Noemi
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 12.08.2009, 08:05    Titel: Noemi  

Kapitel 1



„Du hälst also nichts von einer gemeinsamen Zukunft?“...... Der Satz hämmerte in seinem Kopf ein weiteres mal herum.
Er sass auf seiner Norton, schaute auf die Ampel und lies das Motorrad aufheulen als diese auf grün schaltete.
Ariana.... seit Monaten hatten sie was am laufen, nein falsch, hatte sie was mit ihm am laufen und.... na ja er hatte die bereitwillige Frau einfach gewähren lassen. Und gestern, umringt von seinen weiblichen Freunden... alles Frauen die er irgendwann mal im Bett hatte und sie dann laufen liess, als er wiedermal merkte, das er sich nicht binden konnte. Ja gestern hatte sie die Frechheit gehabt dies beim Essen am Tisch im Chateau Marmont zu fragen. Er hatte sie leicht auf den Mund geküsst und seine Nervosität mit einer seiner Zigaretten versucht zu dämpfen. Die blöden Papps, die genau dann noch ihre Bilder schossen, die setzten der Scene noch das i Tüpfelchen auf.
„Nein Ariana, es wird keine gemeinsame Zukunft geben!“ hatte er trocken gesagt, und die anderen drei Frauen hatten wissend verschämt gelächelt!
Warum macht er das wieder und wieder, fragte er sich. Pflückte sich eine dieser um ihn herumschwirrenden Weibchen die sich wie Motten um das Licht um ihn herum versammelten. Um den Star der noch immer zu haben war. Keine dieser Mädels hatte ihn wirklich berühren können, nein... es ging immer nur um ... ja um was denn, Sex? Sicher ja aber nicht nur, nein .... Er wollte dieses Loch nicht spüren müssen, das sie hinterlassen hatte. Und nichts war besser um zu verdrängen, als eine williges Weibchen im Arm zu halten und nicht über das, was wäre wenn... nachzudenken.
Und genau damit hatte er sich eigentlich meist grosse Probleme eingehandelt. Frauen die immer irgendwann mehr wollten als das was er ihnen bot.
Oder schlimmer noch, jene die den Braten roch und sich einfach nahm, was sie kriegen konnte. Die wurde schwanger und dachte er würde sich binden. Es hatte ihn damals alle Kraft der Welt gekostet, sie auf Distanz zu halten. Aber..... er hatte es geschafft. Jen bekam ihr Haus und seine Aufmerksamkeit für das Ungeborene, mehr nicht. Nur die Rechnung ging nicht ganz auf. Es hatte ihn mehr getroffen als er je hätte zugeben wollen, als das Baby tot auf die Welt kam. Und hinterher liess sich nichts mehr kitten. Immerhin hätte er mit Jen eine überaus loyale Partnerin gehabt. Aber die wollte nicht mehr. Der Rest der Geschichte blieb ihm ein weiteres mal im Halse stecken.
Mit was hatte sein Nehmen und nicht wirklich Gebenwollen Verhalten eigentlich angefangen?

Nicht nachdenken Alter! So wollte er schon wieder in sich abblocken. Doch.... jetzt, hier auf dem Bike auf dem Freeway liess es sich gut denken. Nein, heute, an seinem fünfundfierzigsten Geburtstag war es endlich an der Zeit mal darüber nachzudenken, was er damals für ein Loch aufgerissen hatte, es mit Erinnerungen vollgestopft hatte und danach alles mit Beton zugegossen hatte.

Mit was hatte sein Verhalten angefangen?

Die Frage konnte er nämlich beantworten. Sicher. Nur.... verdammt, es schmerzt ihn immernoch.
Er hätte sie haben können, damals, das Mädchen.... das ihn geprägt hatte. Ihn verzaubert in dieser Hinterhofdisco anfangs Achtziger Jahre! Damals als er noch als ein ganz normaler Achzehnjähriger Los Angeles entdecken begann.
Seine Gedanken gingen zurück.
Er war alleine aus seinem Zimmer,das er damals bei Paul hatte, gegangen. Hatte seinem Stiefdad eine Notiz in die Küche gelegt und wollte einfach L A bei Nacht kennenlernen. Irgendwo draussen in Brentwood hatte er zwei Jungs kennengelernt und die schleiften ihn mit.
Es war ein heruntergekommenes Lokal, diese Disco. Aber die jungen Leute damals trafen sich dort und hängten herum, den Collegealltag zu vergessen.
An vieles konnte er sich nur noch vage erinnern, aber an den Blick als er sie das erste mal sah. Der hatte sich für immer in sein Hirn gebrannt.
Sie stand neben einem grossen Kerl. Er war bestimmt einer der ältesten in der ganzen Bude. Sie hatte Röhrchenjeans an und eine dieser damals breitschultrigen Blusen. Langes, leicht gewelltes, schwarzglänzendes Haar und sie blickte mit ihren grünen Augen direkt in seine. Er konnte es noch heute spüren, dieses elektrisierende Gefühl, das er damals wie vom Blitz getroffen empfand.
Er hatte sie den ganzen Abend von seinem Baarhocker aus beobachtet, hatte einen dicken Kloss im Hals gehabt und seine Schüchternheit hatte es nicht zugelassen, sich ihr auch nur ein bisschen zu nähern; und das obwohl sie auch die ganze Zeit neben diesem Kasten von Mann zu ihm herüber schielte. Wenn sie tanzte, dann nur mit dem Kasten und auch dann suchte sie immer wieder mit ihren Smaragtaugen die seinen. Sein Herzschlag setzte jedesmal aus...

Er hatte beim Baarkeeper bezahlt, seine Jacke gepackt und wollte gehen, denn... dieses Geschöpf des Himmels hatte einen Kerl...doch bevor er sich von den anderen beiden verabschiedet hatte, da stand sie plötzlich vor ihm.
„Hi..... !“ Sagte sie und biss sich auf die Unterlippe.
„... ich bin Noemi!...... Trinkst du mit meinem Bruder und mir ein Bier oder so?“
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 12.08.2009, 11:55    Titel:   

Kapitel 2
Der Bruder war also dieser Kasten. Das hatte ihm für den ersten Moment etwas geholfen.
„Ein Bier wär nicht schlecht!“ hatte er trotzdem nur leise herausgebracht.

„Und... wie heisst du denn?“ Wollte sie wissen.

„Keanu.“ Hatte er gesagt und wusste schon kaum ausgesprochen, das sie jetzt nachhacken würde. Mit dem Namen war man einfach gestraft, keiner kannte ihn, jeder sprach ihn falsch aus und immer wollte man wissen, woher er eingewandert war.

„Ah.. du hast eine hawaiianischen Vornahmen. So schön.... und ... kommst du auch von den Inseln?“ Fragte sie und er war total erstaunt.

„Em ja, also mein Dad ist halb Chinese, halb Hawaiianer. Aber, woher kennst du denn das?“

Noemi lächelte: „Ich war lange auf Maui in einem Internat! .....Und ihr lebt jetzt in L A?“ Wollt sie wissen.

„Nein... em nur ich, ich hab keinen Kontakt zu meinem Dad und meine Mom lebt in Toronto!“

„Canada.... wow! .... Em das hier ist übrigens Simon mein Bruder, ja und wir, also mein Dad kam mit seinen Eltern aus Deutschland, meine Mom mit Ihren auch!“
Ja das hatte er sich schon gedacht, Noemi und Simon... jüdischer gings ja nicht mehr!

„Und richtig,“ fuhr sie fort, „ich sehe es dir an was du denkst, wir sind jüdisch.“

„Hi Simon!“ Hatte er dem Kasten gesagt und ihm die Hand hingehalten, dieser nahm sie und lächelte. „Hy Ke... em!“ „Keanu“ Sagte Noemi und lachte! „Ok also Keanu!“
Er hatte lachen müssen und der Kasten hatte ihm ein Bier bestellt.

„Warum bist du alleine in L A... sag nicht jetzt das du Schauspieler bist und kurz vor deiner grossen Karierre stehst... Die ... also die Typen sind mir hinüber!“ Sagte sie und er... na ja was hätte er sagen können als die Wahrheit.

„Dann werde ich jetzt das Bier trinken und wieder abrauschen, denn ich hab gerade einen Dreh fertig!“ Sagte er leise und trank einen Schluck.

„Echt... also tust du nicht nur so, als wärst du ein Schauspieler, du bist wirklich einer?“

„Jep!“

„Und verdienen tust du damit wohl nicht viel!“ meinte der Kasten.

„Nö... nicht wirklich ! Aber der Film der wird glaub ich gut. „ Hatte er gesagt.

