir sind auch reich, vergiss das nicht auch wenn wir beide das nicht wirklich wichtig finden und noch was spricht für Prinwood, Tim und Robbie sind seit ein paar Wochen auch dort.“
Kathy dachte darüber lange schweigend nach und sagte dann:
„Wie viele Wochen im Jahr arbeitest du wirklich in L A, Schatz. Also ich meine, die Zeit in der du wirklich anwesend sein musst?“
„Du meinst am Dreh und für Besprechungen und wenn ich mit Erwin was aushandeln muss?“
„Genau!“
„Das weiss ich gar nicht so genau, aber mehr als zwölf oder so, werden das wohl kaum sein!“
„Warum können wir dann Mason nicht in Winnipeg auf eine gute Schule schicken und ganz hierher ziehen, du bist doch immernoch Kanadier, wir hätten sofort die Niederlassung hier. Und wenn du und Erwin ein bisschen geschickt seit, dann können wir die Schulferien nutzen um L A unsicher zu machen?“
Er schaute sie etwas erstaunt an, sagte eine Weile nichts, strich sich durchs Haar und sagte dann:
„Herz, es gibt nur einen Grund der dagegen spräche, die Schule ist zuweit weg oder sie gefällt uns nicht.“
„Du hast gesagt, in zehn Minuten ist man in Winnipeg mit dem Boot!“
„Im Sommer ja, im Winter, da muss er dann anders über den See bis zum Haus, wo jetzt Lonegan drin wohnt. Das gehört übrigens alles auch uns!“
„Du meinst das ganze untere Seebecken?“
„Ja genau, und das Haus mit der dazugehörigen Garage, dort habe ich bereits eine Norton stehen.“Dann brach er ab strich sich wieder druchs Haar und sagte dann schmunzelnd:
„Das ist es Herz, das Haus bauen wir um und Kim bekommt eine schöne Wohnung darin; falls Mom will, machen wir auch eine für sie, mit dem Auto ist es von da nur etwa eine Viertelstunde bis in die Stadt.“
Sie nickte, „Das finde ich viel vernünftiger, hier kann Mason ganz normal aufwachsen, ohne den ganzen Rummel und L A bleibt trotzdem ein zweites Zuhause! Wann immer du dahin musst, oder wir Grossstadt- und Starrummelsucht bekommen sollten!“
„Gut Herz, das machen wir so, aber erst wenn unser Schätzchen auf der Welt ist.“ Er strich ihr über den Handrücken dann stand er auf und räumte den Tisch ab.
„Leg dich hin, Herz!“
Sagte er mit nicht wenig Nachdruck.
Sie schmunzelte, manchmal muss man einem Ehemann nur die Sache so auftischen, als hätte er die Lösung selber entdeckt!! Dachte sie und ging zufrieden zurück ins Bett.
Dort angelangt musste sie gar nicht lange warten. Er kam mit dem Rest der Lachsschnitten zurück schlüpfte zu ihr unter die Decke und dann genossen sie beide, dass sie die Freiheit hatten, mitten am späten morgen sich aneinander zu vergnügen.
Kathy schlief nach dem zärtlichen Intermezzo ein. Keanu stand auf, zog sich an und ging hinunter zum Bootshaus. Er schaute sich nochmals das Motorboot mit der kleinen Kabine genauer an als er ein anderes am Steg anlegen hörte.
Peter Marquest, der Mann von Diane stieg aus und zog sich seine Kappe vom Kopf.
„Hi Mr. Reeves! Ich komme mit den Glasfenstern, ich kann wenn es Recht ist sie noch heute montieren!“
„Hi Mr. Marquest, das wäre wirklich toll. Dann könnte ich meine Frau mal auf die Veranda betten!“
Peter nickte. „Bitte nennen sie mich Peter ja! Die Verglasung kann man dann nur mit einem Handgriff den Schienen entlang die ich auf der Brüstung anbringe auf die Seite schieben. Dann hat man kühle Luft im Sommer!“
„Gut Peter! Das ist ganz toll em und ich bin Keanu…. wie wärs mit einem Bier?“
„Wenn sie es Diane nicht sagen!“
„Werde ich nicht!“ Sagte er grinsend.
