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Interview von der Japan-Times 22.12.2008
Geschrieben von Chnuesi   
Monday, 22 December 2008
Das englische Original findest Du unter Nr. 34 bei den Artikeln 2008 im Archiv des Forums! Wir sind uns einig, es ist unter den vielen in diesem Jahr erschienen Artikeln einer, der wohl am Besten wiedergibt, wer Keanu ist. Deshalb war Li so nett und hat es für uns übersetzt, ganz vielen Dank an dieser Stelle! Meist wird er von den Journalisten  falsch verstanden und merkwürdig oft, sind sogar bekannte Tatsachen falsch wiedergegeben, hier stimmt ziemlich alles! 

 

Keanu Reeves strebt nach einem Kassenschlager


Der Schauspieler, der oft als Weltraumpolizist angesehen wird, spielt in einem Science-Fiction Klassiker aus den 50er Jahren und demnächst auch in einem japanischen Epos.

Von George Hadley-Garcia

Keanu Reeves ist ein Geschöpf aus den Tiefen des Alls. Genauer gesagt, spielt er Klaatu, ein höheres Wesen von jenseits der Sterne, das menschliche Gestalt annimmt, um einen Planeten zu besuchen, der auch nach einer Millionen von Jahren dauernden Evolution mit seinem Hang zur Gewalt sich selber schadet.


Ich kann mich damit wirklich identifizieren“, sagt Reeves über seine Rolle, die zuerst 1951, in dem Film „ Der Tag an dem die Erde stillstand“, heute ein Klassiker, von dem genauso teilnahmslosen, britischen Schauspieler Michael Rennie dargestellt wurde. „Der Charakter ist total einleuchtend. Es sind die Typen auf der Erde, die Krieg führen: Sie sind es, die man als Aliens ansehen könnte oder sollte, wenn Sie verstehen, was ich meine.“


Man kann in dem Film mitunter eine Anti-Kriegs-Botschaft sehen, je nachdem zu welcher Zeit - damals Korea, heute Irak. Aber es geht auch um die Selbstzerstörung der Menschheit, sei es durch Kriege oder die tägliche Aggression und Gewalt.


Klaatu kommt auf die Erde, um davor zu warnen, dass wenn die Menschheit nicht von ihrem blutigen Weg abgeht, er und seine Leute keine andere Wahl haben, als die Erde zum allgemeinen Wohl des Universums auszulöschen. Natürlich bietet der Film auch eine Romanze, als sich eine irdische Frau, gespielt von Jennifer Connely, in Klaatu verliebt. Das Ende, auch in der Version von 1950, ist nicht das übliche Happyend, wie es das Publikum vielleicht erwartet, sondern vielmehr ist es ernüchternd, da Klaatu auf seinen Heimatplaneten zurückkehrt, nachdem er der Erde seinen aufrüttelnden Weckruf, die Spirale der Gewalt zu stoppen, überbracht hat.


War die Botschaft ein ausschlaggebender Faktor für Reeves das Script zu akzeptieren? Immerhin ist er bekannt dafür, bestimmte Erfolgsprojekte abzulehnen, wie die Fortsetzung zu „Speed“, dem Film aus dem Jahr 1994, der ihn zum Superstar machte.


Yeah, sie war es.“ Ende des Themas, offensichtlich. Reeves, dessen Vorname auf hawaiisch „kühle Briese über den Bergen“ bedeutet, ist nicht dafür bekannt sehr gesprächig zu sein. Wie kein Schauspieler, seit in den goldenen Zeiten des Films Gary Cooper es war, hat Reeves das Image einsilbig zu sein, natürlich eine Übertreibung.


Er grübelt: "Je mehr du sagst, desto eher wird dir ein Bein gestellt." Und nach einer Pause fügt er an: „... stellst du dir selbst ein Bein. Es ist nicht wie in einem Interview, sie versuchen dich aus dem Konzept zu bringen, weil du meist nur über deinen letzten Film, ein bisschen über deine Karriere und ein bisschen weniger, oder am allerbesten fast gar nichts, über dein Privatleben, dein eigenes Privatleben, erzählst. Welches, in dem Moment, in dem du darüber sprichst, offenkundig nicht mehr dein Privatleben ist.“


Aber, je mehr du über ein bestimmtes Thema sprichst, desto mehr kannst du deine Unkenntnis über dieses Thema zeigen.“