Noemi wollte wissen um was es in dem Streifen ging und er hatte den beiden dort an der Bar die Geschichte von 'Das Messer am Ufer ' erzählt. Und wie meistens wenn er von was begeistert war konnte er über sich herauswachsen und streifte endlich seine Schüchternheit ab; Noemi war an seinen Lippen gehangen, hatte mit glitzernden Augen zugehört und er.... er hatte nur noch sie gesehen bis zum letzten Satz. Da hatte Simon ihm auf die Schulter geklopft und gesagt:

„Mal ein Streifen wo sie etwas zeigen, das die Menschen endlich wachrütteln sollte!“ Meinte er und dann sagte er: „Schwesterlein, Zeit um nach Hause zu gehen!“

„Oh... wirklich?“ Hatte sie ihn gefragt.
Und er, er hatte den Mut gefunden: „Darf ich dich anrufen.... morgen?“

Worauf sie ihm lächelnd die Nummer und sogar ihre Adresse auf einer Serviette notierte.
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 21.08.2009, 15:11    Titel:   

Kapitel 3
Keanu sass an einem Sandwich kauend auf der Bank oberhalb dem Tobanga Canyon. Hierher hatte er sie dann gebracht. Genau.... mit einem gemieteten heissen Ofen, weil er noch kein Geld hatte für ein eigenes Motorrad. Er hatte sie angerufen, mit ihr abgemacht.... em...nein, wenn er ehrlich war, sie hatte mit ihm abgemacht, ihm, wie sie dann immer sagte die Würmer aus der Nase gezogen. Er war wirklich unglaublich schüchtern! Nun gut, also Noemi wollte mit ihm wegfahren. Und er hatte innerlich gejubelt, fuhr zum Haus der Rubinfelds und als er vor der Haustüre stand und klingelte, da wäre er fast gestorben. Es war dieser grauhaarige ältere Herr, mit den dunklen, zusammengewachsenen Augenbrauen. Der hatte ihn wie eine Zitrone ausgequetscht. Mr. Rubinfeld wollte wissen wer er war, was er tat und er hatte ihm in aller Deutlichkeit klargemacht, das seine vierzehnjärige Tochter bis zu ihrem achzehnten Geburtstag ein Mädchen bleiben sollte!
Noemi bekam er erst eine halbe Stunde später zu sehen. Sie war noch so jung damals. Das hatte ihn umgehauen. Denn so sah sie wirklich nicht aus. Eigentlich hätte er rechts umkehrt machen wollen aber.... dann kam sie in das Entre wo er noch immer mit dem Hausherrn stand und sagte:

„Dady, ich geh doch nur bis neun Uhr weg und Keanu wird mir ausser die Gegend gar nichts anderes zeigen. Und abgesehen davon.... sonst bist du doch auch nie so spiessig!“

Ihr Vater guckte sie ernst an, dann jedoch zwinkerte er mit dem Auge und sagte lächelnd:

„Kleine Maus.... Väter sind da um ihre Töchter vor bösen Männern zu schützen!“

„Aber Dady... Keanu ist doch kein böser Mann....!“ sagte sie lachend.

„Guck ihn dir doch an, der ist allerhöchstens ein lieber Kumpel.... und viel zu schüchtern dafür... abgesehen davon.... hast du ihm mächtig Angst gemacht!“

Worauf er total rot anlief und wirklich keinen Pieps mehr aus dem Mund brachte. Konnte ja sein das er total schüchtern war, aber er war kein Weichei... und abgesehen davon.... ER WOLLTE NOEMI ....das wusste er damals ganz genau!
Wie auch immer Rubinfeld lies sie beide ziehen unter der Bedingung das er sie punkt Neun wieder auf die Matte stellte.

Er hatte den letzten Bissen heruntergeschluckt und grinste vor sich hin.

Ja, so war das gewesen. Zwei volle Jahre lang war da nichts ausser das er und Noemi die restliche Zeit, die er neben dem Dreh noch hatte miteinander verbrachten. Sie gingen in die Hinterhofdisco tanzen, sie schauten sich Filme im Kino an, sie fuhren mit der Norton, die er sich inzwischen gekauft hatte in der Gegend herum und besuchten gemeinsam seine Freunde. Nichts sonst, obwohl er sich damals jedesmal, wenn er sie traf natürlich dies gewünscht hätte. Aber.... er hatte keine Chance so lange... bis der Vater seiner Tochter grünes Licht gab.... und genau dies tat der nicht.

Er drehte in der Zeit viel. Kleinere Filme für die TV Stationen und auch grösseres wie Bill und Ted. Na ja... dann war er meist sechs Wochen weg und jedesmal wenn er zurück in der Stadt war, wo er sich inzwischen bei seiner Schwester Kim eingenistet hatte, da war Noemi die erste die ihn anrief und mit der er auch mehr als nur zwei Sätze gesprochen hatte.

Und dann, ja dann war er auf dem Set für Point Break. Er lernte in den Wochen in L A plötzlich ne Menge toller Girls kennen. Ja... weil, nun weil er mit Bill und Ted doch inzwischen ziemlich bekannt geworden war und... na ja Noemi hatte er ein bisschen vergessen. Da war diese Susie, die machte ihre Beine schon breit bevor er etwas sagte und ... leider hatte er nicht die Courage gehabt nein zu sagen. Dummerweise war Noemi an dem Abend als das geschah unterwegs zu ihm. Sie kannte inzwischen ja auch Kim und konnte bei ihnen ein und aus wie sie wollte.

Er sah diese Scene immer wieder. Noemi klopfte an seine Zimmertüre, öffnete und schaute regungslos auf ihn und dann auf Susi, die rittlings auf ihm sass und ihn reitete.
Dann wurde sie weiss im Gesicht, schüttelte den Kopf und sagte leise:
„ Und ich dumme Kuh hab geglaubt, Du meinst es ebenso ernst wie ich?“ Sie drehte sich um und lief in die Küche hinaus.
Er hatte Susi von sich runtergeschoben und lief ihr nackt hinterher.
„Noemi! Es.... also ... das ist nicht so...!“
„Sag sowas nicht, weil es genau so ist.... sag mir nur eins, hättest du das auch gemacht, wenn wir zusammen geschlafen hätten?“
Hatte sie ihn in einem schneidenden Ton gefragt?

„Keine Ahnung?“ Hatte er geantwortet.

„Wer ist den dieses Girly?“ Fragte Susi und grinste in die Runde. „Guck mal nur wie die aussieht, wie ein richtiges Landei!“
„Das ist meine Freundin Noemi!“ Hatte er gesagt.
„Ach nein.. ich dachte das sei ich!“

Noemi zitterte, kämpfte aber dann begann sie doch zu weinen und sagte dann:
„By Keanu.... ich war deine Freundin ....ich möchte dich nie mehr wiedersehen!“
Und Susi lachte... lachte ... lachte ... er war nicht fähig gewesen sie zurück zu halsen, stand einfach wie ein Esel in der Küchentür... und er hörte noch heute Susi dreckig lachen.
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 22.08.2009, 17:02    Titel:   

Kapitel 4
Amanda war drei Tage später bei ihm vorbeigekommen. Ja Amanda... die mochte er noch immer von seinen Verflossenen am liebsten. Sie hatte was... das ihn sehr an Noemi erinnerte. Sie konnte so unbekümmert sein und sie hatte es genau wie er am liebsten einfach das Leben so zu nehmen, wie es kam.
Amanda hatte ihm auf den Kopf zu gesagt, das er total Scheisse aussah und das sie ihm nicht glaube, dass er nichts dagegen tun könne. Worauf er ihr nach langem hitzigen hin und her versprochen hatte etwas gutes für sich selber zu tun. Aber.... was zum Kuckuck sollte das sein. Reisen... das tat er schon von Berufs wegen viel zu viel. Na ja, er liebte es und es tat ihm ja auch gut aber da noch mehr auf dem Erdball herumzufliegen, das konnte nicht wirklich sein Problem lösen. Und mit den Freunden etwas unternehmen, das viel ihm echt inzwischen wirklich schwer, denn die meisten davon waren liiert. Was sollte der einsame Wolf mitten unter glücklichen Familienvätern und Müttern. Und was sollte er sonst tun, ausser arbeiten? Vielleicht mal wieder Musik machen, aber das lenkte eigentlich doch nur ab von seinem Problem.
Und was war denn sein Problem?
Er war einsam, er hatte genau das was er sich eingentlich im Privat Leben immer gewünscht hatte, nicht. Eine Beziehung die alle Stürme des Lebens ertragen würde und einen Stall voll Kinder. Wann immer er seit er denken konnte darüber nachdachte, wie er alt werden wollte, dann sah er sich eigentlich nicht alleine, sondern mit einer Familie.
Und... wie sollte er denn das Problem lösen? Die Frage machte ihm mit jedem Jahr das er mehr auf dem Buckel hatte Angst. Man kann die Liebe nicht erzwingen, oder? Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und den Fehler den man gemacht hatte ungeschehen machen! Und Noemi... wenn er sie denn überhaupt wieder finden würde, die hatte doch bestimmt längst eine eigene Familie und wartete nicht auf einen Versager wie er war! Und sie würde sich bestimmt nicht nocheinmal auf einen der nicht treu war einlassen, oder?

