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Was für ein Morgen Kapitel 5
Geschrieben von Lines   
Thursday, 19 January 2012

Kapitel 5

Nun sitze beide da und wissen nicht wie reagieren. Die Freude ist gross, aber wie weiter…
Keanu geht den ersten Schritt und wählt die Nummer von Minni.
„Hi.“
„Hallo.“
Stille. Was nun sagen? Es gäbe so vieles…
„Es tut mir wirklich leid. Ich wusste nicht ob ich dich wecken soll oder nicht, ich hatte Angst dass wir uns nichts zu sagen hätten nach der Nacht oder doch eben so viel dass ich den Zug verpassen würde. So war es wohl besser. Tut mir auch leid dass ich mich erst jetzt melde, ich musste mir zuerst etwas Gedanken machen und zu mir kommen.“
„Aber du hast dich gemeldet und das zählt. Ich hätte mich auch eher melden können wusste aber nicht was du von mir hältst oder ob ich nur ein Abenteuer für dich war, oder…“
„Keanu ist schon gut. Genau diese Gedanken hatte ich auch, ich meine eigentlich wäre das nicht so eine grosse Sache, Sex zu haben, aber bei dir, entschuldige dass ich das jetzt sage, ist es etwas anderes. Ich mache mir mehr Gedanken. Ich denke zu Recht.“
„Ich weiss was du meinst.“
„Ich würde dich wirklich sehr gerne wieder sehen, habe aber Angst davor was danach kommt. Ich bin ein Mensch der immer weiter denkt als nur für heute und Morgen.“
„Ich lebe eher von heute auf Morgen. Ich möchte dich wieder sehen, lieber heute als Morgen.“
Er ist süss.
„Ich bin wieder zu Hause und Morgen muss ich zur Arbeit also weiss ich nicht wie das gehen soll.“
„Ich komm zu dir.“ OK das habe ich jetzt nicht erwartet.
„Wirklich?“
„Ja, das ist das einzige was wir tun können. Oder was ich tun kann.“ Wie könnte ich da nein sagen?
„In Ordnung, ich schreib dir meine Adresse und werde warten.“
„Lange musst du nicht warten!“
„Dann sehen wir uns später, ich koch dir was.“
„Besser geht es nicht, ich freu mich riesig!“

Was hab ich mir nur dabei gedacht? Keanu zum Essen einladen hierher. Ich flipp aus! Nein, ruhig bleiben einkaufen gehen Menu planen, Duschen, putzen natürlich nicht in der Reihenfolge. Minni reiss dich zusammen. Zuerst putzen, dann Menu planen, dann einkaufen, dann duschen. Wird er hier schlafen. Ich geh mal davon aus dann gibt es keine böse Ueberraschungen. Das Bett, schnell frisch machen Wäsche wechseln. Wie kommt er mit dem Zug? Mit dem Auto? Keine Ahnung, Gott so oder so bleibt mir nicht viel Zeit also los!