1964 in Beirut geboren, wuchs der heute 44jährige Reeves in Toronto auf und ist kanadischer Staatsbürger. Sein Vater Samuel, ein amerikanischer Geologe mit hawaiisch-chinesischer Abstammung, verbrachte wegen Drogenbesitzes und -handel einige Zeit im Gefängnis (nicht, gemäß der weitläufige Meinung wegen Mordes). Seine Eltern ließen sich 1966 scheiden und Reeves hat Berichten zufolge keinen Kontakt mit seinem Vater gehalten. Er wuchs mit seiner Mutter Patricia, einem ehemaligen Revuegirl aus England, die Kostüme für Rockevents wie Alice Cooper entworfen hat, und seiner Schwester Kim auf (1966 in Australien geboren), die er bis heute als seine beste Freundin sieht.


Einige Zeitschriften, wie InTouch und Star, haben spekuliert, dass Reeves emotionale Reserviertheit wenigstens zum Teil von dem Schock verursacht wurde, den der frühe Verlust des Vater hinterlassen hat, und auch von den Medien, die Reeves als angeblich schwachen Schauspieler und wenig intelligente Person darstellten. (Die Film-Webseite imdb.com stellt fest, dass der Schauspieler sich selbst als dumm bezeichnet hat.)


Was sagt Reeves zu Vergleichen zwischen Klaatu und dem emotional teilnahmslosen, hochintelligenten Mr. Spock aus der TV Serie „Star Treck“ und Filmlizenzen?


Keanu bemerkt: „ Yeah. Es gibt hier eine Ähnlichkeit. Aber es ist irgendwie komisch, denn sie sind beide tatsächlich so eine Art hyperintelligent. Aber sie sprechen nicht sehr viel. Nur wenn sie müssen. Trotzdem sind es Typen, oder Leute ... oder was auch immer – die es sich leisten könnten, tatsächlich wie ein Wasserfall zu reden.“


Seit langem wird vermutet, dass Gene Roddenberry, Schöpfer von „Star Treck“, Spocks Charakter auf Klaatu basierte und die spitzen Ohren als unkonventionelle optische Ergänzung für das alltäglichere Medium Fernsehen dazufügte.


Ist Reeves ein „Star Treck“ Fan? Nach einer weiteren langen Pause lehnt er eine Antwort ab: „ Ich möchte mich wirklich nicht auf Fragen einlassen, wie, welche Art Film oder andere Dinge ich mag. Sie wissen, wie in Interviews, in denen sie nach deiner Lieblingsfarbe, dem Lieblingsfilm und solchem Zeug fragen.“


Sieht Reeves sich selbst als unnahbar und emotional verschlossen? Nach einer weiteren langen Denkpause sagt er:„ Im täglichen Leben gehe ich nicht so schnell aus mir heraus – ich bin nicht extrovertiert, laufe nicht lachend und kreischend herum oder so. Aber wenn ich eine Rolle spiele, spiele ich so, wie die Person vermutlich handeln würde.“


Das könnte ein Teil des Problems sein, seit Reeves 1989 mit dem Film "Bill and Ted´s verrückte Reise durch die Zeit", in dem er eine naive Person spielte, den Durchbruch erreichte. Da es so schien, als verkörpere er Ted - mit anderen Worten, er spielte ihn so überzeugend - schloss ein Großteil der Medien daraus, er sei diese Person, ein oberflächlicher aber "toller Kerl". Das ist ein Thema, das Reeves heute nicht besprechen will, genauso wenig, wie die 1991 gefloppte Fortsetzung "Bill and Ted´s verrückte Reise in die Zukunft". Über die Auffassung der Medien sagt er: „Einige Kritiker haben schon eine feste Meinung über dich oder über deinen Film, noch bevor sie das Kino betreten. Solche Sachen haben mich immer, sagen wir, verwundert. Es ist ziemlich unfair - gegenüber dem Schauspieler und dem Film und auch gegenüber dem Publikum. Aber heute habe ich mich daran gewöhnt. Genauso wie mich heute nichts mehr wirklich überraschen kann.“


Auf die Frage, ob er von den Medien unfair behandelt worden ist, sagt er: " Manche Leute wollen dir einfach ein bestimmtes Etikett anheften. Es ist so einfach für sie, das zu tun. Und dann klebt dieses Etikett fest und du musst wirklich kämpfen, um es zu ändern. Manchmal schaffst du es und manchmal schaffst du es nicht. Und manchmal ist das, was sie dir anhängen auch nicht wirklich so wichtig. Wer will sich schon sein ganzes Leben mit dieser Art von Ärgernissen herumschlagen?“