Trotzdem, mal sehen was aus diesem tollen Mädchen mit den atemberaubenden Augen geworden war, das reizte ihn eigentlich schon. Er hatte ja ein Labtop und einen Internetanschluss. Ihren Namen googeln, das war ja keine Hexerei und das er da etwas finden würde, das erwartete er eigentlich gar nicht als er sein Läppi hochfuhr.
Noemi Rubinfeld... unter dem Namen fand er nichts! Es gab offenbar keine die ihre Spuren im Netz hinterlassen hatte. Klar doch, er hätte es sich denken können. Aber.... konnte ein geschickter Schnüffler nicht auch eine Frau ausfindig machen, die vielleicht, da sie geheiratet hatte nun einen anderen Namen trug? Sicher, nur .... was würde er dann mit den Informationen machen, die er von einem Dedektiven bekam?
Zu ihr fahren, sie besuchen? Nein... sicher nicht... immerhin war er ja bekannt oder? Wenn sie ihn hätte kontaktieren wollen, dann hätte sie das längst tun können; seine Agentur konnte man im Netz finden. Ganz leicht!
Warum also nach ihr suchen? Fragte er sich wieder... einfach weil er es dann versucht hatte. Er könnte das Thema ein für alle mal abhaken! Genau....
Vielleicht könnte er ihr einen Brief schreiben?! Wär doch ein Versuch wert?
Wärend er so nachdachte hatte er auch Simon Rubinfeld gegoogelt. Und.... da waren drei. Der erste war ein Chemieprofessor in Wien. Der schied aus, da er auch zu alt war. Der zweite war ein Footballtrainer in Ohio und der dritte ein Teenager aus Aukland in Neuseeland.
Also das aus dem Kasten ein Footballtrainer geworden war, das konnte er sich vorstellen. Mal sehen ob man den im Telefonbuch von Dayton Ohio fand.
Und.... da hatte er ihn.
Simon Rubinfeld
48 Fergusonlane
08893452523

Er zückte sein Handy und tippte, em... aber was sollte er eigentlich Simon sagen, fragte er sich.
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 24.08.2009, 10:51    Titel:   

apitel 5
Lage hatte er nicht warten müssen, denn der Anrufbeantworter hatte sich eingeschaltet. Er hatte sich mit seinem Namen und der Telefonnummer gemeldet und Simon gebeten, ihn zurück zu rufen.
Warten... das war noch nie seine Stärke gewesen und so packte er sein Handy in die Hosentasche und beschloss mit der Norton mal wieder die 101 hinauf zu fahren!
Kühle Luft wirbelte um ihn herum und er hätte die Fahrt über die Steilküste bestimmt genossen, aber er konnte nicht, zu gespannt war er, ob er eine Rückantwort bekommen würde.
Als er oben in Santa Barbara an einer Bucht halt machte, da vibrierte das Telefon und er nahm ab.

„Hi!“ sagte er nur.
„Hi.... Keanu? „
„Ja .... spreche ich mit Simon Rubinfeld?“
„Genau...... unglaublich... also ich hätte nicht gedacht je wieder was von dir zu hören Keanu!...... „
Er räusperte sich und einen langen Augenblick war es ganz ruhig in der Leitung.
„Also hab ich wirklich den Bruder von Noemi angerufen?“
„Ja klar .... und warum, also ich meine weshalb....'“
„Ich.... „ Keanu reusperte sich wieder, „also ich wollte einfach mal wissen was aus ihr... em ... euch geworden ist?“ sagte er wahrheitsgemäss.
„Uh..... das weisst du nicht....Noemi lebt in Zürich.... sie ist dort Spörlis rechte Hand!“
„Wie bitte? Wer ist den Spärli?“
„Heinz Spörli... Ballett... Keanu, du hast sie doch so oft in die Stunden gefahren..... na ja, nachdem du .... em ja, diese Bettgeschichte hattest.... da war sie am Boden zerstöhrt... aber Dad hatte sie damit abgelenkt das er sie davon überzeugte dieses Vortanzen in Lausanne zu machen, sie trainierte hart in der Dance Akademie New York und dann hatte sie es tatsächlich bestanden! Tja.....und .... du, ich meine was macht ein Keanu Reeves Superstar wenn er garade nicht dreht?“
„Oh.... em na ja.... nicht viel... das was alle tun....sie ist also Tänzerin geworden?“Fragte Keanu nach.
„Ja.... sie hat diese ganze Hölle durchgemacht mit dem Resultat das sie dann in einem dieser kleinen Europäischen Balletteater als Gruppentänzerin zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben verdiente....... Dann hatte sie Gerhard geheiratet, machte eine Balletschule auf..... „
„Sie ist verheiratet?“ Sagte Keanu deutlich enttäuscht.
„Nein... sie war.... Gerhard war ein richtiges Arschloch... ein Ballettrainer der die Tüttüs zu sehr mochte.... wenn du verstehst was ich meine! .... Noemi liess sich scheiden und bewarb sich als Assistentin bei Heinz Spörli.... und da ist sie eben noch!“
„Und du bist also Footballtrainer?“ Versuchte Keanu Simon abzulenken.
„Jo.... genau aber nur Junioren......... Ich bin aber auch Ehemann und vier facher Vater!“
Sagte er lachend.
„Wow.... das tönt gut!“
„Keanu........ „fragte Simon mit angespannter Stimme“;was willst du wirklich?“

„Ich..... nun ich weiss es nicht.... ich bin gerade daran, das herauszufinden!“

„Hör zu..... sie hat ihr ganzes bisheriges Leben versucht dich zu vergessen.... weisst du das eigentlich?......... Scheisskerl....... versprich mir, dass du ihr nicht nochmal so weh tust!“ Sagte Simon und fuhr fort: „Segantinistrasse 135, 8049 Zürich, 044 3563356.“
Keanu notierte sich die Adresse.
„Simon.... ich weiss nicht was ich sagen soll.... gosh !“
„Dann sag am besten nichts!...... Ich würde nur gerne wissen, was daraus werden wird? Lass mich es wissen ja!“
„Ok... mach ich..... vielen Dank!“
Brachte Keanu nur noch leise raus und dann hörte er es knacken. Simon hatte aufgelegt!
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 24.08.2009, 16:53    Titel:   

Kapitel 6
Die Wohnung war klein aber immerhin, das Quartier war schön und die Bleibe bezahlbar. Sie hielt einen Moment inne bevor sie die vielen Stufen hinauf in ihre Dachwohnung stieg. Ganze elf Jahre wohnte sie schon hier. Wie die Zeit verging! Seit dem Tanzspektakel damals in Basel, wo sie Heinz Spörli kennen lernte und der sie sofort zur Assi machte war sie nun schon hier. Na ja, eigentlich war sie ja fast nur zum Schlafen hier! Der Job war anstrengend. Immer hinter dem Choreographen her und dann diese oft ziemlich zickigen Ballerinas umsorgen. So lief das. Das war übrig geblieben von dem Mädchentraum. Nicht ganz das was sie gedacht hatte. Nun ja.... Trübsal blasen war nicht ihr Ding. Sie schloss beim hochsteigen ihren Briefkasten auf und fischte die Post raus guckte sie aber nicht richtig an, sind eh nur Rechnungen, was den sonnst. Nein, bevor sie sich damit beschäftigen würde, wollte sie doch lieber Annemarie anrufen und den morgigen freien Tag was mit ihrer Freundin abmachen und anschliessend würde sie mal in die Wanne sitzen! Genau!
Und danach würde sie irgend was im Microwellenherd aufwärmen und todmüde ins Bett fallen!

Annemarie klingelte am folgenden Samstag morgen um neun Uhr an ihrer Tür.
„Hei..... Schlafmütze... mach mir doch auf!“ Rief sie durch die Tür. „Ich hab ne super neue heisse DVD für dich und die gucken wir uns gleich an!“ Sagte sie verschmitzt als Noemi die Tür noch im Pyjama öffnete. „Du glaubst nicht was ich da für ne Trofäe hab, ist zwar ne Code 1, aber bei dir spielt das ja eh keine Rolle! Du hilfst mir doch sicher, falls ich wegen der Sprache den Faden verlier!“ gackerte sie in der gewohnten weise weiter und lief gleich zum DVD Recorder.
„Mädel... dein Keanu... in 'The privat lives of Pippa Lee'“
„Nein!“ sagte Noemi kopfschüttelnd, „der läuft doch noch nicht mal in den Staaten!“
„Ja genau.... aber.... für was hat man Beziehungen.... ich hab Henry Sullivan vor einer Woche getroffen in New York und der hat sich direkt bei seinem Freund für mich bedient!“
„Wer ist den Henry's Freund?“ Wollte Noemi wissen.
„Ein Manager der Stoff heisst, der soll Keanu managen!“
Noemi nickte. An Erwin konnte sie sich doch noch erinnern. Keanu hatte sie mal mit ins Büro geschleift. Nur gut das Annemarie nicht wusste, wie sehr es ihr immer noch Mühe machte die Filme mit ihm anzuschauen. Sie erduldete die regelmässigen 'Attacken' die sie mit Filmen von ihm bei ihr durchführte, denn Annemarie war ein totaler Fan von Keanu. Als sie sich damals in Lausanne beim Prix de Lausanne kennenlernten, da war das noch nicht so, aber später dann, als Point Break in den Kinos anlief, da wollte Annemarie unbedingt den Patrick Swazye sehen und das, obwohl sie ihr gesagt hatte, das dies kein Tanzfilm sei! Und Annemarie war total hinüber, als sie ihr gesagt hatte, wer ihr Freund gewesen war und seither war für Annemarie Keanu eben 'Noemis Keanu'!
Aber abgesehen davon... Annemarie war ein Goldschatz. Und... sie war ebenso solo wie sie selber. Also... war sich Noemi gewohnt neben der schmachtenden Annemarie zu sitzen und mit halbwegs geschlossenen Augen jeden neuen Keanufilm zu gucken.
Wie oft hatte sie schon innerlich geflucht, das dieser so berühmt geworden war und damit ein vergessen seines Ausseren absolut nicht möglich war! Regelmässig war er auf der Leinwand zu bewundern oder zierten sein Antlitz irgend welche Kinozeitschriften.
Gerhard hatte sie immerhin davor etwas geschützt, der mochte Keanu nicht und in seiner Gegenwart wurde eh kein Spielfilm geguckt, da wurde getanzt, getanzt, getanzt bis die Zehen bluteten und wärend sie übte, da vögelte er die ganze Truppe durch!
„Arschloch“.. sagte Noemi leise.
„Was, Keanu ist doch kein Arschloch!“ Fragte Annemarie sie zurück.
„Nein ich meinte Gerhard.... aber Keanu war auch eins... genau wie der Rest der Männerwelt ausser meinem Dad und Simon!“
„Möglich das du recht hast, treu können sie ja nicht sein....aber einen süssen Knackarsch angucken, darf frau alleweil!“ Meinte Annemarie lachend und stubste sie.
„Und ich gebe Gift drauf, heute würdest du den nicht zwei Jahre lang eingepackt lassen!“
„Da könntest du allerdings recht haben!“ Meinte Noemi und lachte mit.
In ihrem inneren aber war ihr gar nicht zum lachen zu mute.
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Beitrag Verfasst am: 24.08.2009, 19:41    Titel:   

Kapitel 7
Chris (Keanu) beugte sich gerade über den liegenden Hund auf dem Bildschirm und Pippa (Robin Wright Penn) schaute verunsichert der Scene zu. Noemi guckte auf und schaute hin, ja er sah einfach immernoch wansinnig gut aus.... nein falsch, er sah noch besser aus als früher, denn jetzt war er ein gereifter Mann. Ihr Herz machte mal wieder Purzelbäume und bevor sie noch in Tränen ausbrechen würde, griff sie zur Fernbedienung und hiel den Film an.