„Wissen sie Keanu, so von Ehemann zu Ehemann, die Frauen müssen ziemlich alles wissen, aber eben nur ziemlich!“
Diane wurde von ihrem Sohn am frühen Nachmittag zusammen mit ein paar Kisten Lebensmittel am Steg abgesetzt. Sie hatte mit einem Sackrolli bald alles in der Küche verstaut und begann zu kochen. Sie stellte alles in den Wärmeschrank und begann dann ihre Putztour im Haus.
Kathy war inzwischen schon lage wieder wach, hatte sich einen Hausanzug angezogen und es sich auf dem Sofa vor dem Kamin mit einem dicken Roman bequem gemacht, während Keanu Peter beim montieren der Fenster auf der Veranda assisistierte. Irgendwann dazwischen assen sie den feinen Stufato zu viert, nachdem Kathy unbedingt wollte, dass sie sich alle beim Vornahmen nannten und sie nicht wollte, dass sie alleine essen sollten.
Gegen fünf rief Erwin an und bat Keanu, am Computer seine E-Mails abzurufen. Es hatte einige Beiträge in der Presse und im Fernsehen über ihre Hochzeit gegeben.
Es waren immer die selben Bilder die aus dem Hubschraber geschossen worden waren. Man konnte Kathy auf dem Liegestuhl und ihn daneben mit Mason auf dem Schoss sehen. Die Kommentare waren zum Teil falsch aber auch nicht vielsagend! Man vermutete richtig, dass die Braut schwanger sei und sie offensichtlich etwas erschöpft gewesen sei. Dann identifizierte man Kathy eindeutig als die Begleitung des Disneylandausfluges im frühen Herbst des letzten Jahres und auch die Frau die Keanu leidenschaftlich im Mayflower geküsst hatte. Was die haarlosigkeit Masons betraf, wussten sie dann auch schon, dass dieser vor kurzem erfolgreich gegen Leukämie behandelt wurde. Einige vermuteten darum auch, dass Keanu seine Frau durch die Krankheit des Sohnes kennengelernt hatte.
Aber was Keanu am Meisten interessierte, ob man herausgefunden hatte, wo sie jetzt wahren, das konnte er nirgens lesen. Er war soweit zufrieden. Für die nächsten Tage hätten sie bestimmt Ruhe und wenn Mason und Christine dann eintreffen würden, würde der Tross der Fotografen natürlich wissen, wo sie waren aber dafür hatte er schon vorgesorgt. Peter Marquest hatte ein paar Männer engagiert die die Zufahrt auf der anderen Seeseite mit einem grossen Eisentor versehen werden. Es wären nur Luftaufnahmen möglich weil man ja eh noch ein Boot bis zum Haus brauchte und da der ganze untere Teil des Sees zum Grundstück gehörte, müssten sie bei ihm noch eine Erlaubnis diesen befahren zu dürfen einholen und selbst wenn sie dies nicht tun würden, ein Boot hört man lange bevor es hier ist. Was die Aufnahmen von oben betraf; die Veranda war so gut vor fremden Blicken von oben geschützt, dass es bestimmt keine sehr guten Bilder von seiner Familie geben wird.
Zufrieden schrieb er Erwin noch ein Mail und fuhr den Computer wieder herunter.
Die nächsten Tage verliefen wie erhofft ruhig. Diane kochte und brachte Lesestoff für Kathy mit und Kathy begann zu stricken was Keanu erst merkwürdig fand, als er aber das erste Babyjäckchen sah hörte er auf sie zu necken, denn sie konnte tatsächlich mit diesen Nadeln umgehen. Keanu las ebenfalls viel, allerdings waren es alles Werke, die mit möglichen neuen Filmproduktionen in Zusammenhang standen und wenn die Sonne lachte, sassen sie die meiste Zeit auf der jetzt vom Wind geschützen Veranda. Oft ging Kathy auch im Becken schwimmen, denn das hatte Lonegan ihr erlaubt als er sie mitte Woche ein weiteres mal untersuchte und selbstverständlich hatten sie auch genügend Zeit, ihre Flitterwochen zu dem zu machen, was sie sein sollten. Zeit für Zärtlichkeiten.
Ende der Woche schleifte Lonegan einen Sonografen ins Haus und machte dann den nötigen Ultraschall im Wohnzimmer. Alle schauten interessiert auf den Bildschirm und dann sagte Lonegan mit einem Lächeln.