In Zeitschriften wie Variety wurde behauptet, dass Reeves sich verzweifelt einen Kassenhit wünscht – wenn es so wäre, lässt er sich nichts anmerken – nachdem er seit Matrix (1999 – 2003) keinen größeren Erfolg mehr hatte. Auf die Frage, ob er hofft, dass „Der Tag an dem die Erde stillsteht“ ein großer Hit wird, bestätigt er nur: „Sicher.“


Seine ehemalige Freundin Jennifer Syme wurde in der Los Angeles Times zitiert, dass der zurückhaltende Reeves ein größeres Ego hat, als er zeigt. Als ein Reporter vor Jahren den Film „Speed“ als den Film beschrieb, der aus Reeves einen Star gemacht hat, konterte dieser: „Speed“ machte aus Sandra Bullock einen Star. Ich war bereits ein Star“. Und so war es auch.


1989 als der Filmstar sich in Lenox, Massachusetts, als Ferdinand (Gegenpart zu Andre Gregory als Prospero) an Shakespeares „Der Sturm“ wagte, war die Reaktion der Kritiker herablassend und zynisch, ebenso wie 1995, als Reeves sich an „Hamlet“ (natürlich in der Hauptrolle) in einer Bühnenproduktion in Winnipeg, Manitoba versuchte. Seitdem ist der Schauspieler nicht mehr auf die Bühne zurückgekehrt und will über diesen wunden Punkt auch heute nicht sprechen. Dennoch war es ein mutiger Schritt für einen bedeutenden Star, bereit das Urteil der Öffentlichkeit zu riskieren, um etwas Neues auszuprobieren und seine Bandbreite zu erweitern. (Tatsächlich ist einer von Reeves populärsten Filmen – ein Kultfilm – Gus Van Sant´s „My Own Private Idaho“ (1991), der einige Anspielungen an Shakespeares Henry IV, Teil 1, enthält.)


Ein anderes Thema, das nicht zur Diskussion steht, ist Reeves Freundschaft mit dem „Idaho“ Filmpartner River Phoenix. Die beiden spielten Stricherjungen in dem damals gewagten Film von Van Sant, der sich zu seiner Homosexualität bekannte. Reeves sagt nur – und das ist wirklich eine Menge – dass, „nicht Hollywood River getötet hat“, der an einer Überdosis starb. „Hollywood hat niemanden umgebracht. Es hat mehr mit den persönlichen Entscheidungen zu tun, wie dem Karma oder einer schlechten Wahl, die sich später auswirkt, dich heimsucht und dir schadet.“


Wenn wir von Karma reden, ist Reeves vielleicht außergewöhnlichste, wenn schon nicht meist gesehene Rolle, die des Buddha in Bernardo Bertoluccis Film „Little Buddha“ von 1993, in dem der Großteil in der Gegenwart spielt und von Kindern und tibetischem Buddhismus handelt. Der praktizierende Buddhist Richard Gere war Berichten zufolge für die Rolle vorgesehen, aber lehnte mit der Begründung ab, er sei nicht „östlich“. Aber andererseits könnte der historische Buddha, der in einer Gegend geboren ist, die heute in Nepal liegt, auch Kaukasier gewesen sein. Reeves erklärt zu „Little Buddha“: „Yeah, das war sehr ... Es war eine außergewöhnliche Erfahrung. Sehr bewegend.“


Aber wieder, tendieren die Medien zu Übertreibungen. Damals wurde am Set von vielen behauptet, Reeves wäre plötzlich Buddhist geworden. Heute würde er weder sagen er ist ein Buddhist, noch, dass er kein Buddhist ist.


Er erklärt auch, in einem ruhigen und vielleicht entschuldigenden Ton, dass er die Interviews für seine Filme gibt. Er geht nicht wirklich auf den „Hinter-den-Kulissen-Kram ein, den die großen Fans oder Filmanhänger liebend gerne lesen würden. Ich denke, das ist die Sache der Autoren. Wenn du alle diese Details willst, lies darüber in einem Artikel und vielleicht sogar in einem Buch. Schau, ich bin Schauspieler. Ich bin kein Autor oder jemand, der die Dinge bis ins kleinste Detail beschreibt. Ich bewundere Leute, die das tun. Aber ich bewundere auch gute Schauspieler. Jeder von uns muss seinen eigenen Job tun.“