„Ich brauch mal was zu trinken Annemarie, du auch?“
„Ach ein Kaffee wär nicht schlecht jetzt!“ Meinte diese und Noemi setzte sich in Richtung Küche in Bewegung. Auf dem Weg viel ihr Blick auf den Stapel Post die noch immer unberührt auf der Kommode bei der Wohnungstür neben den Schlüsseln lag.
Ein Couvert blitzte unter den Geschäftsbriefen hervor. Die Adresse war mit einer alten Schreibmaschine getippt worden. Merkwürdig, wer schrieb denn noch mit Schreibmaschine. Sie zog den Brief heraus und drehte ihn um.
Absender: KCR in L A.
Das konnte doch nicht wirklich sein? Dachte sie.
„Hei, geht die Kaffeemaschine nicht mehr Noemi?“ Fragte Annemarie die nun ebenfalls bis zur Wohnungstür gekommen war.
„Doch..... !“
Mit zitternden Händen riss sie das Couvert auf , glitt der Wand entlang auf den Boden und las.

Liebe Noemi!
Ich glaub jetzt könnte ich mich bereits glücklich schätzen, wenn Du tatsächlich diesen Brief geöffnet hast und ihn nicht gleich in den Abfall geworfen hast, oder?
Bestimmt fragst Du Dich was ich nach so vielen Jahren von Dir will. Nichts, sei versichert gar nichts. Mich hat nur die Neugierde gepackt. Ich will wissen was aus Dir geworden ist.
So habe ich einfach mal aufs geratewohl im Internet gesurft und dabei tatsächlich Simon gefunden. Dieser war so net mir Deine Adresse zu übergeben und nun frage ich mich seit ein paar Tagen, was ich mit der Information tun soll? Erst wollte ich tatsächlich gleich in ein Flugzeug steigen und Dich in Zürich besuchen! Aber.... das ist wohl doch ein bisschen viel aufs Mal, oder? Zumal ich ja gar nicht weiss, ob Du noch immer wütend auf den dummen Typen bist, der damals ein zu Schwanzgesteuerter Idioten abgab?
Also hab ich meine alte Hermes hervorgeholt, denn ich bestitze noch keinen Drucker für meinen Computer. (Ich bin da ein hoffnungsloser Fall, brauche den Compi eigentlich fast nur zum Schachspielen und um Sportresultate nachschauen).
Wie wäre es, wenn ich Dich in Deiner Wahlheimat besuchen käme. Ich würde selbstverständlich in einem Hotel absteigen und ich würde Dich nur zu einem Kaffee irgendwo in der Stadt, vielleicht am See einladen. Mehr nicht! Könntest Du Dir das vorstellen?

Würde mich über eine Antwort wahnsinnig freuen

Keanu

PS: 00065 3453436 Ein SMS geht bedeutend schneller als die Post!

„Was ist das denn?“ Fragte Annemarie.
Wortlos hielt Noemi Annemarie den Brief hin. Die las ihn und schüttelte den Kopf.
„Wahnsinn.... und er schreibt toll, ich meine es hört sich doch an, als würde er noch immer an dich denken!“
„Ich weiss nicht? Aber.... ich kann nicht!“
„Und wie du kannst Frau... du kannst da hin gehen und einen Kaffee mit ihm trinken und den Dingen ihren Lauf lassen. Mensch.... was soll denn schon schlimmes dabei passieren!“
Noemi atmete tief durch.
„Jetzt sag bloss das du ihn noch immer liebst?“
„Ich weiss es doch nicht, ich meine, ich krieg noch immer Herzklopfen wenn ich an ihn denke aber, vielleicht verschwindet das ja, wenn ich feststelle das er ein Ekel ist?“
„Niemals... Keanu ist niemals ein Ekel und das weisst du am allerbesten! Das einzige was er getan hat, diese Tussi zu nah an sich zu lassen, aber... du liest das ja selbst, der hat das wohl schon tausendmal bereut!“
„Das sagst aussgerechtnet du!“
„Ja das sage ausgerechnet ich.... Noemi..... gib dir, dem Glück und diesem Mann eine Chance! Du verlierst nichts dabei!“
Annemarie hielt Noemi ihre Hand hin und zog sie vom Boden auf die Beine.
„Aber jetzt trinken wir erstmal einen Kaffee und gucken Pippa fertig! Soviel Zeit muss sein!“
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 25.08.2009, 07:44    Titel:   

Kapitel 8
Hi Ke
Komme gerne für einen Kaffee. Wann bist Du in der Stadt?
Noemi

Sollte sie das jetzt abschicken?
„Jetzt mach schon!“ Drängelte Annemarie.
„Guck mal, das ist nicht zu kurz?“ Fragte sie ihre Freundin.
„Ein SMS ist kein Brief und auch keine E-Mail, es ist eben eine Kurznachricht, das muss schon reichen!“
„Na gut!“ Sagte Noemi und schickte es an seine Nummer.

„Keanu... das Casting für Passengers läuft, ich habe Nancy gesagt, dass du Petra Sommers für dafür beauftragen willst und sie hat gleich grünes Licht gegeben und fängt am Montag damit an.“
Erwin schaute Keanu fragend an.
„Ok.... das bedeutet das wir Mitte November endlich wissen werden wer im Dezember alles auf dem Set stehen wird!“
„Genau!“ Sagte Erwin.
Keanus Handy meldete: „You've got mail!“
„Entschuldige Erwin, darf ich?“
Dieser zuckte mit den Schultern.
Keanu las Noemis SMS und ein sanftes Lächeln zog über sein Gesicht. Er hielt inne und schüttelte seinen Kopf.
„Erwin, kann ich das ganz dir überlassen, ich fliege morgen nach Europa!“
„Was.... spinnst du jetzt, mitten in der Vorbereitungsphase, das ist dein Projekt, du bist der Produzent.... du kannst jetzt nicht weg!“
„Ich muss... wirklich Erwin!“
„Sag bloss , ist wieder was mit Kim?“
„Nein, nein.... Kim geht es bestens!“
„Was musst du dann da drüben so dringend erledigen?“
Keanu schwieg, schaute aus dem Fenster, zog sich eine Zigarette aus der Schachtel und zündete diese an, dann sagte er:
„Ich muss eine alte Geschichte bereinigen!“
„So so... du musst eine alte Geschichte bereinigen!........... Diese Geschichte ist hoffentlich weiblich und endlich eine die nicht nur das Prädikat geldgierig und ruhmsüchtig ziert!“
Erwiderte Erwin verschmitzt lächelnd.
„Erwin.... du gehst zu weit!“ Sagte nur Keanu grinsend.
„Ah.... dafür kenne ich dich schon zu lange... nein, nein, es ist nötig das dir da mal einer ein bisschen Dampf macht!.... Kenne ich sie?“
Keanu nickte.
„Wirklich? Und du sagst alte Geschichte. Wie alt.“
„25 Jahre.“
„Was so lange... moment....da hattest du doch diese kleine dunkle, blauäugige, süsse.... em wie hiess die doch gleich... Spiegelfeld.... ja irgendwas jüdisches nicht?“
„Noemi Rubinfeld... Erwin... du hast ein ausgezeichnetes Gedächtnis!“
„Nein Keanu.... die vielen die folgten, da müsste ich passen, das ging eindeutig zu schnell meistens. Aber diese Noemi.... „
Erwin setzte sich auf seinen Bürosessel und sagte:
„OK..... ich übernehme das, ich hoffe so wie du das willst. Ich wünsch dir viel Glück.“
Keanu nickte nur und tippte in sein Telefon.

Mittwoch 25. Oktober! Kaffee Odeon?

Und stand auf.
Kaum hatte er seine Lederjacke angezogen da kam ein weiteres SMS an.

Odeon, nein da sind zu viele Menschen! Vor allem zu viele „warme“ Menschen! Lach
Das Mandarin beim Bahnhof Stadelhofen, findest du ganz leicht! Kennt jeder Taxichauffeur!

Und er antwortete:
Mandarin 14:00h 25. Oktober. Ich bin da!