„Also ich habs schon das letzte mal vermutet, aber sehen sie genau hin, da ist nichts zwischen den Beinchen!“
Kathy lachte Keanu an und sagte: „Na dann hast du jetzt deine Tochter, Liebling!“
„Hm!“ Sagte er nur denn seine Augen füllten sich mit Tränen.
Dr. Lonegan packte seine Sachen ganz ruhig zusammen. Keanu wischte sich mit dem Handrücken die Augen trocken und führte den Arzt aus dem Haus und kam dann immernoch merkwürdig verschlossen zurück.
„Liebling, was ist los, ich dachte doch du wünschst dir eine Tochter? Und jetzt reagierst du….. so verhalten?“ Sie blickte ihm direkt ins Gesicht. Er winkte ab und setzte sich in den freien Sessel neben dem Sofa, wo sie lag.
„Bitte, sag mir was los ist? Keanu! Bitte!“
Er schaute auf den Fussboden und knetete seine Hände.
„Ich freu mich auf das Mädchen! Wirklich, Herz aber……. ich hab Angst, vor ……!“
Kathy begriff. „Du hast Angst, sie und ich, wir könnten es nicht schaffen?!“
„Hm!“
„Du denkst an damals, an Jen und Ava?“
„Herz, nicht! Bitte………….. Ich dachte, ich könne es diesmal einfach nur geniessen, aber bei dir läuft es ja auch nicht ganz normal, ich meine, die Kleine kann nicht normal geboren werden. Du bekommst einen Kaiserschnitt und dann musst du die ganze Zeit liegen……… das alles macht mir einfach Angst, dass es auch diesmal nicht gut endet!“
„Komm her!“ Sagte sie und weil sie auch keine wirklich gute Antwort wusste, hielt sie ihn einfach lange an sich gedrückt. Ihr Bauch bewegte sich.
„Au!“ Sagte Kathy.
„Sie stösst dich?“ Sagte er.
„Ja, komm fühl mal!“ Sie nahm seine Hand und legte sie unter ihren Pulli auf den Bauch.
Wieder bekam dieser eine Beule und deutlich bewegte sich diese auf die linke Seite.
„Hallo Süsse!“ Sagte er noch immer mit einer zitternden Stimme. Mehr brachte er nicht heraus aber er war doch irgendwie ruhiger.
„Keanu, uns geht es gut und Lonegan wird die Kleine bestimmt gut holen!“
Er nickte und lächelte ein bisschen.
„Ich sollte mit Diane Masons Zimmer fertig einrichten, Christine und er kommen am Nachmittag!“ Sagte er nun bestimmt und schwor sich, nie wieder seine Frau mit seinen trüben Gedanken zu verunsichern.
Mason stieg voller Freude aus dem Wasserflugzeug und lief Keanu geradewegs in die Arme. Dieser fing ihn auf und hob ihn hoch. Er strich ihm über die nun doch wieder wachsenden blonden Haare.
„Daddy, das war supertoll, ich durfte sogar zum Piloten sitzen, und auf dem Flughafen in Toronto da hat mir einer der Fotografen sogar das hier geschenkt!“ Mason hielt ein kleines Modell des Wasserflugzeugs in der Hand.
„Hat er noch was zu dir gesagt?“
„Hm ja, er sagte zu Tante Chris und mir, dass er gerne mit dir reden wolle!“
„Hätte er wohl gerne! Aber das Flugzeug ist wirklich toll!“
Chris drückte Keanu einen Kuss auf die Wange und sagte:
„Hallo Schwiegersohn, wie geht’s dem Rest der Familie?“
„Jetzt bin ich für dich also dein Schwiegersohn?“meinte er beslustigt.
„Ich bin etwa soviel deine Schwiegermama, wie Mason dein Sohn ist!“ Sagte sie lachend und ging auf die Veranda wo Kathy sie lachend erwartete.
Keanu stellte Mason wieder auf die Füsse holte das Gepäck aus dem Flugzeug und verabschiedete gleich auch den Piloten. Welcher kurz darauf die Maschine wieder startete und zurück flog.
