Der andalusische Traum
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Nico10787
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Beitrag Verfasst am: 26.09.2011, 16:42    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 113

Nach dem Gespräch mit Betty war meine Rückreise nach Los Angeles beschlossene Sache.
Das, was Betty mir in LA arbeitstechnisch in Aussicht stellte, schien genau dem zu entsprechen, was mir den Wiedereinstieg ins Business erleichtern könnte.
Es handelte sich dabei um zwei Projekte. Beide waren filmtechnisch gesehen eher im Lowbudget-Bereich angesiedelt. Das bedeutete zwar, dass es finanziell nicht die Gage geben würde, die es bei Blockbustern gab, doch dafür musste man auch nicht die ganze Bandbreite des Jobs darbieten. Auch gefielen mir die Drehorte, Buffalo und New York. Dazu kam, dass eine Produktionsfirma mit beteiligt war, die bisher noch keine Filme realisiert hatte. In diesem Fall war der Erwartungsdruck auf die Dienstleister nicht ganz so groß. Beide Storys schienen, auf den ersten Blick, keine wirklich große Herausforderung für mich darzustellen und somit hatte ich die Chance, in meinem eigentlichen Beruf wieder langsam Fuß zu fassen.
Das Gesamtpaket schien stimmig und somit war meine Zusage nur natürlich. Außerdem hatte ich jetzt auch offiziell einen Grund, mich aus Jerez zu verabschieden ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Natürlich fiel es dann, als der Zeitpunkt gekommen war, nicht wirklich leicht. Das lag zum einen an der Tatsache, dass ich nun den Gutshof in die Obhut meines Bruders geben musste und zum anderen an die wirklich liebevolle Verabschiedung, die mir meine Familie bereitete. Sie waren alle gekommen und jeder gab mir neben einem guten Rat auch ein persönliches Geschenk mit auf den Weg.
Selbst Tony hatte sich etwas einfallen lassen. Er schenkte mir ein Photoband mit gemeinsamen Aufnahmen aus unserer Kinder- und Jugendzeit sowie einen Gutschein über ein Bild meiner Wahl.
„Da ich deine Wohnung in LA nicht kenne, wollte ich nicht etwas anfertigen, was dann farblich nicht passt“ sagte er.
Ich war gleichermaßen irritiert und gerührt.
„Tony malt eher moderne Bilder“ erklärte Jasmina und zeigte mir einige Aufnahmen. Ich war sprachlos, denn bisher hatte ich immer vermutet, dass mein Bruder völlig talentfrei sei. Die Photos zeigten jedoch das genaue Gegenteil.
Es freute mich und ich bedankte mich bei ihm, so wie bei allen anderen, mit einer herzlichen Umarmung.
„Noch habe ich ja kein Bild gefertigt“ sagte Tony mit einer kühlen Stimme.
„Ja, aber die Geste zählt“ erwiderte ich.
„Na ja, auch wenn wir beide keinen glücklichen Start hatten, so heißt das ja nicht, dass wir nicht doch noch eine passable Schwester-/Bruderbeziehung hinzubekommen können“ dabei lächelte er und der Blick in seine Augen bestätigte dieses Lächeln.
„Pass auf dich auf Schwesterchen und grüß mir Keanu“ fügte Tony seiner Verabschiedung noch hinzu.
„Mach ich“ erwiderte ich.
Die Stimmung zwischen uns war uns beiden ungewohnt, dennoch konnte man deutlich sehen, dass uns beiden daran gelegen war, gut miteinander auszukommen.

Zum Flughafen fuhr mich dann mein Onkel. Er brachte mich bis zum Counter und dann mussten auch wir uns verabschieden.
„Rosa und ich werden auf den Gutshof immer ein Auge werfen“ begann er seine Verabschiedung.
„Das ist lieb. Tony und Jasmina scheinen sich zwar gut zu verstehen und Tony macht auf mich auch einen verantwortungsbewussten Eindruck, aber du weißt ja, ist die Katze aus dem Haus“
„Tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ vervollständigte Vince meinen Satz.
Ich nickte nur wortlos.
„Keine Sorge, jetzt sieh du nur zu, dass du dich wieder in LA einlebst und es nicht gleich wieder mit der Arbeit übertreibst“ ermahnte er mich.
„Noch kenne ich die Details der Projekte, die ich übernehmen soll nicht. Nur, das der erste Film Anfang November starten soll“ antwortete ich.
Vince sah mich prüfend an. „Oh, dann wirst du also Weihnachten gar nicht bei uns sein?“ wollte er wissen.
„Ja, vermutlich“ erwiderte ich.
„Na ja, dann verbringst du die Zeit mit Keanu“ erwiderte er und lächelte mich an.
„Mal sehen – bei ihm tut sich ja auch so einiges“ entgegnete ich.
„Hast du mit ihm gesprochen?“ erkundigte er sich.
„Nur kurz, vor einer Woche“ gab ich recht nüchtern von mir.
Eigentlich war das Gespräch eher aus einer Unachtsamkeit meinerseits entstanden. Bei der Wahl einer Handynummer aus meinem Speicher kam die Verbindung zu Keanu zu Stande.
Er war sehr überrascht und auch ziemlich im Stress. Der angekündigte Rückruf blieb aus und irgendwie hatte ich auch keine Ambitionen, mit ihm zu sprechen. Das ich wieder nach LA zurückkomme, würde er, da war ich mir sicher, noch früh genug in Erfahrung bringen.
Bevor mein Flug das zweite Mal aufgerufen werden würde, verabschiedete ich mich von Vince. Wir umarmten uns und ich versicherte ihm, mich zu melden, sobald ich in meinem Appartement angekommen bin. Dann ging ich zum Check-In währenddessen Vince das Flughafengebäude in Richtung Parkplatz verließ.
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Nico10787
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Beitrag Verfasst am: 28.09.2011, 16:18    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 114

Der Flug zurück nach Los Angeles dauerte eine halbe Ewigkeit.
Im Flughafengebäude kam es mir so vor, als wenn halb LA heute in den Urlaub fliegen würde. Himmel und Menschen waren dort unterwegs. Dementsprechend lange dauerten auch die Einreise sowie die Entgegennahme meines Gepäcks.
Nach gefühlten 2 Stunden konnte ich endlich den gesicherten Bereich des Flughafens verlassen. Ich versuchte mich mit meinem Koffer zwischen den wartenden Menschen mit den Namensschildern der ankommenden Reisenden zu schlängeln, als ich auf einmal ein Schild mit meinem Namen erblickte. Überrascht blieb ich stehen. Das Schild wurde von einem großen und leicht untersetzt wirkenden Mann mit ergrautem Haar gehalten. Seine Augen waren auf den Ausgang des Sicherheitsbereiches gerichtet. Zögernd ging ich auf den Mann zu. Erst als ich dicht neben ihm stand wurde ich bemerkt.
„Miss del Vagas Amondu?“ fragte er.
„Ja, die bin ich“ bestätigte ich ihm.
Sofort nahm er mir mein Gepäck ab und stellte sich als Frank Townsend bei mir vor.
„Darf ich fragen, wer Sie schickt?“ wollte ich wissen.
„Natürlich, Company Films, Miss del Vagas“ sagte er knapp aber durchaus freundlich.

Company Films, dass, so erinnerte ich mich, war diese neue Produktionsfirma, die bei dem einem Vorhaben mitwirkte. Dann, so vermutete ich weiter, hatte ich diesen Shuttleservice sicher Betty zu verdanken.
Wir hatten das Flughafengebäude kaum verlassen, da standen wir auch schon vor dem Van, mit dem mich dann Frank zu meinem Appartement brachte. Er war ein sehr aufmerksamer Chauffeur, hatte sogar Wasser an Bord und war bemüht, mich zu unterhalten, um mir die Zeit der Rush-Hour zu verkürzen.
Nach einer Fahrt von knapp einer Stunde kamen wir an dem Haus an, in dem sich mein Appartement befand. Mr. Townsend brachte mir mein Gepäck bis an die Aufzüge und überreicht mir zum Schluss noch einen kleinen Umschlag. Verwundert sah ich ihn an.
„Ich bin nur der Bote“ sagte er und dann verabschiedete er sich.

Ungläubig sah ich mir den Umschlag an und steckte ihn dann in die Handtasche. Dann betrat ich die Aufzüge und ließ mich in die 3 Etage bringen. Kurz darauf stand ich vor meinem Appartement. Etwas nervös suchte ich nach dem Schlüssel, der sich in meiner Handtasche befand. Als ich dann die Tür öffnete, rechnete ich mit einer ungelüfteten Wohnung, deren Möbel eine leichte Staubschicht aufweisen würden. Doch nichts von dem fand ich hinter der Tür vor.
Das Appartement war sehr wohlriechend und gut gelüftet. Auf dem Tisch im Wohnzimmer und in der Küche befand sich je eine Vase mit frischen Schnittblumen darin. Selbst das Bett im Schlafzimmer war frisch bezogen worden und dabei hatte ich noch nicht einmal eine Putzfrau. Verwundert parkte ich meinen Koffer vor dem Kleiderschrank und bereitete mir in der Küche einen frischen Kaffee zu.
Bevor ich mich an den kleinen Tisch in der Küche setzte, holte ich den Umschlag, den mir Frank gegeben hatte, aus meiner Tasche. Mit einem Messer, das ich als Brieföffner benutzte, öffnete ich selbigen. Zum Vorschein kam eine sehr seriös wirkende Karte. Es handelte sich um eine Einladung zu Thanksgiving, am 26. November in einer Church in Buffalo. Als Absender waren Company Films und Mimran Schur vermerkt.
Normalerweise war es im Business nicht üblich, dass die Dienstleister mit der Filmcrew an einer gemeinsamen Veranstaltung teilnahmen. Doch im Independent-Bereich schien wohl alles ein bisschen familiärer abzulaufen. Erfreut über die Einladung heftete ich diese mit einem Magneten an meinen Kühlschrank. Dabei fiel mir ein, dass ich für diesen noch Inhalt besorgen müsste. Da ich schon davor stand, öffnete ich ihn und erschrak.
Obst, Gemüse, Getränke, Aufschnitt all das war bereits vorhanden und dazu noch sehr frisch. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun, denn jemand musste im Besitz meines Wohnungsschlüssels sein und gewusst haben, dass ich nach LA zurückkommen würde.

Währenddessen ich mir den frisch gebrühten Kaffee in eine Tasse goss, überlegte ich, wem ich meinen Wohnungsschlüssel anvertraut hatte, dabei fiel mein Blick auf die Vase mit den Schnittblumen. In dem Blumenstrauß steckte eine kaum sichtbare Karte. Ich stellte meine Tasse auf den Tisch und nahm die Karte an mich. Herz Willkommen“ stand dort aufgedruckt und im Inneren „Schön, dass du wieder zurück bist. Bitte melde dich, wir müssen reden.“ Als Unterschrift trug sie den Namen der Person, die meinen Wohnungsschlüssel hat und für all das hier verantwortlich war – Keanu.
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Beitrag Verfasst am: 29.09.2011, 16:20    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 115

Es war schon spät am Abend, als ich es mir endlich ein bisschen bequem auf meiner Couch machen konnte. Zum wiederholten Male nahm ich die Karte in die Hand und las mir die Zeilen vor. Ich haderte mit mir. Sollte ich ihn heute noch anrufen oder wollte ich es erst auf den morgigen Tag verschieben. So positiv und herzlich das Deckblatt der Karte war, so negativ empfand ich den Text im Inneren.
„Wir müssen reden“ das klang für mich nach Klarstellung oder auch Schlussstrich, also etwas Endliches und obwohl in den letzten Wochen der Kontakt zu Keanu recht spärlich ausfiel, so empfand ich das Endliche auf einmal als etwas Schmerzliches. Doch war es eher die Annahme, nach dem Gespräch wieder Single zu sein oder doch eher die Erkenntnis, dass ich noch Gefühle für Keanu hatte? Gefühle, die ich in Jerez glaubte, nicht mehr für ihn zu empfinden. Ich war verwirrt und auch unentschlossen. Daher meldete ich mich erst einmal bei meiner Familie.