Annemarie, ich muss Heinz anrufen, ich muss am Mittwoch Nachmittag frei bekommen!
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 31.08.2009, 11:45    Titel:   

Kapitel 9
Sie sass schon seit zehn Minuten an einem Bistrotisch vor dem Kaffee Mandarin und blickte auf den Bahnhof Stadelhofen hinüber. Es war erst viertel nach eins, aber sie war früher gegangen als sie erst vor hatte. Was für ein verkorkster morgen. Nichts passte wirklich. Wiedermal waren die Tänzer der tragenden Rollen ecklig. Dieser Natalie ja der hatte sie heute klaren Wein einschenken müssen:
„Natalie... nein das wird kein Bas de deux... bestimmt nicht, eher ein Bas de trois und Heinz will da das du das mit Emil und Sandro tanzt.“
Wieder schüttelte die Ballerina genervt den Kopf.
„Noemi, warum kann er das mir nicht selber sagen ich mag sowas modernes einfach nicht und dann noch in den blöden Pjyamas!“
„Beruhig dich hey, jetzt nochmals von vorne und bitte mit einem jetté ecarté sonst sieht die Piruette danach merkwürdig aus und danach lass deinen Hintern an Emil wackeln! Es soll erotisch wirken!
Natalie rümpfte die Nase hielt sich an Emils Hand fest und begann völlig demotiviert von vorne.
Jetzt drehte sich Noemi genervt um, packte ihre Spitzenschuhe und begann sie sich zu schnüren.
„Ok Natalie, ich bin zwar mit meinem Knie längst keine Ballerina mehr, aber ich kann es dir zeigen!“ Sie stand auf , stellte sich auf die Spitzen guckte Sandro an und machte den kleinen Sprung und drehte sich vor ihm im Kreis bis sie stillstand und dann ihren Po aufreizend an Sandros Bein drückte.
„Em... ja aber..!“
Sagte Natalie.
„Was denn noch!“ Japste Noemi die für eine solche Darbietung wirklich nicht mehr über genügend Training verfügte.
„Na guck mal! Du machst das immernoch ganz passabel!“ hatte eine tiefe Männerstimme im Hintergrund gesagt.
„Heinz!“ sagte sie stockend, noch immer nach Atem ringend.
„Hm ... Noemi.... danke!“ und zu Natalie gerichtet sagte er mit Nachdruck: „Ich hab es absolut nicht gerne, wenn meine Truppe die Anweisungen von Noemi nicht befolgt. Sie hat das Zeug dazu und das wissen wie man meine Ideen am besten umsetzt! Habe ich mich klar ausgedrückt. „
Natalie nickte und stellte sich erneut auf.
„'One room upstairs' wird herausvordern, uns und das Publikum, dessen bin ich mir bewusst, aber.... Ballett sollte nicht stehenbleiben, muss mit der Zeit gehen und ein bisschen Brakedance und Raeggeton schadet dem Klassischen Ballett absolut nicht!“
Sagte er und hielt Noemi ihre flachen Sneakers hin. „Was macht dein Knie, sowas solltest du doch nicht mehr tun!“
„Ich weiss Chef!“ Sagte sie und nahm ihm die Schuhe ab.
„Also macht das ganze nochmals von vorne! Ja..“
Danach war sie langsam aus dem Saal gegangen.. Für sie war Feierabend. Eigentlich hatte sie schon lange genug davon. Immer wieder die neuen einführen, ihnen die Spezialitäten von Spörlis Choreographien einzutrichtern und jedesmal von den Spitzentänzern angezweifelt werden, weil sie dachten sie könne das nicht! Warum machte sie das eigentlich noch. Vielleicht liesse sich als Kellnerin besser Geld verdienen?
Die Zeiten waren vorbei, wo sie dieses Gefühl überwältigte über das Parkett zu schweben und den Leuten anzusehen wie ihnen beim zusehen ihrer Piruetten fast schwindlig wurde; ihr jedoch nicht.
Nein, sie war fast vierzig, es war Zeit was ganz anderes in Angriff zu nehmen!

Das Taxi hatte beim Bahnhof gehalten. Keanu bedankte sich und stieg aus. Er betrachtete das Gebäude genauer und fand es äusserst interessant, ein altes kleines Hauptgebäude, wohl aus dem vorletzten Jahrhundert mit klassizistischen Saulen und Kapitellen an den Ecken und dahinter die Perrons und die Gleise ganz modern gedeckt mit Beton, doch dieser sah erstaundlich leicht aus. Sowas hatte er schon mal gesehen, ja in Spanien, dieses moderne Museum in Valencia!
Dann drehte er sich und blickte geradewegs hin zum Eingang der mit den Buchstaben Mandarin geziert war. Es war noch zu früh, erst zwanzig nach eins. Genügend Zeit um sich innerlich auf Noemi vorzubereiten!
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 01.09.2009, 10:20    Titel:   

Kapitel 10
Na ja vielleicht könnte sie doch einfach mal gucken wo es offene Stellen hatte. Immerhin war sie ja jetzt schon so lange in der Schweiz und sie hatte ja auch das Bürgerrecht durch die Heirat mit Gerhard, war wohl das einzig wirklich positive das davon übrigblieb.
Wärend sie so nachdachte, setzte sich ein Mann an den gegenüberliegenden Tisch mit dem Rücken ihr zugewandt und verdeckte ihr die Aussicht auf den Bahnhof und nahm ihr auch die wärmende Oktobersonne. Typisch... mal wieder! Dachte sie. Der Mann hatte einen abgetragenen Cordveston an trug einen ziemlich abgewetzten Filzhut und darunter lugten lange Haare heraus die bestimmt seit Monaten nicht mehr einen richtigen Schnitt bekamen.

Er hatte sich entschlossen sich draussen an die Nachmittagssonne zu setzen, denn er dachte sich, das man wohl hier auch nicht mehr in den Kaffees rauchen durfte. Abgesehen davon war es schön sich die Sonne auf den Pelz strahlen zu lassen. Die Frau hinter ihm, die war wunderhübsch, hatte ihre Haare streng zu einem Knoten hinaufgesteckt und leider sass auf ihrer Nase eine Sonnenbrille, bestimmt hatte sie auch schöne Augen, nur so schöne wie Noemi wohl wieder nicht! Apropos, was guckte er sich schon wieder eine Frau genauer an, er war mit Noemi verabredet! Himmel noch mal!

Noemi guckte ein weiteres mal auf die Strasse vor dem Bahnhof, es hatte schon viele Menschen da, aber keiner der im entferntesten Keanu ähnlich sah. Was solls, beruhigte sie sich selber. Es ist ja auch noch viel zu früh!


Noemi, ob sie noch immer so wunderschöne lange schwarze Haare hatte? Und wie würde ihr Gesicht wohl aussehen, mit ein paar Mimikfalten, die sie bestimmt inzwischen haben musste?

Lis die Kellnerin kam zu Noemi:
„Hi Noemi.... your'e late today!“ Sagte diese in fliessendem Englisch, denn Lis wollte ihre Sprachkenntisse auffrischen und eine gebürtige Amerikanerin kam ihr da gerade recht.
„No Dear... in fact, I am too soon, you see I do not work this afternoon, I am wai....!“ (Nein meine Liebe, in Wahrheit bin ich zu früh, weisst du ich arbeite diesen nachmittag nicht. Ich wart...)

Der Mann vor ihr hatte sich abrupt umgedreht und sagte aus dem bärtigen Gesicht: „Noemi! Wow..“
Er hatte richtig gehört! Diese hübsche ist sie doch!

„Hi Keanu!“ Brachte sie nur heraus.
„..... was denn, Keanu.... Keanu Reeves? Das .... als das gibts doch nicht, nicht in einem Zürcher Strassenkaffee?“ Japste Lis und hatte weitaufgerissene Augen!
„Em ... oh... also bitte Mr. Reeves, setzen sie sich doch hierher und .... also mein Chef wird bestimmt einverstanden sein wenn wir ihnen beiden Kaffee und Kuchen oder sonst was offerieren dürfen!“ Sagte sie und fragte sich, woher Noemi einen Filmstar kannte.
„Gerne!“ Sagte er und stand auf, rückte einen Stuhl zur Seite und setzte sich an Noemis Tisch.
„Du trägst die Haare wieder lang, wie damals!“ sagte sie.
„Hm... ja, damals hatte die Frisöse am Set das sagen, sie mussten lang sein für den Ted!“
Sie lächelte und spätestens jetzt hätte er sie auch so erkannt. Die Grübchen hatte sie noch immer.
„Ja... darum hatten sie auch einen schönen Schnitt drin und du musstest dich wohl nicht selber rasieren?“
„Ertappt!“ Sagte er nur kurz und lachte. „Abgesehen davon, mein Bartwuchs war da noch nicht so doll!“
„Hm.... ich weiss!“ entgegnete sie und legte ihre Brille auf den Tisch.
Dieses Grün gibts nur einmal, dachte er.
Lies kam mit dem Geschäftsführer und zusammen servierten sie etwas das wie ein Apfelkuchen aussah und dazu zwei Capuchinos.
„Hm... zürcher Pfarrherrentorte!“ Sagte Noemi und verdrehte die Augen.
„Natürlich Frau Rubinfeld und selbstverständlich auf kosten des Hauses!“ Meinte der Chef und zu Keanu gewandt: „Wir fühlen sehr geehrt! Guten Apetit!“
„Vielen Dank auch!“ sagte er
„Die musst du geniessen, die machen sie hier selber!“ Sagte Noemi und lächelte.