Keanu hat sich für den Zug entschieden ist bequemer und sicherer. Wie ihr Wohnung wohl sein wird? Gross, klein? Wie eingerichtet? Denke mal sie hat einen guten Geschmack. Am Ziel angekommen bestellt sich Keanu ein Taxi und lässt sich zu der Adresse fahren die ihm Minni per SMS geschrieben hat.
„Sagen sie mal, sind sie nicht Keanu Reeves?“ Der Taxifahrer scheint ihn gleich erkannt zu haben.
„Ja der bin ich.“
„Können sie mir ein Autogramm geben?“
„Klar, wohin?“
„Och machen sie doch gleich eines ins Taxi so werden alle Kunden nach ihnen wissen wer hier gesessen hat. Das wäre toll.“
„Gerne doch.“
„Und dass das klar ist, es bleibt unter uns dass sie hier unterwegs sind, ist grosses Taxifahrerehrenwort. Sie sehen nicht aus als ob sie geschäftlich in der Stadt wären.“
„Bin ich nicht, und ich find das echt nett von ihnen. Darf ich ihre Karte haben damit ich sie wieder kontaktieren kann falls ich ein Taxi brauche?“
„Sehr gerne sogar.“ Der Taxifahrer ist sichtlich stolz.
„So da wären wir also, ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.“
„Ich ihnen auch.“
Keanu steigt aus. Das ist Minni nicht entgangen, denn schon seit sie weiss dass er kommen wird, hat sie ein Ohr für alles was draussen geschieht. So hört sie natürlich auch die Autotüre zu gehen. Auch die Tritte die Keanu nach oben macht. Bis er schliesslich klingelt.
Sie macht auf.
„Hi.“
„Hi  zurück.“
„Schön dass du gekommen bist.“ Mini ist sichtlich nervös, es war im Hotel was anderes ihm aber jetzt gegenüber zu stehen ist doch was ganz anderes.
„Find ich auch schön dass ich überhaupt kommen durfte.“
„Und hast du Hunger? Habe was Kleines gemacht.“
„Wäre nicht verkehrt. Was gibt es denn?“
„Ueberraschung! Darf ich dir aber schon mal ein Glas Wein anbieten? Setzt dich doch auf das Sofa und ich bring dir ein Glas.“ Schon verschwindet Minni in der Küche.
Schön hat sie es hier und gross, für eine Person alleine. Denkt sich Keanu. Viele, viele Bücher und einen riesen Fernseher der fällt gleich auf. Was sie wohl so guckt?
„Ich hoffe du magst den Wein, ist mein Lieblingswein. Und wie findest du die Wohnung?“
„Den Fernseher und die vielen Bücher die habe ich zuerst gesehen. Schaust du gerne TV?“
„Ja schon, wenn was Gutes kommt! Leider ist das nicht oft der Fall, dafür gibt es ja DVD`s. Und Bücher sind eben meine Leidenschaft, immer und überall mit dabei.“
„Wie ist es bei dir? Wie wohnst du? Liest du auch viele Bücher?“
„TV guck ich nicht viel wenn dann am liebsten Sport, und lesen tu ich auch gerne meistens aber Drehbücher die mir angeboten werden.“
„Also Bücher die sonst niemand lesen darf. Find ich toll! Würde ich auch gerne. Wollen wir essen?“
„Sehr gerne.“
Das Essen war ein Traum und Keanu und Minni sitzen beieinander und reden, und reden, und reden, bis…
Ring Ring Ring das Telefon.
„Ich gehe besser ran nicht dass wir noch ungebetenen Besuch bekommen.“
„Hallo.“
„Hallo Minni wollte nur mal fragen wie es dir geht und ob sich Dennis gemeldet hat.“
„Nee der hat sich nicht gemeldet alles bestens bis jetzt. Danke dass du dir so Sorgen um mich machst.“
„Ist doch Ehrensache. Und was treibst du so?“
„Nicht viel, habe gerade gegessen und nun werde ich wohl TV gucken oder ein Buch lesen. Und du?“
„Dito. Bin supermüde und werde es mir wohl auf dem Sofa gemütlich machen.“
„Na dann sehen wir uns Morgen.“
„Ja, ich wünsch dir eine gute Nacht und freu mich schon auf das Essen.“
Minni hat schon den Verdacht gehabt Dennis könnte sich melden. Schon komisch dass er alles ausgeräumt hat und nichts mehr von sich hören lässt. Zu komisch, es wäre ihr schon fast lieber sie wüsste was er wo treibt im Moment. Aber nur um zu wissen dass er nicht in der Nähe ist. Wo er jetzt wohl wohnt? Egal. Jetzt ist Keanu da und das ist wichtiger.
„Tut mir wirklich leid dass ich mich nicht vorher gemeldet habe, oder dich geweckt habe.“ Minni ist es immer noch nicht recht dass sie heute Morgen einfach das Hotelzimmer von Keanu verlassen hat ohne ein Wort oder einen Zettel zu hinterlassen.
„Ach lass nur. Wenn ich schlafe, schlafe ich wie ein Stein sonst hätte ich es ja auch gehört. Schön aber dass wir uns doch noch einmal treffen. Ansonsten wenn die Frauen mich am Morgen einfach verlassen häre ich nie wieder was von ihnen.“
„Wirklich jetzt? Das kann ich fast nicht glauben.“
„Doch, doch ist aber leider so. Für viele bin ich einfach nur etwas für eine Nacht. OK ich muss sagen ich weiss das meistens schon vorher. Doch bei dir habe ich gehofft es sei anders.“
„Also du redest sozusagen von Groupies?“
„Nicht so wie man sich die vorstellt in dem Sinne, aber doch schon. Oder die meistens Frauen werden sich auch danach erst bewusst was so alles sein wird wenn man mit mir länger zusammen ist. Ich denke das schreckt schon mal ab. Doch ich denke wenn die Richtige da ist, macht sie sich über solche Dinge gar keinen Kopf.“
„Stimmt. Also ich könnte das nicht darum hatte ich auch ein gaaaaanz schlechtes Gewissen heute Morgen.“