Da ich weder Rosa noch Tony persönlich erreichen konnte, rief ich Onkel Vince an. Dort hatte ich mehr Glück. Er freute sich und war zugleich auch erleichtert, meine Stimme zu hören. In Jerez war alles in Ordnung und selbst Tony schien Wort zu halten, was mich sehr überraschte. Ich erzählte ihm, dass ich von meinem neuen Auftraggeber abgeholt wurde und dass ich auch schon eine Einladung zu Thanksgiving erhalten habe. Vince freute sich für mich, wirkte jedoch noch recht müde. Den Zeitunterschied von neun Stunden hatte ich ganz vergessen gehabt und entschuldigte mich.
„Kein Problem, ich steh ja im Allgemeinen immer recht früh auf“ scherzte Vince.
„Danke für deine Nachsicht, ich melde mich in den kommenden Tagen noch einmal. Dann kann ich dir auch sagen, wie meine zeitliche Planung aussehen wird“ versicherte ich ihm.
„Ja, mach das“ sagte Vince und nachdem ich ihm versprach gut auf mich aufzupassen, beendeten wir das Telefonat.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es heute zu spät für ein Gespräch mit Keanu sein würde und so trank ich mein Glas Wein aus und ging zu Bett.

Am nächsten Morgen wurde ich durch den Duft von frisch gebrühtem Kaffee geweckt. Ungläubig schaute ich auf die Uhr. Es war bereits nach acht durch und aus der Küche hörte ich das Klimpern von Geschirr. Ich wollte mich gerade noch einmal auf die andere Seite drehen, als mir bewusst wurde, was ich da mit meinen Sinnesorganen vernommen hatte. Ruckartig setzte ich mich im Bett auf und überlegte, wie ich mich verhalten sollte.

Während ich versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, vernahm meine Nase wieder diesen unglaublich intensiven Kaffeeduft. Meine Augen folgten meiner Nase und blickten auf das kleine Nachtschränkchen, das neben meinem Bett stand. Auf diesem befand sich ein Kaffeebecher aus dem noch der Dampf emporstieg. Ich nahm den duftenden Becher an mich und schmunzelte, denn zur gleichen Zeit vernahm ich einen leisen Männergesang einer mir bekannten Person. Ich nahm einen Schluck zu mir und hoffte, dass meine Lebensgeister dadurch wieder geweckt wurden.

Nach dem zweiten Schluck war ich wach und stieg aus dem Bett. Kurzzeitig überlegte ich, ob ich gleich in die Küche gehen sollte, entschied mich dann aber für die Variante Dusche. Unter der Dusche überlegte ich, wie ich auf Keanus morgendlichen Besuch am besten reagieren sollte? Einerseits fand ich es eine süße Überraschung, andererseits vermutete ich, dass ihm an dem Gespräch mit mir sehr viel lag und er nicht auf meinen Rückruf warten wollte. Und das, so mein Bauchgefühl, konnte nichts Gutes bedeuten. Dennoch versuchte ich, mich innerlich zu beruhigen und erst einmal das Zusammentreffen auf mich zukommen zu lassen.

Nachdem ich die Dusche verlassen hatte, zog ich mir etwas Bequemes an. Um Keanu keinen müden Anblick darbieten zu müssen, legte ich etwas Make-up auf und band meine Haare zu einem Zopf zusammen. Dann richtete ich noch mein Bett und bevor ich die Tür öffnete, atmete ich noch einmal tief durch. Dabei versuchte ich zu hören, was vor der Tür im Moment passierte. Doch bis auf das Küchenradio konnte ich keinen weiteren Laut vernehmen. Ob Keanu schon wieder die Wohnung verlassen hatte?

Langsam und etwas zögerlich drückte ich die Klinge herunter und zog die Tür zu mir heran. Meine innere Anspannung stieg, als ich den Wohnbereich betrat. Automatisch fiel mein Blick auf den kleinen Küchentisch. Dieser war für ein Frühstück für zwei gedeckt worden, jedoch konnte ich die zweite Person in der Küche nicht entdecken. Ich ging weiter zum Wohnzimmer, doch da war er auch nicht. Etwas irritiert drehte ich mich um und blickte auf die Eingangstür, die sich im selben Moment öffnete. Die Taktfrequenz meines Herzschlages schien sich regelrecht zu verdoppeln, als Keanu das Appartement betrat.

Auch er war leger in Jeans, Kapuzenshirtjacke und einer schwarzen Lederjacke gekleidet. Seine Haare hatten deutlich an Länge zugenommen, dafür war der Vollbart verschwunden. In seiner Hand trug er eine Einkaufstüte, vermutlich hatte er noch etwas besorgt, so nahm ich an. Er wirkte sehr entspannt und irgendwie glücklich, denn in seinem Gesicht konnte ich ein Lächeln sehen. Das beruhigte mich innerlich wieder ein bisschen, wenngleich mich sein Anblick nervös machte. Als er mich erblickte, wurde sein Lächeln noch breiter. Unbefangen kam er auf mich zu.
„Da ist ja schon jemand aufgestanden“ sagte er und begrüßte mich mit einem kurzen Kuss auf meinen Mund.
„Entschuldige, ich muss kurz den Inhalt der Tüte in den Kühlschrank stellen“ erwiderte er und ging an mir vorbei.
Überrascht von dem flüchtigen Kuss stand ich immer noch im Wohnzimmer und fuhr gedankenverloren mit meinem Finger über meine Unterlippe.
„Möchtest du da stehen bleiben?“ hörte ich Keanu amüsiert fragen.
„Nei..n, nein natürlich nicht“ gab ich etwas holperig von mir.
Zögernd ging ich in die Küche.
„Noch müde?“ fragte er und sah mich prüfend an.
„Überrascht dich hier zu sehen“ antwortete ich direkt.
„Eigentlich wollte ich ja warten, bis du dich bei mir meldest, aber da ich ja weiß, dass du dich damit immer etwas schwer tust, dachte ich mir, warum sie nicht mit einem Frühstück überraschen. Da fällt dann auch das Reden leichter“ fügte er noch lächelnd hinzu und bat mich Platz zu nehmen.
Mir war in dem Moment gar nicht zum Lächeln zu Mute und so setzte ich mich wortlos an den Tisch.
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Beitrag Verfasst am: 05.10.2011, 17:05    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 116

Währenddessen Keanu Kaffee in unsere Tassen goss und damit begann, sich sein eins der Brote zu belegen, wurde ich innerlich immer angespannter. Mir fiel es schwer, das Frühstück, das wirklich alles, was ich gerne aß aufwies, zu genießen.

„Hmm köstlich dieses hauchdünne Salami“ sagte Keanu und biss noch einmal von seinem Brot ab.
„Du isst ja gar nichts? Hast du keinen Hunger?“ erkundigte sich Keanu bei mir.
„Doch schon“ gab ich zögerlich von mir.
„Na dann lass es dir munden“ gab Keanu relaxt zurück.

Das Gespräch zwischen uns kam nur schleppend voran. Keanu betrieb eher Small-Talk als eine Aussprache und je länger dieser Small-Talk dauerte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass er nie wirklich vor gehabt hatte, ein ernsthaftes Gespräch zu führen. Einerseits war ich ein bisschen erleichtert, andererseits aber auch wieder nicht. Denn obwohl er freundlich und ausgesprochen gut gelaunt war, lies er nicht durchblicken, wie es um unsere Beziehung stand. Aber vielleicht gab es ja darüber auch gar nichts zu bereden. Vielleicht hatten wir in seinen Augen gar keine Beziehung oder wenn, dann war sie in seinen Augen so in Ordnung, wie sie war. Doch warum dann diese Karte und diese Aufforderung? Meine Gedanken kreisten und kreisten und dabei bemerkte ich noch nicht einmal, dass Keanu schon längst mit dem Small-Talk aufgehört und mich einfach nur ansah.

„Nico?“ hörte ich ihn fragend meinen Namen sagen.
Ich zuckte kurz zusammen und richtete meinen Blick auf ihn.
„Was beschäftigt dich so sehr, dass du noch nicht einmal deinen Lieblingskäse angerührt hast?“ wollte Keanu wissen.
Ich zögerte kurz, bevor ich meinen Mut zusammennahm und zu reden begann.
„Als ich gestern deine Karte gelesen hatte, war ich erst erfreut. Doch als ich sie dann aufklappte, war meine Freude darüber ziemlich bald erloschen“ erklärte ich ihm.
„Wieso denn das?“ erkundigte er sich.
„Wir müssen reden liest sich für mich deutlich negativer als Herzlich Willkommen“ erwiderte ich.
In Keanus Gesicht sah ich daraufhin ein breites Grinsen.
„Ich habe doch aber auch geschrieben, dass es schön ist, dass du wieder zurück bist und das meinte ich auch genauso, wie es da zu lesen war“ entgegnete er.
„Ja, schon“ gab ich etwas bedrückt wirkend zurück.
Ohne näher auf meine letzte Aussage einzugehen bemerkte Keanu die Einladung zu Thanksgiving an meinem Kühlschrank.
„Was ist denn das?“ hörte ich ihn fragen.
Ich richtete meinen Blick in die Richtung, wo er auch hinsah.
„Das ist eine Einladung von meinem neuen Auftraggeber“ antwortete ich.
„Wow, erst der Chauffeur und dann die Einladung. Da legt sich aber wer mächtig ins Zeug“ bemerkte er neidlos und wieder mit einem leicht schelmischen Lächeln.
„Na ja, vielleicht will man mich ja so ködern, um über Weihnachten am Drehort in Buffalo zu bleiben“ bemerkte ich.
Keanu sah mich fragend an.
„Der Film, wo ich mitmachen soll, wird in Buffalo gedreht“ erklärte ich ihm.
„Und wie kommst du darauf, dass man dort über die Feiertage drehen wird?“ wollte er wissen.
„Die Dreharbeiten beginnen im November und du weißt doch selber, dass man oftmals nicht pünktlich fertig wird, weil das Wetter nicht mitgespielt hat oder jemand krank wurde. Na ja, und dann muss man wieder Tage dranhängen. Eine Unterbrechung wäre dann vielleicht zu kostspielig“ gab ich zu bedenken.
„Ach so, na ja, da es sich ja nicht um einen Blockbuster handelt, werden die bestimmt alles geben, um planmäßig fertig zu werden“ erwiderte Keanu.