Mason war total begeistert von seinem neuen zu Hause. Er und Keanu streiften noch am selben Tag im Wald hinter dem Haus herum machten ein Feuer an der Feuerstelle im Garten und brieten zusammen Würste die Christine extra aus einem schweizer Delikatessenladen in L A mitgebracht hatte. So eine „Cervelat“schmeckte nur mit einem feinen Stück Brot wie ein Festessen, wenn man Hunger hat, und das hatten die Zwei.
Christine begann mit Kathy alles für das Baby vorzubereiten. Sie kaufte in Winnipeg nach Wunsch der Mutter Kleidung für die Kleine ein und dann bestellten sie übers Internett auch gleich die Einrichtung. Alles in zwei Auführungen, eine für L A und die andere für das Blockhaus.
Die vierzehn Tage mit der ganzen Familie vergingen wie ihm Flug. Keanu machte mit Mason die schon lange geplante Kanutour mit Übernachtung im Zelt, kochen auf dem Feuer und besuchen eines Indianermuseums das am See lag. Nur das baden im See dass eigentlich hier so Tradition war, liessen sie bleiben, denn Masons Gesundheit war noch immer geschwächt und der See war Ende März sehr kalt.
Am Freitag besuchte sie der Bürgermeister von Winnipeg und zeigte Keanu, Mason und Christine die Stadt. Kathy musste zu hause bleiben. Abe sie liess sich von den dreien alles ganz genau erzählen. Der Bürgermeister war natürlich sehr erfreut als Keanu ihm sagte dass sie beabsichtigen, den Wohnsitz von L A hierher zu verlegen. Er versicherte ihm, dass er für die Familie Reeves besonderes günstige Steuerkonditionen herausschinden würde und er sich auch darum kümmern würde, dass das Baby den kanadischen Pass erhalten würde, auch wenn es in L A zur Welt kommen wird. Dann zeigte er ihnen auch gleich die beste Schule der Stadt. Mason konnte sich alles ansehen, Christine stellte ein paar wichtige Fragen was den Schulalltag betraf. Als sie feststellten, dass die Schule eine gute Tagesstrucktur hatte und am Mittagstisch noch auf gesunde Ernährung geachtet wurde, waren sie sich sicher, Kathys Idee, Mason hier einzuschulen, war die richtige Lösung.
Fünf Tage später flog die ganze Familie zurück nach L A. Es war Anfangs April und Lonegan hatte den Termin des Kaiserschnitts auf Ende Juni gelegt. Etwas früher als der errechnete Geburtstermin.
In L A wurden die Zeit reichlich ausgefüllt. Kathy wusste, das Keanu mit seiner Angst ein weiters mal ein Kind verlieren zu können im Nacken lebte. Sie redete mit ihm und wollte, dass er sich ablenkte. So kam es, das Keanu nun doch mit auf die zweiwöchige Monsterpromotour für „Street Kings“ wie der Streifen neu hiess ging. Erwin war natürlich froh dass er ihn doch nicht überall entschuldigen musste und Janey hatte endlich wieder Arbeit.
Jeden Tag rief er an egal wo er war und wollte wissen, wie es Kathy ging. Dabei hörte er sich nicht glücklich an. Kathy lag oft auf der Terasse am Schatten, strickte,las oder hatte ihr neues Labtop auf dem Schoss. Sie arbeitete seit neustem von zu Hause aus wieder etwas für Bob Wilbour.
Bob kam täglich vorbei und zeigte ihr die neusten Bands die er promotete und lies sie die Kontakte zu den Veranstaltern machen. Oft blieb Bob etwas länger als nötig im Haus, er genoss es mit Christine in der Küche Kaffee zu trinken und hie und da blieb er auch zum Essen und hie und da spielte er zusammen mit Mason und Christine auch Mensch ärgere dich nicht.
Allen viel auf, das Bob Christine mochte. Und Christine mochte Bob wohl auch, nur sie hätte das nie im Leben zugegeben.
Es war ein Dienstag. Kathy stand kurz auf und ging ins Badezimmer. Als sie vor dem Spiegel Stand, spührte sie wie etwas warmes ihre Beine herunter lief. Sie verlohr Fruchtwasser.