Er stach ein Stück ab und kostete.
„Hm... wirklich gut!..... Machst du mir den Gefallen und öffnest den Haarknoten?“Sagte er.
Sie schaute ihn fragend an.
„Bitte!?“doppelte er nach.
„Warum?“
„Ich möchte sehen wie du aussiehst!..... ich meine, ich ...“
Sie griff sich an den Knoten und zog eine nach der anderen Haarnadel heraus und ihre leicht gelockten nicht mehr ganz schwarzen Haare fielen langsam auf ihre Schultern.
„Ich bin grau geworden!“Sagte sie und zuckte mit den Schultern.
„Ein bisschen, aber es gefällt mir! Ich übrigens auch, vor allem im Bart!“
Sie schmunzelte. „Es gefällt mir auch!“
„Echt?.....“
„Es macht aus dir einen gereiften Mann!“
„Poah... wirklich?“
Sie nickte und nippte an ihrer Tasse.
Er schob sich ein weiteres Stück Torte in den Mund und trank ebenfalls etwas vom Kaffee.
„Warum wolltest du mich jetzt sehen...... ich meine, gerade jetzt?“ Fragte sie ihn wärden sie sein Gesicht genau studierte.
„Ich hatte einen denkwürdigen Geburtstag.... ich hab Bilanz gezogen....und so einiges hat mir dabei nicht gefallen!“
„Aha... und was hat das mit mir zu tun?“
„Darüber möchte ich nicht hier sprechen Noemi.... lass uns den Kuchen aufessen und dann ein paar Schritte tun, ok?“
„Gut!“ Sagte sie und fühlte wie ihr Herz bis zum Hals klopfte!
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 01.09.2009, 13:52    Titel:   

Kapitel 11
Unten am See waren zwar auch viele Leute, aber die Promenade war trotzdem einladend um einen Spaziergang zu unternehmen. Noemi schlug ihm das vor.
Er ging eine ganze Weile neben ihr her ohne etwas zu sagen, schaute entweder auf den Boden oder in die Weite über dem Seespiegel. Und sie dachte instinktiv, das sie ihm die Zeit geben musste, bis er reden würde.
„Wärst du meine ..... meine Freundin geblieben... wenn ich damals nicht mit ihr gevögelt hätte?“
Fragte er sie.
„Keine Ahnung Keanu. Ich war damals so jung.... sechzehn und ich weiss selbst das ich eine etwas zu romantische und naive Vorstellung hatte! Hättest du das denn gewollt?“
Er zog den Hut aus und fuhr sich nervös durch die Haare.
„Das kann ich weder mit ja noch mit nein beantworten!“ Meinte er. „Lass mich ausholen ja!
Ich hab eigentlich erst begriffen, so wirklich weisst du, was ich ...... verloren hatte, als du wirklich weg warst. Du hast mir wahnsinnig gefehlt Noemi. Aber ich hätte das damals nicht zugegeben. Statt dessen........nun da waren andere Mädchen.“
„Verstehe!“ sagte sie nur und lehnte über das Geländer das den See vom Weg trennte.
„Ich habe es versucht zu verdrängen!“
„Was?“
„Na ja das ich dich vermisst habe!...Noemi... !“
„Hm?“
„Mir ist in diesem Sommer bewusst geworden das ich davon gelaufen bin.... Damals dachte ich, ich würde mich wieder verlieben, schliesslich gibt's genug schöne Frauen... Aber.... so war es nicht.“
„Nicht?“
„Nein!“
„Und all die Frauen... da war keine.... die haben dir nichts bedeutet?“
„Nein, nein.... so war das nicht, zu einigen habe ich noch heute eine freundschaftliche Beziehung, aber .... da war nie sowas wie wir hatten! Verstehst du!“
„Wie... was meinst du mit 'was wir hatten'?“
Er schwieg einen Moment, dann drehte er sich am Geländer zu ihr und sagte:
„Wir hatten viel Spass, wir lachten viel..... manchmal haben wir nichts gesagt und trotzdem hätte ich wetten können, das ich wusste was du dachtest! Und du hast meine wirren Gedanken damals einfach verstanden! Kannst du dich daran erinnern? Mit dir konnte ich Stundenlang über ein Thema diskutieren und dir wurde das nie zuviel. Du hast dich nie beklagt ich würde zu schnell mit dem Motorrad fahren, du hast meine Freunde gemocht, mich überall hin begleitet, dir war nichts zuviel und wenn du trotzdem mal wütend warst, dann hatte das immer einen einleuchtenden Grund.“
„Das ist lange her...“ Sagte sie nachdenklich.
„Ja stimmt!....... du möchtest nicht herausfinden, ob das noch so sein könnte?“
„Ich weiss es nicht? Ich fühle mich überrumpelt!“
Er knetete seine Hände und stiess sie dann in seine Hosentaschen.
„Vielleicht bedeute ich dir ja schon lange nichts mehr!“ Sagte er deutlich enttäuscht.
Sie drehte sich zu ihm um, sah ihn an und er sah dass sie feuchte Augen hatte.
Sie schüttelte langsam den Kopf, schniefte, drückte dann ihren Handrücken gegen die Stirn und wischte sich die Träne die sich gelöst hatte weg.
„Nein... Keanu, so ist es nicht.... „
„Wie dann?“
„Ich hab viel Zeit damit verbracht dich aus meinem Herzen zu reissen.... !“
Sagte sie ehrlich.
„.... es hat nicht geklappt!...... und jetzt hab ich einfach Angst weil ich nicht weiss was kommt! ..... ich mein....“
„....ich könnte dir wieder weh tun?“
Sie nickte.
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 02.09.2009, 11:47    Titel:   

Kapitel 12
Er nickte auch, fuhr ein weiteresmal durch seine Haare und setzte sich den Hut wieder auf.
„Vielleicht ist es besser, wenn wir einfach mal diesen Nachmittag miteinander verbringen!“
Sagte sie und blickte ihn betreten an.
„Ich meine.... man kann nicht einfach über zwanzig Jahre ausblenden und da weitermachen wo wir da waren, findest du nicht?....“
Er nickte wieder. „Gehen wir weiter?“ Wollte er wissen und hielt ihr den Arm hin.
„Gerne!“ Sagte sie und hackte sich bei ihm unter.
„Und wohin kommt man denn hier?“
„Ans Zürichhorn und von da könnten wir in den Botanischen Garten, dann zurück mit dem Schiff und dann... „
„Das klingt gut... da kann man auch einen Happen essen oder!“
„Ja, da hat es ein kleines Selbstbedienungsrestaurant!“
Unterwegs kamen sie noch am Chinagarten vorbei und machten dort einen kurzen Halt. Noemi zückte ihr Handy und schoss ein paar Bilder von ihnen beiden und dann erkannte jemand Keanu trotz seines Bartes.
Er gab ein Autogramm und liess sich ablichten und beobachtete Noemi, wie sie gedankenverloren sich den kleinen Park ansah. Mindestens das war noch immer so, er konnte sie lesen, er wusste in ihr brodelte es. Sie dachte über sich und ihn nach!
Wieder auf der Promenade, stupste er sie und rannte davon. Sie begann zu lachen und folgte ihm, doch er war plötzlich verschwunden. Ha.... ja das hatte er damals auch hin und wieder gemacht.
Sie guckte hinter jedem Baum, schaute auch in die Seitenstrasse und als sie nach ein paar Minuten ihn immer noch nicht entdeckt hatte, stand er genau so rätselhaft schnell wie er weg war plötzlich vor ihr und hielt zwei Vanillecornets in der Hand.
„Na... du bist doch immer noch so ein Zuckermäuschen, willst du eins?“
Fragte er sie neckisch.
„Gerne!“
Er öffnete das Eis und hielt es ihr hin. Sie öffnete ihren Mund und schlecke daran und er strich ihr sanft mit seinem Daumen über die Wange.
Und wieder klopfte ihr Herz wie wild. Ja... sie konnte es nicht leugnen, er hatte noch immer eine unglaubliche Wirkung auf sie.
Er hatte deutlich ihre Reaktion wahrgenommen. Na also, dachte er und musste innerlich grinsen.
„Es gibt hier doch ein gutes Theater!“ Lenkte er bewusst ab.
„Hm... ja, das Schauspielhaus“ Sagte sie nachdenklich... „magst du Bruno Ganz?“
„Was für eine Frage, der ist ein sehr guter Schauspieler!“ Meinte er.
„Er spielt gerade in 'Warten auf Godot'!“
Keanu guckte sie fragend an.
„Du veräppelst mich jetzt nicht, oder?“
„Nein... wirklich, warum?“
„Ganz ... hast du „der Untergang“ gesehen!“
„Ja...klar...“
„Er war unglaublich... man hat total vergessen das es nicht Hitler war! Er hatte jede noch so kleine Gestik hinbekommen, verhielt sich genau wie Hitler, jedenfalls das was man so im allgemeinen auf den alten Filmen sehen konnte, einfach ungalublich!Ein wahnsinnig unter die Haut gehender Film nicht?“
„Stimmt!Aber auch in 'Brot und Tulpen' hat er mir sehr gefallen!“
Keanu nickte.
„Er ist in den Staaten total unterbewertet! Ich meine ihn könnte man in einem Atemzug mit Pacino oder Nickolson nennen! .... und abgesehen davon, ich mag das Stück von Beckett sehr.... wen spielt er denn?“
„Hm ich glaub den Estragon... aber sicher bin ich nicht... aber es ist natürlich in Deutsch!“
„Ah..... Noemi.... spielt keine Rolle, ich kenn das auswendig... könnten wir wohl noch Tickets bekommen?“
Noemi lachte, er konnte sich noch immer wie ein kleiner Junge für etwas begeistern.
„Mal sehen?“
Sie zückte ihr Handy, stellte die Nummer ein und wartete.
„Ja hallo, ich wollte fragen ob es noch Tickets für die Beckettvorstellung heute Abend gibt?......
Rubinfeld... wirklich nicht ... schade“
Sie schüttelte den Kopf, er schaute sie enttäuscht an, dann nahm er ihr sachte das Handy aus der Hand und sagte auf Englisch:
„Hey Mister,hier spricht Keanu Reeves, können sie mir mal den Intendanten geben...... danke.......“Keanu wartete einen Moment dann redete er weiter: „Ja guten Tag.... richtig, freut mich.... em sehen sie ich bin nur heute und morgen in der Stadt und ich würde wahnsinnig gerne Mr. Ganz in der Rolle sehen, lässt sich da wirklich nichts machen?.... Sehr gut.... nein, zwei Personen, ich bringe noch eine sehr gute Bekannte mit! ...... Ja und richten sie ihm aus, das ich ihn nach der Vorstellung noch zum Essen einladen werde! .... Bestimmt... vielen Dank!...“Er drückte das Gespräch weg.
„Na also.... wow... ich werde heute Abend den Bruno Ganz sehen! Wahnsinn! .... und du kommst mit, also das kann nur bedeuten, dass ich heute sagenhaftes Glück habe!“
Noemi musste lachen ob der Vorstellung die er ihr bot.
„Bist du per Zufall vielleicht doch auch noch ein Kindskopf geblieben!“
Er grinste sie breit an. „Jep.... manchmal schon, besonders wenn es mir gut geht!“
„Aha... dir geht es also gut! Kunstück den Intendanten hast du auch mächtig beeindruckt. Da kann ich leider nicht mitbieten.“
„Dass nenne ich Pech... aber ich nehm dich trotzdem mit!“
„So.... dann bin ich also die sehr gute Bekannte!“
Er nickte und sagte dann: „Und ich hoffe sehr, das das nicht dabei bleibt!“
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Beitrag Verfasst am: 23.09.2009, 15:21    Titel:   