Seine Aussagen lies mich aufhorchen. Woher wusste er, dass ich vom Flughafen zum Appartement einen Chauffeur hatte und es kein Blockbuster ist, für den ich jetzt tätig sein würde? Wusste er mehr darüber oder steckte sogar er hinter diesem Projekt? Nein, das war wirklich absurd und dennoch wurde ich den Verdacht nicht los, als wenn Keanu irgendetwas mit dem Projekt zu tun haben könnte.

„Wie sehen denn deine beruflichen Pläne für die nächste Zeit aus?“ wollte ich wissen.
„Es gibt viel zu tun. Deshalb wollte ich ja auch mit dir reden“ gab er von sich.
Gespannt, auf das, was er mir nun sagen würde, sah ich ihn an.
„Ich werde zum ersten Mal in meiner Karriere in einem Film zwei Rollen einnehmen. Zum einen die des Darstellers und zum anderen die des Produzenten“ sprach er und wirkte dabei deutlich ernster als zu Beginn unserer Unterhaltung.
„Nun, für einen Schauspieler nicht unbedingt eine ungewöhnliche Entwicklung“ bemerkte ich.
„Findest du?“ fragte er etwas verunsichert wirkend.
„Klar und vom Produzenten zum Regisseur ist es dann auch nicht mehr weit“ fügte ich noch hinzu.
Keanu winkte daraufhin sofort ab und schüttelte den Kopf.
„Nein, ich bin kein Regisseur, das wäre doch zu anmaßend. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich ein guter Produzent sein werde“ setzte er noch nach.
„Wieso diese Selbstzweifel?“ wollte ich wissen.
„Als Schauspieler zu versagen oder eine schlechte Kritik zu bekommen, daran habe ich mich ja schon gewöhnt – auch wenn ich mich damit nicht abfinde. Aber als Produzent oder gar Regisseur? Da gefährdet man doch nicht nur sich selber, sondern schmälert damit auch die Leistung der anderen Darsteller“ antwortete er ernst und nachdenklich.
„Das sehe ich aber anders und im Gegensatz zu dir bin ich sehr wohl der Meinung, dass du dazu das Zeug hast. Du bist schon so lange im Business erfolgreich unterwegs, da hast du auch sehr viel von der Arbeit hinter der Kamera mitbekommen. Das allein ist schon Rüstzeug genug und außerdem musst du doch die Projekte nicht alleine stemmen. Da gibt es doch bestimmt den einen oder anderen aus dem Business, der dir da gerne beratend zur Seite steht. Außerdem kannst du endlich die Dinge umsetzen, die du schon immer drehen wolltest“ sprach ich und hoffte, dabei auf ihn zuversichtlich zu wirken.
Es schien mir ein wenig gelungen zu sein, denn Keanu lächelte wieder als sich unsere Blicke trafen.
„Wenn du schon so von mir und meiner Arbeit überzeugt bist, würdest du mir dann helfen?“ fragte er.
„Wenn du mir sagst, wie“ erwiderte ich.
„Mach einfach deinen Job“ gab er knapp von sich und grinste.
Ich musste zugeben, dass ich etwas irritiert war.
„Du meinst als Make-up Artist?“ erkundigte ich mich.
„Ja, als Make-up Artist“ bestätigte Keanu.
„In deinen Filmen?“ fragte ich etwas verunsichert.
„Genau“ bestätigte Keanu wieder.
„Wird dir das nicht zu viel?“ wollte ich wissen.
„Zu viel?“ wiederholte er etwas verwundert.
„Na ja“ ich druckste ein wenig herum, denn eigentlich wollte ich das Thema Beziehung nicht anschneiden.
„Also ich denke am letzten Set hat das mit uns beiden ganz gut geklappt“ gab er mit einem Schmunzeln von sich.
„Ja“ sagte ich zurückhaltend.
„Jetzt sag schon, was bedrückt dich?“ fragte Keanu direkt.

Die Frage und sein Blick ließen mich für einen Augenblick verstummen. Ich war verunsichert, denn egal wie ich jetzt antworten würde, es würde immer darauf hinauslaufen, dass er mir sagen müsste, wie er zu mir stand. Und obwohl ich es eigentlich hören wollte, wollte ich es auch wieder nicht. Wir hatten schon oft aneinander vorbeigeredet. Missverständnisse waren bei uns regelmäßig Auslöser von Gefühlsausbrüchen in die eine oder auch andere Richtung. Mal wollten wir nur Freunde sein, dann wieder nicht. Freundschaft Plus, dass wusste ich, war nicht mein Ding, aber ohne Plus wollte ich Keanu nicht, allerdings nur Plus dafür war ich die falsche Frau. Ohne Gefühle kein Plus und so gab es eigentlich nur zwei Antworten, die er mir geben konnte.
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Beitrag Verfasst am: 06.10.2011, 22:45    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 117

Geduldig wartete Keanu bis ich ihm eine Antwort gab.
„Am letzten Filmset kannten wir beide uns kaum“ begann ich vorsichtig und hoffte, er würde darauf etwas sagen. Doch Keanu dachte gar nicht daran. Er hatte es sich auf seinem Stuhl bequem gemacht und sah mich erwartungsvoll an.
Wieder lag es an mir, ob das Gespräch fortgesetzt werden würde oder nicht und genau das ärgerte mich.

„Warum muss ich hier eigentlich immer die Gesprächsführung übernehmen?“ wollte ich wissen.
„Empfindest du das so?“ konterte Keanu und dabei schmunzelte er wieder.
„Ja“ erwiderte ich knapp.
„Also ich sehe das anders“ entgegnete Keanu.
„Interessant, aber auch wenn, du wolltest reden“ gab ich etwas schnippisch zurück.
„Stimmt, deshalb auch das Frühstück“ erwiderte er und nahm sich noch einen Kaffee.
„Möchtest du auch noch einen?“ fragte er freundlich.
„Nein, ich will endlich wissen, weshalb du hier bist?“ kam es über meine Lippen und im selben Augenblick presste ich meine Lippen erschrocken aufeinander.
„Weil ich dich sehen wollte, mit dir Frühstücken will und dabei mit dir reden“ antwortete er weiterhin freundlich. Dabei goss er mir den Kaffee in die Tasse.
„Arrrgh“ stieß ich etwas ungehalten aus, was bei Keanu zu einem kurzen Lachanfall führte.
„Warum fragst du nicht, was dich beschäftigt. Ich sehe es dir doch förmlich an deiner Nasenspitze an, Nico“ sagte er und lehnte sich wieder bequem in seinen Stuhl zurück.
„Weil ich weiß wie du auf solche Fragen reagierst“ erwiderte ich knapp.
„Auf was für Fragen?“ erkundigte er sich.
„Uns betreffen“ entgegnete ich und sah dabei direkt in sein Gesicht. Doch sein Blick veränderte sich nicht. Im Gegenteil sein Lächeln wurde sogar noch etwas breiter.
„Na dann lass mal hören“ forderte er mich nach einer kurzen Pause auf.

Diese Aufforderung führte zu einer leichten Verwunderung bei mir. Bisher machte er bei solchen Themen immer dicht oder rollte zumindest mit den Augen. Doch dieses Mal nicht. Nein, er saß immer noch entspannt auf dem Stuhl und lächelte mich an.

„Nach deiner Abreise aus Jerez hatte ich das Gefühl, dass uns beide mehr trennte als nur die unterschiedlichen Aufenthaltsorte“ begann ich langsam.
Ohne eine Änderung in seinem Gesicht zu vernehmen fuhr ich fort.
„Unsere Telefonate hatten Seltenheitswert und mein Onkel fungierte förmlich als Informant“ sagte ich nachdenklich und blickte dabei zu Keanu, der sich immer noch nicht regte.
„Und irgendwann wurde ich das Gefühl nicht mehr los, dass uns nicht nur die unzähligen Kilometer trennten, sondern auch unsere Gefühle füreinander erkaltet sind. Mehr noch, ich wurde das Gefühl nicht los, dass du kein Interesse mehr an meiner Person hast“ damit beendete ich meine Ausführungen und wartete auf Keanus Reaktion.
Es dauerte etwas, bis Keanu seine Stimme erhob.

„Nico, du kennst das Business genauso gut wie ich. Als ich in LA ankam überschlugen sich die Ereignisse. Ich bin viel umhergereist in den letzten Wochen und war daher auch schlecht zu erreichen, aber dennoch habe ich dich dabei nie vergessen. Meine Gefühle für dich sind niemals erloschen, wie könnten sie das auch. Du bist die Frau die meinen Ring trägt“ sagte er und kurz darauf stand er von seinem Stuhl auf. Er ging zum Fenster schaute kurz heraus und drehte sich dann zu mir um.
„Madrid hat leider nicht geklappt, aber ich verspreche dir, dass wir das nachholen. Du hast mir gefehlt und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie wir beide trotz der Jobs so viel Zeit wie möglich zusammen verbringen können. Deine Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit für mich und auch wenn ich bisher immer ein Mann war, der ohne Frau/ Freundin durchs Leben gegangen ist, so heißt das nicht, dass ich das gerne getan habe. Seit ich dich kenne, Nico, weiß ich, dass es mit der richtigen Frau zu zweit viel schöner ist. Ich bin kein Typ, der seine Gefühle auf der Zunge trägt, deshalb fällt mir das hier auch nicht wirklich leicht. Ich hoffe nur, dass meine Worte deine Zweifel an meiner Ernsthaftigkeit unsere Beziehung betreffend ausräumen können“ damit beendete er seine Antwort.

Ich hatte ihn die ganze Zeit versucht zu beobachten und gleichzeitig seinen Worten zu folgen. Es fiel mir spätestens bei seiner Aussage seines Rings betreffend deutlich schwerer. Nie hätte ich gedacht, dass der Ring so eine Bedeutung für ihn hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass er die Bedeutung, als er ihn mir schenkte, etwas herunter spielte. Sollte ich mich so geirrt haben? Symbolisierte der Ring unsere Verbindung zueinander? Seine Worte machten mich sehr nachdenklich, denn augenscheinlich hatte ich durch unsere Trennung eine ganz andere Ansicht was unsere Beziehung betraf. Dass er sogar Überlegungen unternommen hatte, wie wir trotz der Jobs so viel Zeit wie möglich verbringen können hätte ich nie wirklich für möglich gehalten. Mehr noch, ich spürte förmlich, wie eine unerklärliche Panik in mir aufkam. Was war nur los mit mir? Warum reagierte ich jetzt so? Ist es nicht das, was ich immer wollte oder hatte ich mir selbst etwas vorgemacht? Fragen über Fragen und keine Antworten darauf und ehe ich auf Keanus Geständnis reagieren konnte gab dieser mir einen kurzen aber durchaus zärtlichen Kuss und verließ dann das Appartement.
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Beitrag Verfasst am: 07.10.2011, 21:43    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 118

„Ich muss jetzt leider weg, aber ich komme nachher wieder und dann reden wir weiter“ das waren vor dem Kuss seine letzten Worte und dabei war er sehr liebevoll.
Nach dem Kuss schenkte er mir noch ein Lächeln und alles was ich tat, war auf den Ring an meiner Hand zu starren. Nie hätte ich gedacht, dass mich so ein Schmuckstück mal so sprachlos machen würde. Ich war mir in Jerez so sicher, dass er keine großen Gefühle für mich mehr haben würde.
Mit einer Trennung hätte ich jetzt im Moment besser umgehen können und ich fragte mich, warum ich das so sah?
„Weil du nie einen Mann nah genug an dich herangelassen hast“ gab mir meine innere Stimme deutlich zu verstehen.
War das so? War ich vielleicht zu solch tiefen Gefühlen gar nicht fähig?
„Papalapapp klar bist du dazu fähig, jeder ist dazu fähig und im Grunde deines Herzens sehnst du dich schon seit geraumer Zeit danach. Du bekommst nur gerade verdammt kalte Füße, weil da jemand ist, der dir sehr gefährlich werden kann. Zuerst dachtest du, dass es nur etwas Körperliches wäre, was euch verbindet, aber jetzt spürst du, dass es weitaus mehr ist. Der Kerl liebt dich und das scheut er sich auch nicht dir zu zeigen und auch zu sagen. Im Grunde genau das, was du immer wolltest und genau das ist es auch, was dir Angst bereitet. Sprich mit ihm darüber, verschließe dich nicht. Du willst ihn doch schließlich auch und das seit der ersten Begegnung. Gesteh es dir endlich ein Nico und hör auf zu Grübeln“ dann hörte das Gespräch mit meinem Inneren auf.