„Chris!“ rief sie. Diese hörte sie noch im Bett liegend. Sie stand auf und lief zu ihr. Sah sofort was los war und sagte:
„Ruhig bleiben, ich rufe sofort Lonegan und einen Krankenwagen!“
Die Minuten wurden zu Stunden für Kathy aber der Notarzt konnte sie beruhigen, die Plazenta arbeitete noch und dem Kind gings gut.
Im Spital holte Lonegan sie mit zwei Schwestern gleich in der Notaufnahme ab. Christine bekam sterile Kleidung und Mason wurde von einer netten Schwester in ein Spielzimmer geführt wo er auf Patrizia und Kim warten konnte.
„Wir müssen das Kind holen, Mrs. Reeves!“ Sagte Lonegan. Kathy nickte nur. „Und weil wir einen Notkaiserschnitt machen müssen, ist eine Lumbalanestesie nicht möglich, das geht zu langsam!“ Wieder nickte Kathy. „Sie werden eine Vollnarkose bekommen!“ Sagte er und nickte der Schwester zu die ihr bereits die Kanüle gesteckt hatte.
Dann ging es sehr schnell. Kathy zählte brav bis zehn, kam aber nur bis sechs, dann war sie eingeschlafen. Man schob sie in den OP und Lonegan begann seine Arbeit.
Draussen war inzwischen Patrizia und Kim eingetroffen. Kim hatte mehrmals versucht Keanu zu erreichen. Aber sie kam nicht durch. So schickte sie ihm ein SMS: KOMM NACH HAUSE! LONEGAN HOLT DAS BABY! KIM
Keanu war gerade in Berlin an einer Pressekonferenz als Janey, die sein Handy hütete ihm von hinten im Publikum zuwinkte. Er wusste, sowas tat sie nur, wenn es nötig war.
Erwin erkannte die Situation und sagte ins Microfon:
„Wir bitten sie um Entschuldigung, aber wir müssen die Pressekonferenz an diesem Punkt abbrechen!“ Jemand fragte:“ Aus welchem Grund?“
Janey war inzwischen auf die Bühne gelangt und zeigte Keanu das SMS.
Keanu reusperte sich und sagte:
„Ich bitte sie um Entschuldigung, ich muss so schnell es geht nach Hause!“ Damit stand er auf und verliess den Saal.
Janey trat ans Microfon und sagte: „Es handelt sich um eine Notfall, wir bitten sie um Verständnis!“
Keanu auf der Gangway im JFK Airport in New York. Bald würde er in den Privatjet den Janey für ihn gechartert hatte einsteigen und direkt nach LA fliegen.
In Berlin hatte er noch mit Kim telefoniert. Aber sie konnte ihm dort noch nicht viel sagen, denn Kathy war noch immer im OP. So blieb ihm nichts anderes übrig als schnell diese Maschine zu erwischen die eine dreiviertel Stunde nachher nach NY abhob. Dank eines sehr fahrtüchtigen Taxichaufeurs schaffte er das knapp. Ohne Gepäck zwar, aber was solls, Janey wird es bestimmt zusammenpacken und mit nach L A bringen. Er versuchte mit seinem Handy Kim zu erreichen.
„Hi, Keanu!“
„Hi Kim!“
„Bruderherz, gratuliere, seit sechst Stunden ist sie da! Sie ist so süss und es geht ihr gut. Kathy ist noch nicht bei Bewusstsein aber Lonegan meint es gehe ihr auch gut. Keanu! Hörst du überhaupt zu?“
„Hm, ja doch!“ Sagte er und brachte weiter kein Wort heraus.
„ Die wollten wissen, wie sie heissen soll, aber Mom und Chris wissen genau so wenig wie ich!“
„Silvana, Patrizia, Christine Reeves.“ Sagte er.
„Woah! Was für ein Name!“ Lachte Kim, „aber er passt, sie sieht wirklich wie eine Prinzessin aus. Ich gehe jetzt in die Neonatologie, wo sie im Wärmebettchen liegt, und mache ein paar Fotos und schick sie Dir per MMS!“ Er hörte wie sie ging und eine Tür öffnete.