Der Wecker klingelt, schon so spät! Minni wacht erschreckt auf und sieht Keanu neben sich liegen. Der schläft wirklich wie ein Stein, aber er sieht besser aus als ein Stein. Eindeutig! Ich mach mal Frühstück und dann muss ich aber zur Arbeit.
Keanu wacht unterdessen auch auf und geht zu Minni in die Küche.
„Guten Morgen.“ Er küsst sie auf die Wange.
„Gut geschlafen? Ich denke schon so wie du heute Morgen ausgesehen hast.“
„Bestens. Riecht schon gut.“
„Viel esse ich nicht am Morgen. Magst du einen Kaffee?“
„Jepp das ist das was ich Morgens brauche!“
Wie vertraut es doch ist mit ihm. Als ob wir schon Jahr zusammen wären.
„Musst du gleich zur Arbeit?“
„Ja leider. Was machst du? Gehst du zurück und dann weg heute Abend mit dem Flugzeug?“
„Muss ich, würde gerne noch bleiben.“
„Ich würde es auch schön finden wenn du bleiben könntest oder ich mitkommen könnte.“
So schön der Abend auch war, irgendwann ist Schluss und das tut Minni besonders weh.
„Ich habe mir schon das Taxi bestellt zum Bahnhof, wird wohl bald hier sein. Sehen wir uns wieder?“ Keanu scheint es nicht besser zu gehen als Minni.
„Sehr gerne würde ich dich weidersehen. Ich weiss aber nicht wann wo und wie….“
„Wir telefonieren ok.?“
„Ok…?“
Und wie leidenschaftlich gut er küssen kann, ob er das durch die vielen Filme so gut gelernt hat?
Schon ist er weg und der letzte Kuss hatte einen bitteren Beigeschmack. Die Gedanken in Minnis Kopf drehen sich. Heute ab zur Arbeit und Dennis wieder sehen…

„Guten Morgen Herr Reeves. Geht es wieder zum Bahnhof zurück?“
„Ja gerne.“
„Ich sage es nur ungern aber haben sie die Zeitung von heute schon gelesen?“
„Nein, wieso?“
„Nun ja sie scheinen nicht unerkannt geblieben zu sein gestern am Bahnhof.“ Der Taxfahrer streckt Keanu die Tageszeitung entgegen.
„Ich weiss sie können es nicht lesen aber Bilder sagen mehr als 1000 Worte…“
„Was steht denn unter dem Bild als Text?“ Keanu betrachtet das Bild wo er aus dem Zug steigt.
„`Keanu Reeves in der Stadt` ist der Uebertitel und darunter steht eigentlich nur was sie hier wohl machen, in welchem Hotel sie abgestiegen sind, und wie lange sie bleiben werden.“
„Na dann ist ja gut. Danke. Kann ich die Zeitung behalten? Ich zahl sie ihnen auch.“
„Behalten sie sie ruhig, möchte kein Geld von ihnen sie haben mir ein Autogramm gegeben das reicht völlig. So hier ist der Bahnhof. Ich denk mal ich habe sie hier nicht zum letzten mal gesehen.“
„Wer weiss? Vielen Dank. Für alles!“

 

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