Ich war verwirrt und dadurch irgendwie planlos. Irgendwann erhob ich mich von meinem Stuhl und begann damit, den Frühstückstisch abzuräumen.
Als ich den Aufschnitt in den Kühlschrank stellen wollte, fiel mir die Einkaufstüte auf.
Da im Schrank nicht mehr sehr viel Platz war, nahm ich die Tüte heraus, dabei konnte ich eine Pappschachtel erkennen. Meine Neugierde war geweckt und nur schweren Herzens entschloss ich mich, die Verpackung geschlossen zu halten.
„Wenn er gewollt hätte, dass ich den Inhalt kenne, dann hätte er ihn mir auch gezeigt“ dachte ich mir und stellte die Tüte ungeöffnet wieder in den Kühlschrank.

Als ich die Küche nebst Tisch frei- und aufgeräumt hatte kümmerte ich mich um meine Wäsche. Ich versuchte mich abzulenken, aber immer wieder fiel mein Blick auf den Ring und das, was er darüber sagte. Und wieder kreisten meine Gedanken.
Warum hatte ich den Ring seit meinen Abflug aus LA nie abgenommen? Sah ich auch mehr darin oder war es einfach nur die berühmte Gewohnheit?
Nein, Gewohnheit war es nicht, eher so etwas wie ein bisschen Stolz. Ich hatte einen Freund, gehörte zu jemandem und das wollte ich auch zeigen.
Warum dann die Panik, als er von Beziehung sprach? Ob es doch damit zusammen hing, dass ich für die zugesagten projekte den Kopf frei haben wollte?
"Du grübelst ja schon wieder" hörte ich die innere Stimme sagen.
"Hinterfrage nicht alles, sondern genieße endlich sonst wird das nie was mit einem Mann an deiner Seite" sprach mir die Stimme ins Gewissen.
Aber auch wenn die innere Stimme sicherlich Recht hatte, mein Kopf wollte sich damit nicht begnügen. Und so schob ich erst einmal meine leicht panische Reaktion auf die bevorstehenden Projekte.
Da Keanu sich ja auch über die Jobs und die Freizeit Gedanken gemacht hatte, konnte ich nur warten, bis wir unser gespräch vom Morgen fortführen würden.
Und dann beschloss ich, mich endlich bei meiner Chefin Betty zu melden.

Betty wartete schon auf meinen Anruf und fiel auch gleich mit der Tür ins Haus. „Viel Zeit bleibt uns nicht mehr und deshalb schlage ich vor, du kommst gleich zu mir und wir besprechen die Details“ schlug sie vor. Da ich den Tag sowieso noch nicht verplant hatte, stimmte ich ihrem Vorschlag zu. Für Keanu hinterließ ich eine kurze Nachricht und machte mich dann auf den Weg.

Obwohl ihr Haus etwas außerhalb gelegen war, fuhr ich lieber dorthin, als sie in einem Restaurant zu treffen. Zu Hause war es gemütlicher und man konnte ungestörter reden. Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus und schon kurz darauf waren wir ins Gespräch vertieft. Die Zeit verging sehr rasant und ehe ich mich versah, war es schon Abend geworden. Betty wollte mich noch zum Essen bei sich einladen, doch als ich schon dankend annehmen wollte, fiel mir ein, dass Keanu noch bei mir vorbeischauen wollte. Daher lehnte ich dankend ab und alsbald verabschiedete ich mich von ihr.

Noch während der Rückfahrt rief mich Keanu an. Er würde noch knapp eine Stunde brauchen bevor er bei mir sein könnte und wollte wissen, ob er etwas zu Essen mitbringen sollte.
„Ich bin auch noch unterwegs. Was hältst du davon, wenn wir uns in einem gemütlichen Restaurant treffen?“ fragte ich ihn und war über meinen Vorschlag selbst überrascht.
„Nein, kein Restaurant. Ich will mit dir alleine sein“ erwiderte Keanu.
„Ja wenn das so ist, dann musst du wohl etwas Essbares unterwegs besorgen“ entgegnete ich.
„Und welche Richtung?“ erkundigte er sich.
„Überrasch mich“ antwortete ich.
„Oh, so mutig?“ scherzte er.
„Ich vertraue deinem guten Geschmack“ gab ich amüsiert zurück.
„Na dann muss ich mich ja richtig anstrengen, aber gut, ich werde das schon hinbekommen“ sagte er.
„Schön, na dann bis bald“ erwiderte ich und dann beendeten wir das Gespräch.

Einige Zeit später erreichte ich das Appartement und freute mich schon auf den angekündigten Gaumenschmaus.
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Beitrag Verfasst am: 08.10.2011, 22:37    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 119

Das Essen traf mit einiger zeitlicher Verspätung nebst Lieferant bei mir ein.
Sein Anblick lies sofort meine fürsorgliche Seite in den Vordergrund treten.
„Tut mir leid, aber ich habe mir wohl das falsche Transportmittel ausgesucht“ entschuldigte sich Keanu und reichte mir das Essen. Ich nahm die durchnässte Tüte an mich und bat Keanu herein.
Da stand er nun, total durchnässt und dennoch mit einem Lächeln im Gesicht.
„Warte, ich hole dir ein Badetuch“ sagte ich und ging schnellen Fußes zuerst zur Küche und danach ins Badezimmer.
Als ich mit dem Handtuch zurückkam, hatte sich Keanu bereits seiner Jacke und der Jeans entledigt. Ich wusste ja, wie er ohne Kleidung aussah, aber sein Wetlook stellte meine Hormone auf eine ordentliche Probe.
„Hi..er bi..tte“ brachte ich leicht nervös hervor.
„Danke“ sagte Keanu schmunzelt.
Ich spürte, dass ihm meine Nervosität nicht entgangen war.
Ohne ihn anzuschauen sagte ich: „Ich werde mal nachschauen, ob ich noch eine Jeans und ein T-Shirt von dir in meinem Kleiderschrank finde“ und verließ den Flur.
„Ich geh mal schnell unter die Dusche“ hörte ich Keanu mir zurufen.
„Ja, in Ordnung“ sagte ich.
„Hoffentlich habe ich bis dahin etwas Passendes gefunden“ fügte ich noch leise hinzu. In mir stieg die Körperwärme und zu wissen, dass er im Raum nebenan unbekleidet unter meiner Dusche stand, brachte keines Wegs eine Abkühlung. Angestrengt suchte ich den Kleiderschrank nach einem geeigneten Kleidungstück, als ich plötzlich zwei Hände an meiner Hüfte bemerkte.
„Na, was gefunden“ fragte er und ich spürte deutlich seinen warmen Atem in meinem Nacken.
„No..ch nicht wir..klich“ stotterte ich und versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bekommen.
„Kein Problem, das Handtuch tut es auch“ sprach Keanu und ich sah wie er seine Hände langsam über meinen Bauch führte. Mir stockte der Atem und ich versuchte meine Gedanken auf etwas anderes zu konzentrieren.
„Hör auf mit dem Suchen und lass uns lieber sehen, ob dir gefällt, was ich mitgebracht habe“ sprach Keanu ruhig und mit unglaublich tiefer Stimme.
„Wenn du meinst“ murmelte ich etwas enttäuscht, denn seine Hände hatte er längst wieder von meinem Körper genommen. Ich schloss die Türen meines Kleiderschranks und drehte mich zur Zimmertür um. Erleichtert atmete ich auf, denn Keanu hatte den Raum bereits verlassen.

„Ist sogar noch alles warm geblieben“ sagte Keanu als er mich in der Küche bemerkte.
„Schö…n“ erwiderte ich knapp, denn sein Anblick ließ mein Kopfkino deutlich rotieren. Nur mit einem Badehandtuch um die Lenden, barfuß mit leicht wirrem und noch feuchtem Haar stand er in meiner Küche und beförderte das Essen auf die beiden Teller.
Ihm schien es nichts auszumachen, mir so gegenüber zu treten. Vermutlich war er sich noch nicht einmal bewusst wie anziehend ich diesen Anblick fand.

Ich war so gebannt, dass ich noch nicht einmal bemerkte, dass Keanu die Teller bereits auf den Tisch gestellt und sich an selbigen gesetzt hatte.
„Nico, alles in Ordnung?“ fragte er besorgt.
Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich noch immer wie versteinert da stand. Peinlich berührt und vermutlich mit geröteten Wangen bewegte ich mich auf den Tisch zu. Dabei richtete ich meinen Blick auf die gefüllten Teller.
„Ich hoffe du magst mexikanische Küche?“ erkundigte sich Keanu.
Ich hob meinen Kopf und versuchte ihn nur in sein Gesicht zu schauen.
„Ja, ich steh auf feurig und herzhaft“ hörte ich mich sagen und im selben Augenblick sehnte ich mir ein Loch herbei in dem ich hätte versinken können.
„Feurig und herzhaft, werde ich mir merken“ erwiderte Keanu deutlich amüsiert.
Ich verkniff mir jeglichen Kommentar und versuchte mich auf das Essen zu konzentrieren, als ich einen lauten Knall vernahm. Sofort schaute ich von meinem Teller auf und brach unweigerlich in schallendes Gelächter aus.

Keanu hatte augenscheinlich versucht eine Flasche Champagner, die er im Kühlschrank vorgefunden hatte, zu öffnen. Da diese dort schon länger gelegen hatte stand sie so unter Druck, dass der Plastikkorken förmlich aus der Flasche schoss und der Inhalt sich über Keanus Badetuch und die Füße ergoss. Reflexartig zog sich dieser das Tuch von den Lenden und jonglierte nun Badehandtuch und Champagnerflasche in seinen Händen.
Nachdem sich mein Lachanfall einigermaßen gelegt hatte eilte ich ihm zur Hilfe. Ich nahm ihm die Flasche ab und riet ihm, nochmals die Dusche aufzusuchen.
„Ja, dass scheint mir auch nötig“ sagte er mit einem breiten Grinsen und ging ohne Handtuch auf direkten Weg ins Bad.
Von der Situation immer noch belustigt pfiff ich ihm beim Anblick seiner gut trainierten Rückansicht hinterher. Kaum hatte ich begriffen, was ich da gerade von mir gab, ging ich in die Hocke und widmete mich der Reinigung des Küchenbodens. Keanus Schmunzeln und den Luftkuss, den er mir daraufhin zuwarf blieben dadurch von mir ungesehen.