„Warum liegt sie in der Neonatologie?“
„Keanu, sie haben sie acht Wochen vor dem Termin geholt, sie ist gesund sagte der Kinderarzt, sie atmet gut aber sie ist untergewichtig und verliert leicht die Körpertemparatur. Darum liegt sie im Wärmebettchen. Sobald Kathy aufgewacht ist, werden sie sie zu ihr bringen. Ich häng jetzt ein und schick dir bald die Bilder. Wann bist du hier?“
„Bald, ich hab eine Privatmaschine, in zehn Minuten fliege ich hier weg.“
„Gut ich sag Bob bescheid, er holt dich bestimmt am Flughafen ab! By!“
„By Kim!“
Fünf Minuten später fibrierte sein Handy. Er schaute auf den Display und sah darauf ein kleines Gesichtchen mit schwarzen feinen Haaren und asiatisch geschnittenen Augen. Sie schlief und Mason stand neben dem Bettchen und hielt ihre winzige Hand! Dann kam ein zweites Bild wo Patrizia die Kleine auf dem Arm hielt und strahlte. Und dann kam ein SMS. MOM MEINT DAS DER NAME AUSGEZEICHNET PASST. KATHY IST AUCH AUFGEWACHT. ALLES BESTENS. WIR ERWARTEN DICH IN DER KLINIK. KIM
Sie hatte zwar keine Schmerzen mehr, aber sie fühlte sich trotzdem nicht sehr wohl. Irgendwie fühlte sich ihr ganzer Körper so an, als wäre er nicht sie. Der Bauch war deutlich kleiner aber noch immer unförmig und ihre Brüste schmerzten. Doch dafür hatte sie jetzt keine Augen. Sie hielt klein Silv in ihrem Arm und stillte sie das allererste mal. Die Stillschwester lächelte und sagte:
„Das machen Sie nicht das erste mal, man merkts! Da braucht es meine Hilfe wohl kaum noch! Ich geh dann und schau später noch vorbei! Kathy nickte nur um das Baby nicht abzulenken.
Silvana war ganz und gar Keanus Tochter, sie hatte die gleiche Augenform aus denen sie mit dem typischen Blau der Neugeborenen die Welt versuchte zu erfassen, den selben Haaransatz, die geschwungenen Lippen, die schmale, lange Nase nur dass diese wie bei allen Babies noch zu einem Stupsnäschen verlief. Aber etwas, das hatte sie von ihr, sie hatte die gleichen Ohren wie ihre Mutter und die langen, schmalen Hände nun da konnte man sich streiten, ob das nun von Kathy’s Genen her stammte oder von eher von den seinen. Lange betrachtete Kathy sie, sie war vernarrt in sie und wusste plötzlich, dass der für sie früher so merkwürdig klingende Spruch, dass eine Mutter für jedes ihrer Kinder eine Portion Extra Liebe parat hatte, absolut stimmte. Mason hatte sie nicht weniger lieb, er hatte einfach einen anderen Platz in ihrem Herzen. Heute war er schon bei ihnen beiden da gewesen und Kathy’s Befürchtung, dass er eventuell sehr Eifersüchtig reagieren könnte, hatte sich zum Glück nicht bestätigt. Mason fühlte sich sehr gross und er erklährte seiner Mutter immer wieder, was er seiner Schwester alles beibringen werde. Silv hat ein grosses Programm vor sich, wenn es nach Mason ginge.
Gerade als sie die Brust für die Kleine wechselte, ging die Tür auf und Keanu kam herein. Freudestrahlend blickte sie ihren Mann an und brachte nur ein einziges Wort herau: „Endlich!“ Er legte die mitgebrachten Rosen in das Spühlbecken und küsste sie ohne nur ein Wort zu sagen. Aber sein Blick sagte alles. Er war da wo er sein wollte und er schaute zum allerersten mal seine Tochter, die noch immer fest an Kathys Brust saugte an.
„Ist sie nicht süss?“ Fragte Kathy und blickte in sein Gesicht.
Er nickte: „Sie ist wunderschön und …..“ sagte er ganz leise „so klein!“
„Ja, das ist sie, sie ist ja auch leider ein bisschen zu früh gekommen, aber sie ist Gesund und sie wird schnell wachsen, sie trinkt ja auch gut.“
Keanu setzte sich auf den Bettrand und fasste nach dem Händchen das entspannt auf Kathys Brust lag. „Da muss ich wohl etwas mit ihr teilen!“
„Nur so ein paar Monate!“ Sagte Kathy und lachte. Silv war fest eingeschlafen und Kathy löste mit dem kleinen Finger das Vakuum im Mündchen, der nicht mehr saugte.