Nachdem Reeves es abgelehnt hatte für „Speed 2“ mit Sandra Bullock wieder zusammenzuarbeiten, gab es unvermeidliche Gerüchte, dass er sie nicht leiden kann oder dass sie Streit haben. Aber 2006 tauchte das befreundete Paar in „Das Haus am See“, keinem wirklichen Hit, wieder auf. In den letzten Jahren hat Reeves nicht so viel wie früher gearbeitet und verbrachte den Großteil des Jahres 2007 ohne zu drehen. Um nur eine Sache zu nennen, sein kumpelhaftes Image ist immer noch jungenhaft, obwohl er die 40 bereits überschritten hat. Einige Insider sagen, er sei reifer seit er 40 ist. Aber wer weiß das schon? Reeves spielt genau wie immer und ist nicht bereit, irgendjemanden an seinen inneren Veränderung teilhaben zu lassen.


Wenn er danach gefragt wird, ob der 40te Geburtstag ein wichtiges Erlebnis in seinem Leben als Mann und Schauspieler war, macht er eine kurze Pause und fügt an: „ Es ist, sagen wir, einfach nicht zu vermeiden. Wenn du bis dahin überlebt hast, ist es eine gute Sache – Es ist gut zu überleben. Das einzig überraschende ist, wenn du darüber nachdenkst, dass du dich nicht wie 40 fühlst, wie sich das auch immer anfühlen mag.“


Trotz des Glamours durch sein erfolgreiches Leben als Schauspieler, hatte der ledige Reeves mehr als seinen Anteil an Schicksalsschlägen. Abgesehen von einer frühen Kindheit ohne Vater, in der er ständig umgezogen ist (nach New York nach der Scheidung der Eltern, dann nach Toronto und das alles nach Beirut und Australien), mussten er und seine damalige Freundin Syme mit der Totgeburt einer kleinen Tochter fertig werden. Zwei Jahre später wurde Syme, von der er sich getrennt hatte, bei einem Autounfall getötet.


Reeves hatte 1996 einen Motorradunfall, bei dem er sein Fußgelenk brach und von dem, Berichten zufolge, eine immer noch deutliche Narbe am Buch zurückblieb. 1993 wurde er wegen Trunkenheit im Steuer eingesperrt. Unter seinen Interessen sind Motorradfahren – man sagt er besitzt einige – und Eishockey spielen.


Als Musiker mit der Band Dogstar, 1991 gegründet und 2002 nach zwei Alben wieder aufgelöst, hatte er mittelmäßigen Erfolg. Interessant ist dabei, dass Reeves, obwohl er Linkshänder ist, den Bass mit Rechts spielt. „Ich mag Musik,“ bemerkt er, wenn er nach seinen Hobbys gefragt wird. Es folgen aber kaum weitere Informationen. Vor Jahren zitierte ihn die britischen Presse, dass er gerne einen Rockstar spielen möchte und dass er den Glamrock-Kultfilm „Velvet Goldmine“ bewundert.


Andere Freizeitbeschäftigungen von Reeves sind surfen und reiten. In seiner Jugend tanzte er in einem Werbespot für Limonade. Er leitete auch einen Pasta-Laden in Toronto, als er auf der Highschool war. Und er bekam eine Rolle in „Youngblood“ einem Eishockeyfilm, 1986 in Kanada gedreht, in dem Rob Lowe die Hauptrolle spielte. In diesem Jahr zog er nach Hollywood um seine Schauspielkarriere voranzubringen.


Man wundert sich, warum Reeves, ein Schulabbrecher, der sich stattdessen für die Schauspielerei entschied, länger dabei blieb, als ein Schauspieler wie Rob Lowe, der sich nun mit Fernsehauftritten begnügen muss.


Reeves antwortet: „ Nun,... da gehört viel Glück dazu – du machst Filme und einige davon sind Hits und wenn mehrere Hits sind... das ist cool. Aber, wenn du mehrere Flops hast, strapaziert das deine Karriere.“


Er gibt auch zu, „ Es ist nicht sehr demokratisch, aber wenn du in Fernsehfilmen auftauchst, beginnen die ganz großen Hollywoodtypen – die Produzenten – zu denken, du bist Fernsehen. Du bist nicht mehr im Filmgeschäft für sie. Und das ist zu schade, denn viel interessantere Sachen kann man heutzutage im Fernsehen sehen.


Reeves letzter Fernsehauftritt war 1995, ein Gastauftritt in einem CBS Spezial mit dem Titel „Kinder erinnern sich an den Holocaust“ und als er sich selbst in der Eingangsepisode der Fox Comedy-Serie „ Action“ 1999 spielte.