Als er vom Bad zurückkam saß ich bereits wieder am Tisch. Sein Oberkörper zierte wieder sein T-Shirt, das bereits wieder getrocknet war und der untere Teil seines Körpers steckte in einer Boxershorts, die ich noch gefunden hatte. Obwohl er jetzt eindeutig mehr am Körper trug beruhigte mich dies keines Wegs. Doch noch bevor ich mir darüber weiter den Kopf zerbrechen konnte erhob Keanu sein Champagnerglas.
„Auf unser, wenn auch etwas missglücktes Wiedersehen“ sagte er und wieder lächelte er mich an.
Immer noch nervös griff ich nach meinem Glas und stieß mit ihm an.
„Auf unser Wiedersehen“ wiederholte ich und stürzte den Inhalt in einem Schluck herunter. Keanu sah mich erst verwundert, dann amüsiert an.
„Ich hatte immer gedacht Champagner schmeckt dir nicht“ sprach er.
Damit hatte er vollkommen Recht, aber um mich innerlich etwas abzukühlen kam dieses edle Getränk wie gerufen. Leider half es aber nicht dabei meine innere Wärme zu mindern, eher im Gegenteil. Doch Alkohol hat auch positive Nebenwirkungen, er löst die Hemmungen, benebelt die Sinne und lockert die Zunge und so wurde unser mexikanisches Mahl mit Burritos, Taccos, Guacamole und Naccos zu einer höchst vergnüglichen Veranstaltung.
Erst als Keanu den Nachtisch aus dem Kühlschrank hervorzauberte und ich die Cappuccinos dazu liefern wollte, wurde uns beiden bewusst, dass wir etwas zu viel vom Champagner hatten.

Während ich Halt am Waschbecken fand schaffte es Keanu gerade noch, die Pappschachtel unbeschadet auf den Tisch zu bugsieren, dann verlor er den festen Stand und schaffte es gerade noch sich ebenfalls am Waschbecken mit seinen Händen festzuhalten. Es dauerte den Bruchteil einer Minute bis ich begriff, dass sein Körper direkt hinter meinem stand. Ich vernahm sein leises Lachen und kurz darauf seinen warmen Atem an meinem Nacken.
Mit einem Schlag schien ich wieder nüchtern zu sein und versuchte die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Doch noch bevor ich in der Lage war meine Position zu verändern hatte Keanu seine Hände auf meine gelegt. Behutsam strich er mir seinen Daumen über meine Handrücken. Dabei grub er seine Nase in meinen geflochtenen Zopf und zog die Luft hörbar tief ein. Das ganze wiederholte er zwei weitere Male bis er sanft seine Lippen an meinen Hals führte.
Mein Körper schien förmlich zu glühen und je leidenschaftlicher Keanus Lippen auf Wanderschaft gingen, desto mehr schien ich den Boden unter meinen Füßen zu verlieren. Doch noch bevor ich dieses Gefühl richtig genießen konnte, war es auch schon wieder vorbei. Keanu hatte sich von mir entfernt und die Küche verlassen.
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Beitrag Verfasst am: 13.10.2011, 13:29    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 120

Am kommenden Morgen wachte ich alleine in meinem Bett auf. Wie nicht anders zu erwarten hatte sich Keanu noch in der Nacht von mir verabschiedet. Er war der Ansicht, dass es für uns beide das Beste sei, wenn wir uns von unserer körperlichen Anziehungskraft nicht zu sehr leiten lassen würden. Auch wenn ich das eindeutig anders sah, gegen seine Entschlossenheit kam ich nicht an. Da ich keine Lust auf lange Diskussionen hatte, die dann schlussendlich sowieso nichts bringen würden, ließ ich ihn gehen. Ob und wann wir uns wiedersehen stand also in den Sternen, nicht zuletzt, weil wir beide Projekte hatten, die uns so schnell nicht zusammenbringen würden. Vielleicht war das ja auch der Grund, warum er sich gegen eine gemeinsame Nacht entschieden hatte? Wie auch immer, ich musste jetzt nach vorne schauen und mich auf mein neues Projekt konzentrieren.

Die Zeit bis zu meiner Abreise nach Buffalo verging sehr schnell. Mit Keanu hatte ich mich noch einmal getroffen. Wir waren zusammen essen und haben uns größtenteils über die Arbeit unterhalten. Auf das letzte Treffen sind wir beide nicht mehr zu sprechen gekommen, was ich persönlich auch in Ordnung fand. Dafür sind wir nach dem Essen noch gemeinsam ins ArcLight Hollywood gegangen und haben uns einen Dokumentarfilm über Wasserfälle angeschaut. Ich muss gestehen, dass ich nicht auf die Idee gekommen wäre, mir einen Dokumentarfilm im Kino anzuschauen. Doch im Nachhinein war ich von dem Film richtig angetan, was vermutlich auch ein wenig mit meiner männlichen Begleitung zu tun hatte.

Keanu war an dem Abend unglaublich fürsorglich und aufmerksam. Er sorgte für die Verpflegung im Kino und lud mich im Anschluss an den Film noch auf einen Cocktail in einer Bar in der Nähe des Kinos ein.
„Und, wie hat dir der Film gefallen?“ erkundigte sich Keanu.
„Zuerst war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch“ gestand ich ihm.
„Wieso?“ wollte er wissen.
„Dokumentarfilme, so dachte ich immer, sind etwas für das heimische TV. Nichts für die große Leinwand“ erklärte ich ihm.
„Echt? Dabei kommen diese Filme doch erst auf der großen Leinwand besonders eindrucksvoll rüber“ entgegnete Keanu.
„Ja, jetzt sehe ich das genauso“ stimmte ich zu.
„Dann war es also nicht zu langweilig für dich?“ fragte Keanu leicht grinsend.
„Nein, auf keinen Fall. Zumal Wasser, genauso wie Wind, eine Naturgewalt ist, die mich absolut fasziniert“ antwortete ich.
„So, tut es das?“ erkundigte sich Keanu.
„Ja, oder siehst du das anders?“ wollte ich wissen.
Keanu nippte an seinem Drink und sah für einen kurzen Moment recht nachdenklich aus.
„Mich faszinierende nicht nur Naturgewalten“ antwortete Keanu und sah mich mit einen durchdringenden Blick an.
„Geht mir nicht anders“ erwiderte ich und hoffte, dass Keanu nicht weiter darauf eingehen würde.
„Wann musst du nach Buffalo?“ wollte er wissen.
„Übermorgen“ entgegnete ich.
„Für wie lange?“ fragte er weiter.
„Bis zum Weihnachtsfest auf jeden Fall“ antwortete ich.
Keanu nahm wieder einen Schluck von seinem Drink und beugte sich dann zu mir vor.
„Wollen wir gehen?“ fragte er und dann spürte ich seine Hände auf meinen Knien. Ich wusste, dass er mich wollte und wenn ich ehrlich war, dann war es genau das, was ich auch wollte.
„Ja“ erwiderte ich knapp.
„Dann komm“ sprach er, stand auf und gab mir seine Hand.
Kurz danach saßen wir in seinem Wagen und fuhren zu seinem Haus.
Wir redeten nicht viel, dafür küssten wir uns an fast jeder roten Ampel, die sich uns als Halt bot.
An seinem Haus angekommen konnten wir beide das Auto nicht schnell genug verlassen. Die erste Couch, die sich uns bot, steuerten wir sehnsuchtsvoll an. Unter leidenschaftlichen Liebkosungen entledigten wir uns gegenseitig unserer Kleidung. Nur noch mit Unterwäsche auf dem Leib trug mich Keanu ins Schlafzimmer und legte mich auf sein Bett. Bevor er sich zu mir legte, besorgte er noch eine Flasche Champagner und zwei Gläser. Diese stellte er ans Bett und kam dann zu mir. Trotz dieser kleinen Unterbrechung hatten wir uns beide schnell wieder auf das Wesentliche konzentriert.

Keanu war so unglaublich leidenschaftlich, dass es mir sehr schwer fiel, dem Verlangen in meiner Körpermitte nicht sofort nachzugeben.
„Lass dich treiben Nico, kämpfe nicht dagegen an“ flüsterte mir Keanu zärtlich ins Ohr. Getrieben durch seine Zärtlichkeit und meinem unbändigem Verlangen, ihn in mir zu spüren dauerte unser erstes Mal nach Jerez nicht wirklich lange.
„Da konnte es wohl jemand kaum abwarten“ sagte Keanu im Anschluss mit einem Augenzwinkern.
„Schlimm?“ fragte ich mit leichter Scham und geröteten Wangen.
„Nein, ein schöneres Kompliment hättest du mir nicht machen können“ erwiderte er.
„Doch, ich hätte auf dich warten können“ gab ich etwas betrübt von mir.
„Wenn du glücklich bist, dann bin ich es auch. Nur das zählt für mich“ entgegnete er mir.
„Du bist verdammt selbstlos“ bemerkte ich.
„In der Hinsicht auf alle Fälle“ gab er zu.
„Warum?“ wollte ich wissen.
„Weil ich es als Hochgenuss empfinde, wenn du gekommen bist“ antwortet er.
„Auch wenn du selber nichts davon hattest?“ fragte ich ungläubig.
„Sei beruhigt, dich so zu spüren und zu sehen befriedigt mich genauso, als wenn ich dabei selbst gekommen wäre“ erklärte er mir und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss.
„Warum hat dich noch keine Frau haben wollen?“ kam es über meine Lippen.
„Bist du keine Frau – oder willst du mich nicht?“ fragte er keck zurück.
„Ich meinte doch vor mir“ ergänzte ich meine Frage.
„Dazu gehören immer zwei Nico“ antwortete er.
„Dann gab es also doch schon Anwärterinnen“ sagte ich.
„Anwärterinnen?“ wiederholte er.
„Frauen, die dich heiraten wollten“ entgegnete ich und merkte sofort, dass Keanu darüber nicht sprechen wollte.
„Sorry, vergiss die Frage“ erwiderte ich.
„Nein, schon in Ordnung“ beruhigte mich Keanu.
„Bisher gab es keine Frau, für die ich das Thema in Erwägung gezogen hätte“ antwortete Keanu.
„Oh“ gab ich ziemlich enttäuscht klingend von mir.
„Ist es dir wichtig Nico? Möchtest du mal die Ehefrau von jemandem sein?“ fragte er und wirkte dabei sehr ernst.

Bisher, das musste ich mir eingestehen, hatte ich mir nie wirklich darüber Gedanken gemacht. Meine Arbeit war mein Leben und obwohl ich das eigentlich immer noch so sah, fühlte ich mich durch Keanus Aussage verletzt. Es war schwer zu sagen, warum ich so fühlte und ich war mir auch nicht sicher, ob es seine Einstellung war, die mich verletzt hatte oder das Thema grundsätzlich? Darum versuchte ich seine Frage so neutral es nur ging zu beantworten.