„Darf ich?“ Fragte er.
„Sicher!“ Sie hielt ihm seine Tochter hin und er hob sie vorsichtig hoch und legte ihren Kopf auf seine Schulter. Er wiegte sie und Kathy fragte:
„Du hat aufgepasst im Kurs!“ Er lachte. „Jein, ich hab Isabelle schon geholfen ein Bäuerchen zu machen und Robbie auch!“
Vorsichtig beugte er sich so, dass er trotzdem er seine Tochter auf der Schulter trug Kathy einen zärtlichen Kuss geben konnte.
„Ich hab Euch so vermisst, Herz und als ich das SMS von Kim erhalten hatte, da ….. ich glaubte meine Angst um euch würde mich umbringen! Gott was bin ich froh, dass es euch gut geht!“
Silv machte ihr Beuerchen und Keanu und Kathy lachten. Er hob sie von der Schulter und legte sie in seinen Arm.
„Sie gleicht dir so sehr, ich bin fast ein bisschen eifersüchtig!“ Sagte Kathy mit einem zwinkernden Auge. Er legte sie wieder in Kathys Arm und zog eine Kamera aus seiner Jackentasche die auf der Stuhllehne hing.
„Ich möchte für dein Medaillon ein neues Foto schiessen, Mason kommt bald mit Bob und Christine, Kim und Mom, sie wollten dass ich erst Zeit für Euch zwei alleine hätte!“
„Dann mach es mir doch ab!“ Keanu öffnete den Hacken und nahm es zu sich.
„Aber wir machen auch so noch ein paar Bilder!“
Kathy nickte, dann stand sie vorsichtig auf und legte Silv in das Wärmebettchen zurück.
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In den folgenden Tagen bekam Kathy in der Klinik viel Besuch. Neben Patrizia, Kim, Christine und Bill erschien auch Karina die ihre Nichte kennenlernen jeden Tag. Mason jedoch kam nicht oft, er hatte anderes mit seinem Vater zu tun. Keanu ging mit ihm zu Eishockeyspielen der Mighty Docks of Annaheim und er zeigte ihm danach, wie man den Stock richtig hielt. Ganz bewusst machte Keanu „Männersachen“ mit ihm und danach besuchten sie ihre „Frauenabteilung“ der Familie. Auch zu Erwin nahm Keanu seinen Sohn mit, dort gaben sie der Presse ein einziges Familienbild mit dem Zuwachs drauf und Keanu gab auf die wichtigsten Fragen Antwort. Natürlich wollte man viel mehr wissen, aber man kannte auch Keanu’s Art nur das zu sagen, was er wirklich preisgeben wollte. Keanu wollte, dass Mason schon jetzt langsam lernte, dass er beobachtet wurde. Der Kinderpsychiater, den sie seit der Erkrankung zugezogen hatte, riet ihm dazu ihn ganz langsam darauf vorzubereiten. Denn auch wenn sie sich noch so zu schützen versuchten, sie würden eine Familie bleiben, die von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Einen gesunden Umgang damit sollte Mason mitbekommen.
In den TV Kanälen kamen ein paar Aufnahmen als Keanu seine Frau und seine Tochter zusammen mit Mason vierzehn Tage danach abholte. Sie fuhren in die Hills und Christine erwartete sie schon in dem Haus.
Der Alltag mit dem Baby begann. Die Nächte waren kurz. Und die anfänglichen Nachtwanderungen von der Wiege zurück ins Bett und umgekehrt, gingen Keanu mit der Zeit ziemlich auf die Nerven. Darum packte er schon bald klein Silv und platzierte ein Kinderbettchen ohne Gitter gleich neben Kathy. So konnte sie nach dem Stillen die Kleine einfach in ihr „Fach“ zurücklegen, ohne dafür aufstehen zu müssen.
Überhaupt begann Keanu pracktisch zu werden. Er hängte auf der Terasse gleich neben der Küchenschiebetür eine Babyhängematte auf , wo Silv oft am Tag schlief und so viel frische Luft bekam. Christine die inzwischen den Haushalt ganz übernommen hatte, hütete sie oft, während Kathy begann treu die Rückbildungsgymnastik zu machen. Mason lernte von seinem Vater, wie die Schachfiguren hiessen und was sie für Züge machen durften und manchmal fragte Mason Keanu nach dem neuen Film, den er bald in Chicago drehen würde.