Verständlich, dass er nicht gewillt ist seinen Status als Superstar aufzugeben, indem er sich auf Fernsehproduktionen einlässt. Reeves ist gewillt sich auch mit Stoff auseinander zu setzen, den man für sonderbar hält und der keine Garantie für einen goldenen Kassenschlager ist. In der Komödie „Was das Herz begehrt“, aus dem Jahr 2003, mit Jack Nicholson, spielte er einen viel jüngeren Mann, der sich in Diane Keaton verliebt.


Er verrät: „Manche Schauspieler und ihre Manager haben sogar eine Liste mit Rollenarten, die sie nicht spielen würden. Ich habe nichts in der Art. Ich wäge alles genau ab. Für mich ist nicht nur wichtig wie der Film ist, sondern, wie er gemacht wird. Und ich möchte niemals auf ein Genre festgelegt werden, egal ob Teenmovie, Actionfilm oder Liebesfilm. Für mich bedeutet schauspielen, verschiedene und unterschiedliche Rolle darzustellen.


In der Tat gibt Reeves diese Woche bekannt, dass er in dem Universal Pictures Film „47 Ronin“ eine Hauptrolle übernimmt. Der Film basiert auf der wahren Geschichte einer Samuraigruppe im Japan des 18ten Jahrhunderts, die sich an einem Gerichtsbeamten rächt, nachdem dieser ihren Anführer zum rituellen Selbstmord verurteilt hat. Diese epische Geschichte wurde in Japan in unzähligen Filmen, Schauspielen und TV Dramen umgesetzt. Während sie auch in die westliche Literatur und Filme eingegangen ist, wird dies die erste Hollywood Adaption sein.


Zu „Der Tag an dem die Erde stillstand“ bemerkt er: „Science-Fiction ist gerade sehr gefragt. Das ist es, was sie ständig wiederholen. Als „Matrix“ herauskam, wurde es eine große Überraschung genannt. Es war vermutliche auch eine Überraschung, als „Star Wars“ herauskam. Aber ich denke jedes bestimmte Genre, jeder Film kann gut sein, kann ein Kassenerfolg werden, wenn er gut gemacht ist. Es gibt guten und es gibt schlechten Science-Fiction. Diese spezielle Geschichte sticht wirklich hervor und ich denke das Original liegt so lange zurück, dass sich die meisten Leute nicht daran erinnern. Das ist gut für unser Remake.“


Aber ich denke das Original ist gut genug auf seine eigene Art. Wenn unsere Version ein Erfolg wird, bringt es viele Menschen dazu, in die Vergangenheit zu schauen und sich die Version aus den 50 Jahren anzusehen. Das wäre für mich eine gute Sache. Der Film ist nicht nur eine Botschaft, aber die Botschaft, die er enthält, ist gut und eine gute Botschaft ist es wert, dass man sie wiederholt “


Zum Schluss, was bedeutet der Titel, den man im wörtlichen oder übertragenen Sinn verstehen kann, für Reeves? Zum ersten mal lacht er.


Oh, der Titel, yeah, richtig! Dieser Titel. Ich habe darüber nachgedacht und ich wurde bisher noch nicht einmal danach gefragt! Ich glaube, wenn die Erde wirklich still stehen würde, würden wir alle herunterfallen, wegen der Schwerkraft. Das ist einfache Physik, nicht? Aber was es für mich bedeutet oder einschließt, dass wir alle, jeder einzelne auf der Erde, für wenigstens einen Moment still stehen und nachdenken, wie verrückt Krieg in Wirklichkeit ist und wie Gewallt nur mehr Gewalt hervorbringt – wie es weise Leute seit Buddha immer wieder sagen, dann würden wir Krieg und Gewalt ein Ende setzen. Aber es müssen alle von uns mitmachen, nicht nur die Anführer oder die Idealisten.


Und natürlich, nun, es bedeutet, dass es passieren kann. Nicht endgültig, aber es gibt kein Thema auf der Erde über das sich alle einig sind. Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben sollen. Ich sehe es wie Klaatu. Wenn die Kriegshetzer nicht aufgeben, muss man sie dazu bringen aufzugeben, wenigstens in den Filmen, aber in der Realität auch, wenn es möglich ist. Friede ist das Ziel, das wir anstreben müssen. Es ist ein Ziel, das die Anstrengung wert ist.“



 



Kommentare
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scully   |88.74.194.xxx |2008-12-22 17:54:09
Ein sehr interessanter Artikel.
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