„Bisher war das keine Frage, die ich mir selbst gestellt hätte“ erwiderte ich.
„Ehrlich? Du hast noch nie darüber nachgedacht, ob die einmal Ehefrau und Mutter werden möchtest?“ fragte er ungläubig.
„So ist es. Bei mir stand immer meine Arbeit im Fokus. Ehemann und Kinder kamen da in meinen Überlegungen nie vor“ antwortete ich.
„Und das ist bis heute so geblieben?“ wollte er wissen.

Ich wäre froh gewesen, hätte er mir diese Frage nicht gestellt. Natürlich hatte ich schon mal daran gedacht, wie es wäre seine Frau zu sein, doch sollte ich das jetzt wirklich sagen? Schließlich hatte er mir ja gerade erst gesagt, wie er dazu stand, also ansatzweise zumindest. Der Abend war so harmonisch, dass jetzt durch eine falsche Antwort zu riskieren missfiel mir.
Darum antwortete ich mit einem knappen Ja und versuchte ihn dabei nicht direkt anschauen zu müssen.
Ich spürte, dass er mich prüfend ansah und hoffte nur, er würde es dabei bewenden lassen. Doch er tat es nicht.
„Noch nicht ein einziges Mal?“ fragte er und nahm meine Hände.
„Warum soll ich uns beiden die schöne Stimmung vermiesen, wenn ich es sage?“ fragte ich und blickte in sein Gesicht.
„Ich will, dass du ehrlich zu mir bist, da ich weder in dein Herz noch in deinen Kopf schauen kann“ erwiderte er.
Sein Blick und die Aussage gaben mir Mut, seine Frage erneut zu beantworten.
„Okay, seit ich dich kenne, ist es schon ein- oder auch zweimal vorgekommen, dass ich darüber nachgedacht habe“ erwiderte ich.
Entgegen meiner Vermutung war Keanu keines Wegs genervt oder abweisend. Er lächelte mich leicht schelmisch an.
„Schön“ entgegnete er und dann zog er mich auf sich.
Leicht irritiert darüber schaute ich ihn an.
„Nicoletta Reeves hört sich doch gar nicht so schlecht an“ scherzte er.
„Findet du?“ fragte ich ziemlich verunsichert.
„Ja“ sagte er und dann küssten wir uns leidenschaftlich.
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Beitrag Verfasst am: 17.10.2011, 16:21    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 121

Es war bereits hell, als ich von einem durch die Vorhänge einfallenden Sonnenstrahl, der direkt auf meiner Nasenspitze tanzte, geweckt wurde. Durch zaghaftes Blinzeln versuchte ich meine Pupillen mit Flüssigkeit zu benetzen, um so meinen Blick langsam schärfen zu können. Bevor ich wieder klar sehen konnte musste ich diesen Vorgang mehrmals wiederholen.
Nachdem die Augen aufgeweckt waren, wanderten sie im Raum umher. Es war ein großer Raum, viel größer, als ich mein Schlafzimmer in Erinnerung hatte. Beim Anblick des Mobiliars stellte ich fest, dass es sich dabei nicht um die mir bekannten handelte. So kam ich zu dem Entschluss, dass ich mich nicht in meinem Schlafzimmer und somit auch nicht in meinem Appartement befand. Ich richtete meinen Oberkörper langsam auf und schaute mich um.
Das Bett, in dem ich saß war von der Größe King Size. Bei näherer Betrachtung musste ich jedoch feststellen, dass ich das Bett nur mit mir selber teilte. Ein kleiner Seufzer der Enttäuschung entfloh meiner Kehle, als ich realisierte, dass ich mich bereits in Buffalo befand. Traurig, jetzt auf mich alleine gestellt zu sein, schloss ich noch einmal für einen kurzen Moment meine Augen.

Die Nacht vor meiner Abreise hatte ich noch mit Keanu zusammen verbracht. Sie war so wundervoll, so impulsiv und intensiv, wie ich es noch nie zuvor mit ihm erlebt hatte. Noch immer war ich von dieser Nacht überwältigt.
Ich schwelgte noch in den Erinnerungen, als ich ein leises Brummen vernahm. Sofort öffnete ich meine Augen und richtete meinen Blick auf den Nachtisch. Dort lag mein Handy, das sich langsam zum Rand des Tisches bewegte. Mit einem Lächeln im Gesicht nahm ich es an mich. Der Blick auf das Display bestätigte mir, wonach ich mich gesehnt hatte und so nahm ich das Gespräch an.

„Guten Morgen Nico“ hörte ich Keanus tiefe und sanfte Stimme in mein Ohr dringen.
Sofort durchfuhr meinen Körper ein wohliger Schauer gefolgt von einem leichten Ziehen aus meiner Körpermitte.
„Guten Morgen Keanu“ antwortete ich vergnügt.
„Du hörst dich ja schon deutlich besser an, als bei unserem Abschied“ stellte er erfreut fest.
„Ja, aber nur, weil ich jetzt deine Stimme hören kann“ entgegnete ich.
„Wie ist die Unterbringung?“ erkundigte er sich.
„Sehr luxuriös! Das Bett hat King Size Größe und der Raum in dem ich jetzt sitze hat fast die Größe meines gesamten Appartements“ erklärte ich ihm.
„King Size, dass klingt gut“ gab er mit einem ansatzweisen Brummen von sich.
„Ja sehr angenehm, wäre da nicht die unbefriedigende Tatsache, dass du nicht bei mir bist“ gab ich etwas traurig klingend von mir.
„He, keine schlechte Stimmung verbreiten. In Gedanken bin ich immer bei dir“ versicherte er mir.
„Danke, dass ist lieb“ bestätigte ich und schickte meiner Aussage noch einen leisen Seufzer hinterher.
„So schlimm?“ wollte Keanu wissen.
„Nein, noch viel schlimmer“ antwortete ich und zupfte etwas ungeduldig mit den Fingern an meiner Bettdecke herum.
„Du fehlst mir auch, sehr sogar. Vor allem deine unbeschreiblich sanften Lippen und die weiche Haut, die deinen markelos schönen Körper umgibt“ gestand mir Keanu.
„Hör auf damit, ich werde noch ganz rot im Gesicht“ bat ich ihn mit einer gewissen Verlegenheit in der Stimme.
„Musst du nicht werden. Das alles entspricht der Wahrheit“ besänftigte mich Keanu.
Um mich langsam auf andere Gedanken zu bringen, erkundigte ich mich bei ihm, wie sein Tag aussehen wird.
„Heute werde ich noch einige Vorbereitungen für Thanksgiving tätigen“ erzählte er.
Sofort fiel mir die Einladung ein, die mir Company Films hatte zukommen lassen. Die letzten Jahre war Thanksgiving für mich die Zeit, in der ich mich ein wenig von den Strapazen des Jobs erholen konnte. Zusätzliche freie Tage, die der Entspannung dienten. Dieses Jahr war es das erste Mal, dass ich das Fest wirklich begehen würde. Allerdings, und das stimmte mich auch wieder traurig, ohne Keanu.
„Mit wem wirst du Thanksgiving feiern“ wollte ich wissen.
„In Gedanken mit dir“ antwortete Keanu liebevoll.
„Und real?“ hakte ich nach.
„Mit den Leuten vom Filmset“ fügte er hinzu.
„Oh, dann bist du schon am Drehort eingetroffen?“ wollte ich wissen.
„Im Laufe des Vormittags“ erwiderte Keanu.

Ich merkte, wie meine Fröhlichkeit zu Beginn des Telefonats sich so langsam verflüchtigte. Keanu spürte das auch und versuchte durch Komplimente und der detaillierten Beschreibung dessen, was er aus seinem Fenster sah, mich abzulenken und aufzumuntern. Für einige Minuten war es ihm auch gelungen. Er konnte mir sogar ein lautes Lachen entlocken, doch schnell schlug meine Stimmung wieder ins Gegenteilige um.

„Sei nicht so traurig. Wir haben doch noch das Telefon und Internet“ gab Keanu zu bedenken.
„Ja, das sind tolle technische Errungenschaften, aber sie ersetzen nicht die Nähe zu einem Menschen. Ich kann meinen PC nicht zärtlich und liebevoll umarmen und dabei spüren, wie sich die Haut des Partners daraufhin verändert. Durch das Telefon höre ich zwar die schöne Stimme, aber es streichelt mich nicht und entlockt mir auch keine Töne der Verzückung, weil ich vor Leidenschaft fast vergehe“ entgegnete ich ihm.
„Ach Nico, du kannst so schöne Worte finden für all das, was ich auf der Stelle mit dir tun würde, wäre ich jetzt im Bett neben dir“ gab Keanu mit einem tiefen Seufzer von sich.
„Wärst du jetzt neben mir, dann würde ich bestimmt nicht telefonieren“ erwiderte ich mit einem kleinen Lachen.
„Das glaube ich dir sofort“ kam es von Keanu.

Als ich auf einmal ein kurzes dumpfes Geräusch von der gegenüberliegenden Zimmerwand vernahm, horchte ich auf. Meinen Blick richtete ich auf die Tür, die sich dort befand. Ich stellte mir innerlich die Frage wer oder was sich wohl hinter dieser Wand befand? Und stieg aus dem Bett. Mit dem Handy am Ohr schritt ich leise durch das Zimmer, bis ich an der Tür angekommen war.
„Was machst du jetzt?“ hörte ich Keanu fragen.
„Ich versuche herauszufinden wer oder was sich hinter der Tür befindet, die meinen Raum von einem vermutlich anderen Raum trennt“ antwortete ich ihm.
„Aha“ erwiderte Keanu wenig begeistert.
Für einen kurzen Moment erlag ich der Annahme, dass sich hinter der Tür eine Person befindet. Doch als ich dann mein Ohr an die Wand presste, um mich zu vergewissern, ob da wirklich jemand war, hörte ich nichts mehr. Enttäuscht ging ich wieder zum Bett zurück.
„Und, was entdeckt?“ erkundigte sich Keanu recht gelangweilt.
„Nein, aber da ist jemand. Ich spüre das“ entgegnete ich.
„Wer soll denn da sein, deiner Meinung nach?“ gab Keanu von sich.
„Keine Ahnung, aber wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, dass ich dich dort gespürt habe“ erwiderte ich.