Keanu versprach dem Kleinen, ihn einen Tag lang ihn auf dem Set herumzuführen, wenns denn soweit wäre. Und das war bald soweit.
Ganze zwei Monate war Keanu weg. Und Mason flog wie versprochen mit Christine zwei Tage hin.
Voller Stolz kam er wieder zu Kathy nachhause und erzählte ihr, dass er auf dem Kamerawagen hätte sitzen dürfen, dass Dad unzählige Male immer die gleichen Sätze sagen musste und dass entweder der Mann mit der Mütze nicht zufrieden war oder dann Dad selber.
„Mommy, weisst Du was, ich möchte lieber filmen als spielen, wenn ich mal gross bin, solche Sätze andauernd aufsagen, das ist mir zu langweilig!“
Kathy lachte und küsste ihren Jungen.
Als Keanu wieder zurück in LA war, kam der Tag wo die kleine Familie definiv nach Kanada umsiedeln wollte.
Davor machten sie eine richtig schöne Familienfeier auf der Terasse.
Kim, Karina mit Ehemann, Patrizia, Chistine und Bill, Rob und Becky mit Robbie und Tim, einfach alle die für die Reeves wichtig waren assen am langen Tisch.
Mitten im Essen stand Keanu auf und sagte:
„Morgen fliegen wir in unser Blockhaus, Kim und meine Mom werden in ein paar Wochen folgen, dann sind wir nur noch ein paar wenige Wochen im Jahr hier. Trotzdem, ich hoffe wir werden jeweils hier wieder zusammentreffen.“ Er schaute fragend in die Runde.
„Klar doch!“ Meinte Rob.
Dann stand Bill auf:
„Christine und ich, na ja wir wollen die Gelegenheit nutzen Euch mitzuteilen, dass sie nicht mit nach Kanada kommen wird, wir haben….. um es kurz zu machen, wir haben vor in einem Monat zu heiraten!“
Ein raunen ging durch die Gesellschaft. Kathy stand auf und viel Christine um den Hals.
„Das ist ja ganz toll, ach Christine ich freu mich für Euch!“
Christine hatte sich eine Träne weggewischt und stand dann auch auf.
„Nun, also ihr wisst ich bin ja sowas wie die Grossmutter von Mason und auch von Silvana, ich tu mir schwer damit, sie nicht mehr so oft sehen zu können. Darf ich fragen, ob Bill und ich ab und zu in Kanada willkommen sind?“
Keanu lächelte sie an: „Liebe Schwiegermama, ihr beiden sind jederzeit willkommen, wir haben da ein wunderschönes Zimmer, wie Du weisst!“
„Danke!“ sagte sie und strahlte Bill an: „Jetzt wo das geklährt ist, …. freu ich mich nur noch auf dich!“
„Und wo wirst du dann schlafen Tante Chris, in dem Haus von Bill in seinem Schlafzimmer?“ Fragte Mason.
„Genau!“ Meinte sie.
„Und dann macht ihr da auch die Knutscherei, wie Mom und Dad?“
Bill schaute entgeistert auf Mason.
„So in etwa ja, sicher!“
„Aber gibt’s denn da bei euch auch ein Baby?“Bohrte er weiter.
„Mason ist wieder mal bei seinem Lieblingthema!“ Sagte Rob lachend, der sich an ein ähnliches Gespräch vor längerer Zeit erinnerte. Das Wochenende, wo sich Kathy und Keanu kennengelernt hatten.
„Nein Mason!“ Sagte nun Kathy.
„Warum denn nicht?“ Mason liess nicht locker. Da kicherte Robbie neben ihm und sagte:
„Wenn die Frauen alt sind ist da vielleicht etwas vertrocknet!“
„Was denn?“ Meinte er.
„Das Ding im Bauch wo die Babies drin wachsen, glaub ich!“ Meinte er und Tim guckte ungläubig in die Runde.
„Christine schaut nicht vertrocknet aus!“ Meinte er.
„Danke!“ Sagte sie und all mussten schallend lachen!
ENDE
Geschrieben von Chnuesi