Kapitel 13
Der botanische Garten, die Fahrt mit dem Tram, das Theater und anschliessend das Essen in der Brasserie Pfauen mit Bruno Ganz, der überrascht und sehr offenherzig über sich, das Theater, seine Karriere und viele lustige Anektoten redete... und Keanu der sie umwarb; Noemi war total gefangen in den Eindrücken die in so kurzer und intensiver Folge auf sie niederprasselten.
Sie standen vor dem Kunsthaus, Bruno lächelte sie schon die ganze Zeit über an und klopfte Keanu väterlich auf die Schulter.
„Nun.... es war wirklich toll euch beide kennengelernt zu haben, aber... es wird Zeit, ich sollte nach Hause!“
„Verstehe, bestimmt wartet jemand dort!“
Bruno nickte und lächelte. „Man sollte wichtige Leute nicht warten lassen!“
„Stimmt!“ Sagte Noemi.
„Na dann, ich hab meinen Wagen im Parkhaus, soll ich euch noch ein Stück mitnehmen?“
„Em... ich weiss nicht?“ Rätselte Keanu und Noemi schüttelte den Kopf.
„Ich wohne in Höngg!“
„Ja das liegt genau in der anderen Richtung!“ sagte er lächelnd.
„Dann auf wiedersehen und... Bruno, keine Hemmungen, wenn du in L A bist, lass es mich wissen!“
„Auf jeden Fall Keanu..... machts gut ihr beiden!“
Er schüttelte Noemi noch die Hand dann rückte er ab und verschwand hinter der Tramhäuschen.

„Darf ich dich nach Hause begleiten?“ Fragte Keanu und schaute sie durchdringend an lächelte und legte seinen Kopf etwas schief. Sie wollte eigentlich alleine nach Hause, musste dringend einen klaren Kopf bekommen.
„Kom schon... ich will nur nicht das du nachts um halb zwei noch alleine auf einsamen Quartierstrassen herumläufst!“
Sie lächelte leicht und blickte auf den Stassenbelag.
„Na gut.. warum nicht!“
Er bot ihr den Arm an und sie hängte sich zögernd ein.
„Von wo geht das Tram?“
„Bellvue.... ist nicht weit die Strasse runter!“
Er lächelte und setzte sich langsam in der von ihr gezeigten Richtung in Bewegung.

Hinten im dreizehner waren nur noch einzelne Fahrgäste. Keanu und Noemi setzten sich auf die stoffbezogenen Sitze. Sie starrte auf die Limmat hinaus als sich das Tram fortbewegte.
„So eine Strassenbahn oder Tram wie das hier heisst, das würde mir in L A auch gefallen!“ Meinte Keanu.
„Ah.. aber eine Schnellbahn hats doch!“
„Hm... schon, aber das ist nichts gegen diese die einfach überall durch die Strassen tuckelt, mitten im Zentrum! Überhaupt, in Europa sind die Städte generell viel bewegter, ich meine geschichtsträchtiger... da bekommt man so viele Epochen gleichzeitig zu sehen, nicht nur was die Beförderungmittel betrifft!“
„Stimmt, am Anfang als ich hier war, dachte ich auch inetwa so, aber...lebt man hier, dann fällt einem das kaum mehr auf!“ Sagte sie leise.
Er fasste ganz selbstverständlich nach ihrer Hand. Sie zog sie sofort wieder zurück.
Er blickte sie an. Sie wich aus.
Dann legte er sorgfältig seinen Arm um sie und wartete ab. Sie liess ihn gewähren.
Beide sprachen kaum ein Wort bis sie nach fünfzehn Minuten aussteigen mussten.
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chnuesi
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Beitrag Verfasst am: 28.09.2009, 14:19    Titel:   

Kapitel 14
„Meierhofplatz!“ Ertönte es in der Lautsprecheranlage.
„Hier muss ich aussteigen!“ sagte Noemi und stand auf. „Aber du könntest sitzenbleiben, die Endstation ist nicht mehr weit und dann fährt das gleich bis zum Hauptbahnhof!“
Keanu schüttelte den Kopf. „Kommt gar nicht in Frage, ich begleite dich bis zur Wohnungstür.
„Aber, es ist schon so spät und möglicherweise wird das dann schwierig zurück zu fahren.“
Er zwinkerte.“Na hör mal, es gibt doch auch Taxis in dieser Stadt!?“
„Gut, wie du meinst!“
Das Tram hielt, sie stiegen aus.
„Und in welche Richtung müssen wir jetzt?“ Wollte er wissen.
„Kommt drauf an.“
„Wie, auf was den?“
„Ob du etwas frische Luft magst und einen Weinberg sehen möchtest, oder lieber der Strasse entlang gehen willst.“
„Weinberg! Klar doch... einen Weinberg mitten in der Stadt?“
Noemi lächelte. „Na so mitten in der Stadt sind wir jetzt nicht mehr, das war früher ein Dörfchen das einfach Zürich einverleibt wurde, guck dir mal die Häuser hier ringsherum an, dann siehst du sofort, das die anders aussehen als unten in der Stadt.
„Stimmt!... Wo gehts denn jetzt zum Weinberg?“
„Hier, erst zur Kirche und dann wirst du ihn schon sehen.“
Noemi subste Keanu leicht und ging dann über die Strasse über einen mit Kopfstein gepflästerten Platz, an einem plätschernden Brunnen vorbei zu einem wirklich imposanten Riegelhaus.
„Das hier ist das alte Pfarrhaus, hier wohnte mal Karl Barth!“
„Karl wer?“
„Barth, ein ziemlich bekannter Theologe und Sozialkritiker!“
„Oh... em und ist der interessant?“
„Wenn man sich für Ethik, Soziales und Philosophie interessiert, dann ist Barth auch wenn man mit Theologie nicht viel anfangen kann, sicher sehr interessant!“
„Ok... wäre als was für langweilige Abende!“
Sie lachte. „Hast du denn welche?“
„Manchmal mehr als mir lieb ist!“
„Wirklich! Ich dachte du seist so schwer beschäftigt....“
Sie bogen um das Pfarrhaus und jetzt war der Blick frei auf die stattliche, beleuchtete Kirche mitten auf dem Rebhügel.
„Wow! ... Bestimmt noch toller am Tag!.... „
„Ah... du hast noch nicht hinunter auf die Limmat geguckt!“
„Na dann lass uns doch!“ Meinte er und ging schurstracks um die dicken Mauern herum auf die Talseite.
„Noemi, wie hast du das eben gemeint mit 'schwer beschäftigt'?“ Fügte er beiläufig bei.
Sie eilte ihm nach und blieb an der Steinwand stehen. Er schaute faziniert den dunklen Rebhang hinunter auf die glitzernde Stadt und vermutete richtig dazwischen den Fluss.
„Ich weiss das diese eine nur der Anfang war.... du hattest wohl jede Menge Frauen!“
gab sie zwar ruhig zur Antwort, trotzdem konnte er einen leichten angespannten Unterton ausmachen. War sie noch immer verletzt, oder gar sauer auf den Ausrutscher damals?
Er drehte sich zu ihr und sah sie lange an musterte ihre Züge, lächelte und dann sagte er:
„Noemi... ich vermute ich bin dir nicht gleichgültig und du bist es mir auch nicht, darum hast du bestimmt das Recht zu wissen was los war!“
„Das ist Falsch, du bist mir nicht wichtig.....ich hab mir an dir die Finger tüchtig verbrannt, ein zweitesmal wird es nicht geben, es ist mir absolut egal was ich empfand und noch empfinde ich werde nie wieder etwas mit dir anfangen!“ Sagte sie zischend.
„Noch immer so viel Temprament!“ Sagte er und lächelte sie an.
„Na gut Liebes.... ich sag dir jetzt was über kurz oder lang geschehen wird, nachdem ich morgen abgereist sein werde! Ich werde in deinem Kopf herumgeistern, du wirst alles was man über mich lesen kann anschauen, und irgendwann stehst du dann vor meiner Haustüre, und dann Noemi, wirst du nie wieder weg wollen!“
„Nein!“
„Doch...jede Wette! .... Abgesehen davon, ja ich hatte tatsächlich viele Frauen... aber keine für lange und weisst du weshalb?“
„Nein... das geht mich aber auch nichts an!“
„Und wie dich das was angeht Liebes... ich sags dir, weil ich alle an dir gemessen hab und keine konnte dir das Wasser reichen. Das... meine Noemi ist mir erst vor kurzem klar geworden, aber dafür umso deutlicher!“
„Ich bin nicht deine Noemi verdammt nochmal... und .... ich werde das auch nie sein!“
„Oh doch, du wirst, du wirst mich noch darum bitten, es sein zu dürfen!“
„Sag mal...spinnst du...kommst einfach mal so her, nach all den Jahren und ...und...und ...und hast die Frechheit zu glauben ich gehöre dir in irgend einer ... nein verdammt nochmal total besitzergreifend!... Da kannst du lange warten Mistkerl, ich .... ich bleibe hier, ich werde hier einen neune Job suchen und in deine Betonvilla werde ich bestimmt nie einen Fuss setzen!“
„Aber... immerhin hast du ja schon mal herausgefunden das ich in einem Betonhaus wohne! Alle Achtung, offenbar liest du doch trotzdem was über mich?“
Noemi atmete wütend Luft durch ihre Nase. Drehte sich auf dem Absatz um und marschierte hinter der Kirche in den dunkeln Rebberg. „Ruf dir ein Taxi und tu mir den Gefallen, verschwinde aus meinem Leben!“
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Beitrag Verfasst am: 29.09.2009, 07:11    Titel:   