Von Keanu vernahm ich ein kurzes Lachen, gefolgt von einer „du hast eine blühende Phantasie“ Aussage. Auch wenn ich meine Annahme im Moment nicht beweisen konnte, so wurde ich das Gefühl, dass sich Keanu in meiner unmittelbaren Nähe befand, nicht los. Ich vermied es jedoch, dass Thema weiter mit ihm zu diskutieren. Außerdem war es jetzt so langsam an der Zeit, mich für den ersten Arbeitstag herzurichten und mein Frühstück zu mir zu nehmen.
Schweren Herzens verabschiedete ich mich von Keanu und wünschte ihm ein tolles Thanksgiving.
„Das wünsche ich dir auch, meine Süße“ sagte er sehr gefühlvoll und dann beendeten wir das Telefonat.
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Beitrag Verfasst am: 24.10.2011, 16:49    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 122

Nach dem Telefonat ging ich duschen und bereitete mich auf meinen ersten Arbeitstag vor. Dieser startete erst einmal mit der Einnahme eines Frühstücks. Also verließ ich mein Zimmer und begab mich zu den Aufzügen. Da mich der Weg dorthin an die Suite, die an mein Zimmer grenzte vorbeiführte, wagte ich einen kurzen Blick.
Die Tür war weit geöffnet und in einem kleinen Vorflur standen zwei große Koffer und eine Reisetasche. Ob diese nun Keanu gehörten, vermochte ich nicht zu sagen. Da ich weder Stimmen hörte noch Personen sah, beschloss ich, meinen Weg zur Frühstückseinnahme fortzusetzen.
Im Foyer angekommen, meldete ich mich noch kurz beim Empfang und erkundigte mich nach Post. Zu meiner Verwunderung übergab mir eine der Bediensteten einen DIN A5 weißen Umschlag. Ich bedankte mich und ging, ohne ihn zu öffnen zum Speisesaal. Da es noch recht früh am Morgen war, konnte ich sogar noch einen Fensterplatz ergattern. Nachdem ich mir einen Latte Macchiato bestellt hatte, holte ich mir etwas vom Frühstückbüffet. Obstsalat und ein Brötchen mit Wurst waren meine erste Wahl an diesem Tag. Zurück am Tisch, auf dem bereits der Latte Macchiato stand, widmete ich mich dem Inhalt des Umschlages. Dieser beinhaltete ein Schreiben der Filmfirma Company Film.

Nach einer freundlichen Begrüßung informierte man mich über den heutigen Tagesablauf. Das erste Treffen mit den anderen Crewmitgliedern war um die Mittagszeit in einem Restaurant angesetzt wurden. Danach sollte eine kurze Begehung der für die nächsten Tage vorgesehenen Spielstätten erfolgen. Danach war eine Pressekonferenz bei der Stadtverwaltung geplant, an das sich nahtlos ein Fotoshooting einer Lokalen Zeitung anschließen sollte. Dieses Shooting sollte bei der Thanksgiving-Feier der Armenspeisung in einem kirchlichen Gemeindehaus stattfinden. Hinter diesem Tagespunkt war mein Name vermerkt. Dies lies mich vermuten, dass ich für das Shooting die Darsteller herrichten sollte. Für das Shooting wurden zwei Stunden angesetzt. Am Abend stand dann die Thanksgiving-Feier für die Filmcrew nebst Darsteller auf der Agenda. Ein recht unspektakulärer Tagesablauf, wie ich befand und für mich ein angenehmer Einstieg nach meiner langen Auszeit. Das Anschreiben legte ich wieder in den Umschlag zurück und genoss dann mein Frühstück.

Nach gut einer Stunde verließ ich den Frühstückssaal und ging zurück zu meinem Zimmer. Auf der Etage, wo sich mein Zimmer befand war jede Menge Betrieb. Zimmermädchen eilten umher und auch einige Pagen kamen mir mit Gepäckstücken der Gäste entgegen. Auf der Höhe der Suite musste ich kurz einen Halt einlegen. Ein Wagen vom Service wurde langsam auf dem Gang geschoben und versperrte mir den weiteren Weg. Also nutze ich die Zeit, um einen erneuten Blick in die Suite zu werfen.

Man konnte keine Personen sehen, aber dafür jede Menge Stimmen hören. Ich versuchte mich auf die Stimmen zu konzentrieren und hatte dabei meinen Blick auf den Boden des Flurbereiches der Suite gerichtet. Plötzlich und auch nur für einen ganz kurzen Augenblick sah ich aus dem angrenzenden Wohnbereich ein Paar Schuhe, die mir sehr vertraut waren. Als ich kurz darauf meinen Kopf hob, um einen Blick auf die Person erhaschen zu können, war diese auch schon wieder aus meinem Blickfeld verschwunden. Da ich weder Keanus Stimme vernehmen konnte, noch die Person sah, deren Schuhe ich zu erkennen glaubte, war ich so verunsichert, dass ich froh war, meinen Weg zum Zimmer fortsetzen zu können.

Dort angekommen, musste ich ungläubig meinen Kopf schütteln. „Ich halluziniere schon“ sagte ich leise vor mich hin und versuchte dabei meine Utensilien für das Fotoshooting am Nachmittag zusammenzupacken. Da ich mich jedoch nicht richtig konzentrieren konnte, setzte ich mich kurz auf das bereits frisch hergerichtete Bett. Die Unruhe, die noch einige Minuten zuvor von der Suite zu vernehmen war, hatte sich gelegt. Auch auf dem Flur des Hotels war langsam Ruhe eingekehrt. „Hatte ich wirklich Keanus Schuhe gesehen oder war das nur ein Wunschdenken?“ fragte ich mich unterdessen.
„Vermisste ich ihn schon so sehr, dass ich Dinge sah, die es gar nicht gab?“
Je mehr ich darüber grübelte, desto weniger glaubte ich daran, dass ich wirklich seine Schuhe gesehen hatte und beschloss, die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Von der vorangeschrittenen Zeit getrieben, packte ich schnell noch die letzten Dinge in das Beautycase. Ein letzte Inspektion und dann zog ich mir meine warme Winterjacke nebst Handschuh an und verließ das Zimmer in Richtung Aufzüge.
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Beitrag Verfasst am: 25.10.2011, 14:46    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 123

Ich hatte meine Zimmer kaum verlassen, da machte ich bereits Bekanntschaft mit einem Wagen der Reinigungskräfte. Dieser stand direkt im Gang gefolgt von einem Staubsauger, den ich jedoch zu spät bemerkte, ins Straucheln geriet und samt Beautycase der Länge nach hinfiel.
Mein Kopf lag genau vor der Eingangstür der Suite, die sich im selben Augenblick öffnete. Ich konnte mich gar nicht so schnell bemerkbar machen, wie zwei Schuhe in den Flur traten. Um mein Gesicht vor Blessuren zu schützen, schaffte ich es noch rechtzeitig, meinen Arm davor zu bekommen.
„Du meine Güte, was ist denn hier passiert?“ hörte ich eine weibliche Stimme fragen und spürte kurz darauf wie sich etwas unter meinen Körper schob und mich anhob. Ohne mitbekommen zu haben, auf wessen Armen ich mich da gerade befand, legte ich die meinigen um Hals und Nacken der Person. Kurz darauf fand ich mich auf einer Couch liegend wieder. Ich versuchte mich zu orientieren und stellte sehr bald fest, dass ich mich in der Nachbarsuite befand. Eine Frau mit langen dunklen und wild gelockten Haaren sah mich besorgt an. Bevor ich etwas sagen konnte, spürte ich etwas Kühlendes auf meiner Stirn.
„Ich denke sie kommt zu sich“ hörte ich die Frau sagen. Ihrem Blick konnte ich entnehmen, dass sich hinter mir noch eine weitere Person im Raum befand.
„Wie geht es Ihnen?“ erkundigte sich die Frau. Noch immer benommen sortierte ich die Worte in meinem Kopf.
„Was ist passiert?“ fragte ich irritiert.
„Du bist über den Staubsauger gestolpert und direkt vor meiner Tür gelandet“ hörte ich eine männliche Stimme sagen.
„Vermutlich wirst du dir eine leichte Gehirnerschütterung von dem Sturz zugezogen haben. Deshalb wirst du jetzt hier auch erst einmal liegen bleiben“ hörte ich den Mann sagen.
Noch sah ich die Person, die mit mir gesprochen hatte nicht, aber die Stimme, die kannte ich genau. Sie gehört Keanu, meinem Keanu, schoss es mir augenblicklich in den Kopf. Ich wollte gerade etwas sagen, als ich mich selbst daran hinderte. Was, wenn der Mann gar nicht Keanu war? Ich hatte heute ja schon einmal halluziniert, vielleicht war es jetzt mit der Stimme nicht anders?
Um mich nicht zu blamieren, hielt ich meinen Mund geschlossen und sah wieder in die besorgten Augen der Frau.
„Möchten Sie ein Glas Wasser haben?“ fragte diese.
Ich wollte den Kopf kurz anheben um zu nicken, doch als ich merkte, dass sich alles bei mir zu drehen begann lies ich es sein und antwortete mit einem krächzenden ja.
„Gut, ich besorge Ihnen etwas“ sagte sie und verließ dann den Raum.
Für einen kurzen Augenblick war ich mit dem Mann allein. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an: „Haben Sie mich aufgehoben?“ fragte ich vorsichtig.
„Ja, Nico – ich habe dich aufgehoben“ sprach der Mann und gab seinen Platz an meinem Kopfende auf.
Er setzte sich auf den Tisch, der vor der Couch stand und nahm dabei eine Hand von mir. Besorgt schaute er mich aus diesen mir so vertrauten braunen Augen an. Seine Haare waren frisch geschnitten worden und sein Gesicht ganz glatt rasiert. Er sah mindestens 5 Jahre jünger aus und wäre ich nicht noch immer so benommen gewesen, hätte ich ihn sofort umarmt und geküsst.
Mittlerweile war auch die Frau wieder erschienen. Keanu nahm ihr das Glas mit dem Wasser aus der Hand und stellte es auf den Tisch.
„Möchtest du etwas trinken?“ fragte er.
„Ja“ erwiderte ich schwach.
„Okay, ich helfe dir“ entgegnete er und dann schob er einen Arm unter meinen Kopf, wodurch dieser leicht angehoben wurde.
Die Frau reichte Keanu das Glas. Er nahm es und führte es an meine Lippen. Vorsichtig nippte ich daran, bevor ich dann einen großen Schluck zu mir nahm.
„Danke“ sagte ich im Anschluss.
„Seit wann bist du hier?“ wollte ich von Keanu wissen.
„Ich bin heute früh angekommen“ antwortete er und nahm mir das kühlende Tuch von der Stirn.
„Kannst du es bitte noch einmal auswaschen?“ fragte Keanu die dunkelhaarige Frau. Diese nickte und verließ kurz darauf den Raum wieder.
„Dann gehörten die Schuhe doch zu dir“ gab ich erleichtert von mir.
„Ja“ antwortete Keanu knapp und strich mir ganz behutsam mit einem Finger eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Wir beide sahen uns wortlos an. Dabei konnte ich die Besorgnis, die in seinem Blick lag, gut erkennen. Ich wollte noch etwas sagen, als die Frau mit dem kühlenden Tuch wieder erschien. Fürsorglich legte mir Keanu das Tuch wieder auf die Stirn.
„Tut der Kopf sehr weh?“ wollte er wissen.
„Mir ist ein bisschen schwindelig“ antwortete ich und versuchte mich aufzurichten.
„Liegenbleiben“ ermahnte mich Keanu und sah mich mit einem ernsten Blick an. Dann wandte er sich an die Frau.
„Lemore ich werde noch ein bisschen bei Nico bleiben und komme dann nach der Begehung direkt zur Pressekonferenz.“ Sie sah ihn skeptisch an.
„Meinst du, das wird reichen? Sie sieht nicht so aus, als ob sie heute Nachmittag für das Photoshooting wieder fit ist“ gab Lemore zu bedenken.
Bevor Keanu antworten konnte, meldete ich mich zu Wort.
„Ich werde das Photoshooting auf jeden Fall begleiten“ versicherte ich.
Sowohl Keanu als auch Lemore schauten mich nachdenklich an.
„Wir werden sehen“ erwiderte Keanu ruhig und sachlich und verlies dann kurz mit Lemore den Raum.
Es dauerte eine ganze Weile, bis die beiden zurückkamen. Lemore hatte bereits ihren Mantel angezogen und verabschiedete sich kurz darauf von uns. An der Tür der Suite drehte sie sich noch einmal zu mir um und sah mich aufmunternd an. Dann sagte sie noch etwas zu Keanu, dass ich nicht verstehen konnte. Da dieser darauf mit einem Schmunzeln reagierte, musste es etwas sein, was uns beide betraf. Nachdem die Tür der Suite wieder geschlossen war, kam Keanu zu mir zurück. Er setzte sich wieder auf den Tisch und nahm meine Hand.
„Du machst Sachen. Dabei hatte ich unser Wiedersehen ganz anders geplant gehabt“ gab er mit einem liebevollen Blick von sich.
„Ich hab das hier doch nicht geplant“ erwiderte ich leicht krächzend.
„Komm, trink noch etwas“ entgegnete Keanu und half mir wieder meinen Kopf anzuheben.
Nachdem ich getrunken hatte, legte er meinen Kopf wieder behutsam auf die Armlehne der Couch. In meinem Kopf wirbelten die Gedanken nur zu umher und ließen mich nicht zur Ruhe kommen. Was hat das hier alles zu bedeuten? War Keanu nur ein Darsteller im Film oder hatte er sogar etwas mit dieser neuen Filmfirma zu tun? Wer war Lemore und warum diese Heimlichkeiten? Ich wusste darauf keine Antworten, aber ich schaute in die Augen der Person, die mir all die Antworten geben konnte. Vorsichtig versuchte ich mich aufzusetzen.
„Bitte Nico, sei vernünftig und bleib liegen“ bat mich Keanu eindringlich.
„Ja, schon gut, aber ich habe da so 1-5 Fragen“ erklärte ich ihm.
„Später“ erwiderte Keanu und nahm mir das Tuch von der Stirn.
Im Anschluss schob er seine Arme unter meinen Körper und hob mich langsam von der Couch hoch.
„Was hast du vor?“ wollte ich wissen.
„Du gehörst ins Bett“ antwortete er bestimmt und brachte mich zum Schlafzimmer.
Dort legte er mich auf das Bett und zog mir die Schuhe aus. Als er sich über mich beugte, um mir die Hose zu öffnen protestierte ich.
„In der Hose kannst du nicht entspannt im Bett liegen“ rechtfertigte er sein Handeln und sah mich mit ernster Miene an.
„Ich will doch auch gar nicht im Bett liegen“ entgegnete ich.
„Weil du unvernünftig bist. Deshalb werde ich das für dich entscheiden“ erwiderte Keanu und im Nu war ich meine Hose los. Er nahm die Bettdecke und legte sie über meinen Körper, so dass nur noch der Kopf hervorschaute.
„Und jetzt schlaf ein bisschen. Der Tag wird noch lang genug werden“ gab er von sich und mir im Anschluss einen zärtlich Kuss auf die Stirn.
Bevor er sich wieder entfernen konnte, hielt ich einen Unterarm von ihm fest. Er sah mich verwundert an.
„Bleib bei mir“ hauchte ich ihm entgegen. Er schüttelte kurz den Kopf.
„Ich kann nicht. Außerdem sollst du zur Ruhe kommen“ bemerkte er.
„Das kann ich am besten in deinen Armen“ konterte ich.
„Würde ich ja auch gerne, aber ich muss noch einige Telefonate führen“ erklärte er mir. Enttäuscht sah ich ihn an.
„Na gut, aber heute Abend gehörst du nur mir alleine“ gab ich selbstsicher von mir. Keanu schenkte mir ein breites Lächeln und gab zurück: „Warum gibt es wohl zwischen deinem Zimmer und dieser Suite hier eine Verbindungstür?“ daraufhin zwinkerte er mir zu und verließ den Raum.
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Nico10787
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Beitrag Verfasst am: 31.10.2011, 14:20    Titel:  Benutzer-Profile anzeigen 

Kapitel 124

„Aufwachen, Nico“ hörte ich Keanus Stimme von ganz weit weg zu mir dringen.
Ich wollte jedoch noch nicht die Augen aufschlagen, viel zu schön war das, was ich geträumt hatte. Würde ich jetzt die Augen öffnen, denn wäre nicht nur mein Traum beendet, sondern vermutlich auch das, was meinen Traum ausmachte.
„Träumst du?“ fragte Keanu flüsternd und ich spürte ganz deutlich seine Lippen an meinem Ohr. Meine Antwort war ein kleines Seufzen.
„Wie gerne würde ich jetzt mit dir zusammen in diesem Traum sein“ sprach er leise weiter.
„Bist du doch“ gab ich genauso leise zurück.
„So?“ fragte er erstaunt.
„Dann würde ich gerne wissen, was dich zum Seufzen gebracht hat“ fügte er noch hinzu.
Langsam öffnete ich meine Augen und blinzelte. Das erste, was ich sehen konnte waren Keanus goldbraune Augen, die mich ganz liebevoll ansahen. Dann erst spürte ich seine Finger, die sanft über meine Wange strichen. Es war ein schönes Gefühl, so geweckt zu werden und ich konnte nicht umhin, eine Hand von mir auf seinen Unterarm zu legen und sachte mit der Handinnenfläche darauf langzugleiten. Ich spürte, wie sich seine kurzen Haare aufrichteten.
„Das kannst du stundenlang weiter machen“ gestand er mir.
„Dann leg dich zu mir“ forderte ich ihn auf.
Keanu sah kurz auf seine Armbanduhr, setzte zu einem Kopfschütteln an, führte diesen dann aber nicht aus, sondern legte sich neben mich. Bevor ich darauf reagieren konnte schob er einen Arm unter meinen Nacken, führte den anderen Arm vor meinem Hals an die Schulter und zog mich sanft auf die Seite.
„Wir haben noch einige Minuten bevor wir in die Kälte müssen“ bemerkte Keanu und sah mich erwartungsvoll an.
„Nur wenige Minuten? Schade, aber es reicht zumindest, um deine Lippen zu pflegen“ entgegnete ich und versucht noch näher an Keanu heranzukommen.
„Hört sich gut an“ war seine Reaktion und dann legte er sich auf den Rücken und zog mich vorsichtig auf sich.
Um besser an sein Gesicht heranzukommen veränderte ich meine Position. Statt auf ihm zu liegen, setzte ich mich auf seine Lenden und beugte mich dann über ihn. Dabei fielen mir meine Haare von den Schultern und versperrten ihm ein wenig die Sicht auf mein Gesicht. Er strich mir mit seinen Fingern die seitlichen Haarsträhnen hinter die Ohren und lächelte mich an.
„Weißt du eigentlich, wie unglaublich hübsch du bist?“ und ohne eine Antwort von mir abzuwarten sprach er weiter.
„Diese tollen Haare, die große blauen Augen, die leicht geröteten Wangen und diese unglaublich vollen und sinnlichen Lippen, die so weich und sanft und zugleich so heiß sein können. Von den schmalen Schultern, den vollen und vor allen Dingen naturbelassenen Brüsten, der schmalen Taille und dem wohlgeformten weiblichen Rundungen darunter vermag ich gar nicht weiter zu sprechen. Es ist wie ein Traum, aus dem ich hoffe niemals zu erwachen“ gestand er mir.

Seine Beschreibung meine Person betreffend machte mich verlegen, was sich durch eine leichte Rötung im Gesicht zeigte.
„Küss mich Nico“ bat er mich sehnsüchtig. Dieser Bitte kam ich unverzüglich nach. Zuerst schmiegte ich meine Lippen nur sanft auf seine, doch sobald ich bemerkte, dass sich seine Lippen einen kleinen Spalt öffneten, gab es für meine Zunge kein Halten mehr. Ich tastete mit der Zungenspitze Millimeter für Millimeter nach Keanus Zunge. Es dauerte auch nicht lange, und ich wurde fündig. So zaghaft unsere Schmuserei begann, so schnell wurde daraus ein erotischer Tanz unserer Zungen. Wir konnten uns an den Lippen und Zunge des anderen gar nicht genug vergnügen und so war es auch nicht verwunderlich, dass wir den Austausch von Berührungen nicht nur auf unsere Münder beschränkten.
Keanus Hände glitten erst über meinen Rücken bis zu meinem Po. Dort ruhten sie kurzzeitig, aber nur, um diesen genüsslich zu massieren, was bei mir den Puls hochtrieb und meiner Kehle wohlige Töne entlockte. Dies verleitet Keanu dazu, seine Hände an der Hüfte vorbei, über den Bauch direkt zu meinen Brüsten zu führen. Obwohl ich komplett angezogen war, spürte ich durch den Stoff von Bluse und BH seine Handinnenflächen. Er führte sie gekonnt und mit sanftem Druck über den Stoff meiner Bluse, bis er meine Knospen deutlich spürte. Bevor ich etwas sagen konnte öffnete er seine Augen und sah mich an. Sein Blick war gierig und sehnsuchtsvoll zugleich und ohne etwas zu sagen ließ ich mich mit meinem Rücken auf das Laken gleiten. Keanu richtete sich auf und beugte sich kurz darauf über mich. Seine Arme stützte er neben meinem Oberkörper ab. Seinen Blick hatte er immer noch auf mich gerichtet, ließ ihn nur kurzzeitig über meinen restlichen Körper wandern. Meine Erregung war im oberen Bereich meines Körpers noch deutlich sichtbar. Wärmeschübe überkamen mich, die sich in meiner Körpermitte zentrierten. Ich war heiß und verrückt nach ihm und hoffte, er würde seine Berührungen weiter fortsetzen.

Bevor er sich zu mir mit seinem Oberkörper herunterbeugte, führte er seine Hand von meinen Brüsten hinab zu meinen Oberschenkeln, um dann dazwischen zu landen. Mit leichtem Druck fuhr er über meine empfindlichste erogene Zone. Ich schloss meine Augen und versuchte mich nicht zu sehr treiben zu lassen.
„Du bist so heiß, Nico“ hörte ich Keanu in mein Ohr flüstern und kurz darauf spürte ich seine Hand in meiner Hose.
„Lass dich treiben, Süße“ forderte er mich liebevoll auf.
Noch bevor ich etwas erwidern konnte, schloss er meinen Mund mit seinen weichen und warmen Lippen, während mir seine Finger in meiner Körpermitte einen unglaublich schönen Höhepunkt bescherten.
„Danke“ brachte ich danach mit einem tiefen und zufriedenen Seufzen über meine Lippen.
„Gern geschehen“ entgegnete Keanu und ließ eine meiner Haarsträhnen durch seine Finger gleiten.
„Zu mehr war keine Zeit und für eine schnelle Nummer bist du mir zu schade“ gestand er mir.
„Warum?“ wollte ich wissen.
„Weil ich dich genießen möchte und dafür will ich Zeit haben“ antwortete er.
„Du bist so lieb zu mir“ bemerkte ich und streichelte mit meiner Hand über sein Gesicht.
„Findest du?“ vergewisserte er sich.
„Ja und selbstlos“ fügte ich noch hinzu.
Keanu grinste und beugte sich zu meinem Ohr.
„Bestimmt nicht, du kannst dich heute Abend gerne revanchieren“ sagte er leise.
„Liebend gerne“ entgegnete ich und küsste ihn, als wenn es das letzte Mal sein würde.
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