Kapitel 15
„Halt...Noemi... warte!“ Rief er ihr hinterher. Er rannte nun mitten in das Dunkel hinein und stolperte, viel und stiess sich das Knie hart an etwas rundem, wohl ein Stein.
„Autsch! .... Noemi, hei.... bitte .... autsch! Bitte warte!“
Aber er hörte nichts mehr.
Er versuchte aufzustehen, aber nur schon sich etwas aufzurichten verursachte im einen heftigen Schmerz. Es blieb ihm nichts als sich wieder hinzusetzen.
„Noemi... hilfe, ich hab mich verletzt!“
Es kam keine Antwort.
So eine Scheisse, dachte er sich. Wie komme ich nun diesen verdammten Weinberg wieder hinauf und .... wo bitte wohnt denn nun meine Süsse?

Sie hatte diesen Weinberg wohl nochnie so schnell durchquert wie eben gerade, stiess wütend das Gartentürchen auf und stapfte schnurstracks zur Kellertür die an dem alten Haus unten gegen den Weinberg den zweiten Eingang bildete. Normalerweise ging sie nachts nie unten in das Jugenstielhaus hinein, aber jetzt hatte sie weis Gott keine Lust um das Gebäude herum zum mit farbigem Glas verzierten Windfang zu gehen und sich dort die knarrende Treppe zu ihrer kleinen Dachwohnung zunehmen, nein... jetzt würde sie durch die Waschküche und den Erdkeller die Kellertreppe hinauf zu Frau Lorenzens Wohnung tapsen und ganz leise zu der Wohnungstür bei ihr hinausschlüpfen. Die alte Dame schlief ziemlich sicher fest genug. Schnell war sie so dann im Treppenhaus und schloss die Tür zu ihrer Wohnung auf.

Keanu hockte nochimmer zwischen zwei Reben neben dem Rebweglein und hielt sich das Knie, das , wie er fühlte, ziemlich angeschwollen war. Mist aber auch... Frauen bringen doch immer Probleme, wie zum Kuckuck sollte er so sich ein Taxi besorgen?
„Hallo... hilfe!“ Schrieh er ein weiteresmal.

Da hörte er jemand deutsch sprechen.“ Hallo... hier bin ich! Hilfe!“
„Polizei, ist da jemand im Weinberg!“
„Ja hier... oh bitte, ich hab mich verletzt!“
„Einen Augenblick, bin gleich da!“ Sagte die Männerstimme.

„Na, wollten sie die Abkürzung durch den Weinberg nehmen, war wohl keine gute Idee, guter Mann nicht? Im Dunkeln stolpert man schnell die vielen Treppchen hinunter!“
„Ja leider.... !“
„Warten sie, soll ich die Ambulanz rufen?“
„Nein, könnten sie mir aufhelfen! Das wäre nett!“
„Aber selbstverständlich!“ Meinte der Polizist lächelnd und fasste ihn kraftvollunter den Armen.
„Vielen dank... sagen sie... könnten sie herausfinden wo eine Miss Noemi Rubinfeld wohnt, muss nicht weit sein?“
„Warum wollen sie das den wissen?“f ragte der Polizist ihn. „Solche Auskünfte kann darf ich eigentlich nicht geben!“
„Ja em.. nun .. wissen sie, sie ist meine Freundin, ich hab sie das erste mal hier in der Schweiz besucht und eben hatten wir uns gestritten und sie ist..... !“
„Davongelaufen was.....na ... Ladies muss man sorgfältig behandeln und in einem Weinberg streiten ist auch kein guter Einfall, meine Grossmutter sagte immer, das bringt nicht nur schlechten Wein, nein auch kranke Kinder!“ Sagte er grinsend, „na dann lassen sie mich mal sehen, Noemi Rubinfeld... so ein jüdischer Name gibts ja nicht so oft.“ Er zückte sein Navigationssystem und gab den Namen ein. „Ah... gleich da unten am Weg, Segantinistrasse 135... das ist ein ziemlich markantes jugentstil Gebäude. Sie finden das bestimmt sofort. Aber können sie überhaupt gehen?“
Keanu versuchte aufzutreten und verzog sein Gesicht schmerzvoll. „Autsch... Mist...nein!“
„Na dann kommen sie, ich stütze sie bis da hinunter!“
Der Polizist nahm Keanus Arm um seine Schulter und half ihm Tritt für Tritt hinunter bis zum Gartentor. „Da müssen wir wohl oben rum, scheint ein Zweiteingang zu sein! Geht's noch!“
„Ja doch!“
„Gut, wie heissen sie eigentlich Mister, ich muss da noch einen Raport schreiben!“
„Keanu Reeves.“
„Ne... hören sie... mich veräppeln liegt nicht drin, dafür könnte ich sie festnehmen.“
„Ich.. au.. also nein.. ich heisse wirklich so.“
„Wie der US Schauspieler?“
„Ich bin der Schauspieler!“
„Aha... Neo im Höngger Weinberg, nachts um halb drei!“ Sagte der Polizist lachend und guckte in verschmitzt an.
„Genau! Und auf welchen Namen hören sie Sergant!?“
„Das nennt man hier Wachtmeister.... ja also ich bin Wachtmeister Studer!.... Em nein, tschuldigung das war jetzt ein Witz, ist eine schweizer Filmfigur, ich heisse Tonoli!“
Keanu war es mehr als recht das sie endlich die Haustür am Windfang erreichten, der brabelnde Wachtmeister ging ihm langsam auf die Nerven, denn sein Bein tat inzwischen höllisch weh.
„Ah, da haben wir sie ja!“ Sagte Tonoli der mit einer Taschenlampe die Klinelknöpfe ausleuchtete.
„Dann wollen wir mal!“ Er drückte den Klingelknopf.

„Ja, wer ist den da!“ Hörte Keanu Noemi von oben herab reden.
„Polizei... Frau Rubinfeld, hier ist ein Mann mit verletztem Knie, der behauptet ihr Freund zu sein und sich im Rebberg drüben mit ihnen gestritten zu haben, dabei hat sich der arme Kerl der behauptet Keanu Reeves zu sein sein Knie verletzt! Würden sie bitte die Tür öffenen.“
„Ich denk nicht dran, der stellt mir nach!“
„Oho... na ja... wen sie es richtig sehen, könnten sie ja eine Anzeige erheben.“ ereiferte sich Tonoli.
Noemi räusperte sich.
„Das tust du nicht Liebes, nicht war... ich mein.... !“ sagte Keanu bittend.
„Na ja, Mister, sie könnten aber auch eine erheben wegen unterlassener Hilfeleistung!“ Sagte Tonoli grinsend.
„Ah... nein Wachtmeister Tonoli, ich will sie nicht noch mehr verärgern!“
„Gut so... !“ Sagte der und lächelte wieder.
„Machen sie jetzt auf und helfen dem Mann?“ Fragte dieser Noemi
„Na gut..!“ Sagte sie und stieg die Stufen bis zur Haustüre hinunter.
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